Ruhigere Nächte
 
Schlaf gut, Baby

Bis zum sechsten Monat

Letzte Nacht sind Sie schon wieder dreimal aufgestanden, haben Ihr weinendes Baby beruhigt, gestillt oder ihm das Fläschchen gegeben und wandeln nun tagsüber vor lauter Müdigkeit im Halbschlaf durch die Wohnung? Sie fragen sich, warum das Baby der Nachbarin nachts bereits friedlich schlummert, obwohl es auch erst fünf Monate alt ist? Beides ist normal. Irgendwann zwischen dem dritten und dem sechsten Monat finden die meisten Babys ihren Rhythmus, kennen sie ihre Schlafenszeiten: Schlummern am Morgen, Siesta um die Mittagszeit, ein Schläfchen am Nachmittag und eine ausgedehnte Nachtruhe. Erst Ende des sechsten Monats schlafen gut 80 Prozent zwischen sechs und zwölf Stunden lang.
Stillkinder wachen öfter auf, weil sie nachts Hunger haben. Muttermilch hält nicht so lange vor wie ein Fläschen. Aber auch Babys, die es gewohnt sind, nachts Milch oder Tee zu sich zu nehmen, wachen mehrmals auf. Weil sich ihr Magen an die Mahlzeit gewöhnt hat.

Das können Sie jetzt tun

Ab dem fünften oder sechsten Monat brauchen Babys nachts keine Nahrung. Sie können gut acht bis zehn Stunden ohne Essen auskommen. Die Nächte werden auf Dauer ruhiger, wenn Sie versuchen, Ihrem Kind die nächtlichen Mahlzeiten abzugewöhnen. Das klappt natürlich nicht von einer Nacht auf die andere. Aber nach wenigen Tagen gelingt in den meisten Fällen die Umstellung. Füttern Sie kurz vor dem Schlafengehen die letzte Still- oder Flaschenmahlzeit und versuchen Sie Ihr Kind nachts (ohne Licht anzumachen) im Dunkeln mit sanfter Stimme zu beruhigen, ohne ihm etwas zu trinken zu geben. Es wird protestieren und dann - wenn Sie Glück haben – wieder einschlafen. Wenn nicht, dann bieten Sie ihm einige Tage lang ein Fläschchen mit ungesüßtem Tee oder mit Wasser an. Auf diese Weise nimmt es zwar Flüssigkeit zu sich, aber keine Kalorien. Nach einigen Tagen können Sie dann wieder versuchen, das Fläschchen wegzulassen und Ihr Baby einfach nur noch mit Ihrer Stimme zu beruhigen.