Sexualität
 
Das erste Mal nach der Geburt

Sind Babys im Elternbett automatisch Liebestöter?

Kaum ein Vorurteil hält sich hartnäckiger: Familienbett und Sex, das geht nicht zusammen. "Dabei ist das gar kein Problem - wenn man es nicht zu einem macht", ist Frauenärztin Dr. Perl überzeugt. Paaren, die sich darüber beschweren, das Kleine liege nachts wie ein Keil zwischen ihnen und mache so jeden Annäherungsversuch unmöglich, rät sie deshalb ganz pragmatisch: "Dann lassen Sie das Baby eben nicht in der Mitte, sondern an der Seite schlafen. Und was Sie dann neben ihm anstellen, ist dem Kind völlig egal." Im Klartext: Sogar seinen Eltern direkt beim Sex zuzugucken, kann einem Baby unter einem Jahr definitiv nicht schaden - selbst wenn das Kleine also wach werden sollte: "Es gibt keine Studie, die da irgendeinen negativen Effekt belegen würde. Und wie sollte das auch gehen? Das Baby versteht gar nicht, was da vor sich geht. Es spürt höchstens: Mama und Papa geht es gut." Wichtiger als das Co-Sleeping selbst ist die Einstellung dazu: Dulden Paare den Nachwuchs nur zähneknirschend im eigenen Bett, schlägt sich dieser Frust aufs Liebesleben nieder. Haben sich Eltern bewusst und gerne fürs Familienbett entschieden, hat das Baby auf ihr Liebesleben im Bett und anderswo keinen Einfluss.

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