Augenfarbe
 
Sind alle Babys blauäugig?

Braun, grün, blau – die Augen von Erwachsenen sind unterschiedlich. Aber Babys haben grundsätzlich blaue Augen. Oder doch nicht? Wir verraten dir, was es mit der Augenfarbe von Babys auf sich hat und ob sie wirklich alle blaue Augen haben.

Haben alle Babys blaue Augen?
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Es ist einfach zu süß, wenn ein kleines Baby seine wasserblauen Kulleraugen aufschlägt. Aber warum haben Babys eigentlich immer blaue Augen? Und wie werden daraus später braune, grüne oder graue Augen? Wir zeigen Ihnen, was es mit dem blauen Wunder auf sich hat.

Haben alle Babys blaue Augen?

In der Tat: Fast alle Babys haben blauschimmernde Augen. Aber sie sind nicht wirklich blau, sondern erscheinen nur bläulich. Die Regenbogenhaut von Babys nimmt nämlich noch kaum Lichtstrahlen auf. Die Folge: Das Licht wird wieder zurückgeworfen und schimmert in einem hellen Blau.

Wie kommt die blau schimmernde Farbe zustande?

Die Farbe der Iris wird durch das braunschwarze Pigment Melanin bestimmt. Die Augenfarbe hängt allerdings nicht von der Farbe, sondern von der Menge des Melanins ab. Dieses absorbiert oder reflektiert bestimmte Wellenlängen von weißem Licht. Dadurch entstehen die drei Augenfarben blau, grün und braun sowie alle möglichen Schattierungen davon.

Die Iris besteht aus zwei Gewebeschichten: das vorne gelegene Stroma und das hintere Pigmentepithel. Die Augenfarben werden durch die Melaninmenge im Stroma bestimmt. Bei Neugeborenen fehlen die Pigmente noch, weswegen das melaninhaltige hintere Pigmentepithel blau durchscheint. Je mehr Melanin in der Iris ist, desto dunkler erscheint sie und desto weniger sieht man die blaue Farbe im Hintergrund. Für blaue Augen braucht man somit am wenigsten Farbe. Mit einer etwas höheren Melanin-Produktion entstehen grüne Augen. Mit noch etwas mehr Farbe erscheint das Auge dann braun.

Übrigens: Wenn bei kleinen Babys mit blauen Augen braune Tupfen zu sehen sind, ist dies ein Zeichen dafür, dass sich die Augenfarbe noch ändert.

Wieso produziert der Körper Melanin?

Mit dem Melanin wehren sich die Augen gegen schädliche Sonnenstrahlen. Auch die Haut und die Haare werden durch Melanin geschützt. Es wird allerdings erst Melanin gebildet, wenn es auch wirklich als Sonnenschutz benötigt wird. Deswegen ist es bei der Geburt noch nicht vollständig entwickelt. Erst im Laufe des ersten Lebensjahres läuft die Produktion richtig an und die endgültige Farbe der Augen wird bestimmt. Menschen mit blauen Augen sind demnach lichtempfindlicher als Menschen mit braunen.

Wer bestimmt die endgültige Farbe der Augen?

Die Augenfarbe ist genetisch festgelegt und wird dominant vererbt. Die Gene bestimmen, wie viel wir von dem Farbpigment Melanin produzieren. Bei der Vererbung kann aber auch eine Generation übersprungen werden. Hat ein Kind blauäugige Eltern und dunkeläugige Großeltern, kann es auch braune oder dunkle Augen bekommen, da die blaue Augenfarbe rezessiv vererbt wird.
Augen werden übrigens im Lauf des Lebens immer heller, weil durch die Bewegung der Pupille mit den Jahren Pigmente ausgeschwemmt werden.

Dunkelhäutige Babys haben meist schon bei der Geburt braune Augen. Bei ihnen wird nämlich schon während der Schwangerschaft eine größere Menge Farbstoff erzeugt. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass im Süden, wo mehr dunkelhäutige Menschen leben, die Sonneneinstrahlung stärker ist als im Norden. Allerdings wird auch bei dunkelhäutigen Kindern die Augenfarbe noch dunkler.

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