Sexualität
 
Das erste Mal nach der Geburt

Ist das Sexleben nach einem Kaiserschnitt weniger beeinträchtigt als nach einer Spontangeburt?

"Save your love channel" ("Schütze deinen Liebeskanal") - mit diesem Slogan werben amerikanische Kliniken für den Wunschkaiserschnitt. Die Theorie: Durch die Bauchoperation würde die Vagina geschont und so verhindert, dass es nachgeburtlich zu Problemen im Bett kommen könnte. "Das ist blanker Unsinn!", ereifert sich Dr. Kai Brühling, Gynäkologe an der Berliner Charit. "Aus diesem Grund sollte man sich nicht für einen Kaiserschnitt entscheiden." Seine Kollegin Friederike Perl führt aus, weshalb: "Selbst tiefe Dammnähte sind nach sechs Wochen verheilt, und die Vagina ist durch die Geburt auch nicht weiter geworden. Einem befriedigenden Sexleben steht körperlich nichts im Wege", erklärt sie. "Eine Kaiserschnittnarbe hingegen braucht viel länger, um abzuheilen. Oft ist sie nach einem Jahr noch extrem berührungsempfindlich. Darauf beim Sex immer Rücksicht zu nehmen, ist oft viel schwieriger."

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