Ruhigere Nächte
 
Schlaf gut, Baby

Tag und Nacht

Es lernt nun auch, dass es Tag und Nacht gibt. Entsprechend verändern sich auch seine Schlafzeiten: Gegen Ende des ersten Lebensmonats hat es die längsten Schlafperioden nachts. Nach drei Monaten dauert sein Nachtschlaf insgesamt schon sechseinhalb bis zwölf Stunden. "Nur wenige Babys mit drei Monaten schlafen jedoch so viel an einem Stück", so die Heidelberger Kinderärztin Dr. Ingrid Chamasse. Die Schlafdauer und -tiefe wird auch durch hell und dunkel reguliert. Dabei ist es egal, ob die Lichtquelle die Sonne oder eine Lampe ist. Wenn das Baby im Dunkeln ruhig und viel schlafen darf, ist es tagsüber wacher und aktiver. Es ist lebhafter und bringt das auch lautstark zum Ausdruck.
Besonders laut werden viele Babys zwischen 17 und 22 Uhr - wenn den Eltern langsam die Puste ausgeht. Die Kleinen weinen nicht nur, weil sie müde oder hungrig sind, sondern auch, um sich zu entspannen. Die Abendtränen helfen ihnen in den Schlaf.

Richtig reagieren

  • Zeigen Sie Ihrem Baby deutlich den Unterschied von Tag und Nacht. Während des Mittagsschlafs reicht es, die Gardinen im Kinderzimmer so zuzuziehen, dass ein bisschen Licht hineinflimmert. Dann schläft Ihr Baby gut, aber nicht so lange. Nachts dagegen sollte es dunkel sein.
  • Babys haben bis zum vierten Monat viele Phasen des Halbschlafs. Warten Sie deshalb erst ab, bevor Sie Ihr Kind hochnehmen. Vielleicht schreit es nur zwei- oder dreimal kurz auf und schlummert dann weiter.
  • Gegen die Abendtränen gibt es kein Rezept. Sie sind normal, aber für alle Eltern anstrengend. Hilfreich ist es deshalb, sich in dieser schwierigen Tagesphase mit dem Partner abzuwechseln.
  • Einige Säuglinge haben sogenannte Drei-Monats-Koliken. Oder das Bäuchlein zwickt, weil sie beim Trinken Luft schlucken. Ein kräftiges Bäuerchen beugt vor. Vielleicht verträgt das Baby aber auch ein paar Bestandteile des Essens nicht, dass Sie zu sich nehmen und die in die Muttermilch übergehen. Verzichten Sie probeweise auf blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Knoblauch oder Hülsenfrüchte.
  • Sie haben Ihr Baby geschaukelt, massiert, herumgetragen, beruhigende Lieder gesungen, und es schreit immer noch? Dann tun Sie eine Zeit lang mal gar nichts. Vielleicht braucht Ihr Kind einfach Ruhe und schreit in seinem Bettchen noch ein bisschen, um dann einzuschlafen.