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Alle 52 Lebenswochen im Überblick

Baby 10 Wochen Die 10. Lebenswoche deines Babys

Ein Baby liegt auf dem Bauch und schaut erstaunt in die Kamera
© Gabriela Insuratelu / Shutterstock
In seiner 10. Woche hebt dein Baby vielleicht die ersten Male sein Köpfchen an, es möchte jetzt viel beschäftigt werden und erkundet seine Umgebung ganz intensiv. Alle weiteren spannenden Infos zu dieser Lebenswoche findest du hier. 

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Die erste Zeit verfliegt für die meisten Eltern regelrecht. Jetzt ist dein Baby bereits in seiner 10. Woche. In den ersten Wochen war dein Baby vor allem damit beschäftigt, erst einmal anzukommen auf der Welt. Jetzt beginnt es, sich mehr für seine Umgebung zu interessieren.

Entwicklung: Dein Baby in der 10. Woche

Dein Baby verfolgt in seiner 10. Woche Bewegungen mit seinen Augen, mag Neues, und vor allem genießt es einen neuen Blickwinkel: Jetzt kann es nämlich in der Bauchlage Kopf und Schultern heben – zumindest für kurze Zeit. Die Nackenmuskeln sind jetzt auch schon so kräftig, dass dein Baby in Rückenlage seinen Kopf für kurze Zeit vom Boden anheben kann. Und mit jedem Mal bleibt der Kopf ein klein bisschen länger oben. Für dich wird es jetzt anstrengender, denn dein Baby möchte spielen und unterhalten werden. Vielleicht lässt es sich ja eine Weile auf der Krabbeldecke mit einem Spieltrapez beschäftigen?

Familienleben: Babykurse – auch für die Eltern gut

Kennst du Eltern in deiner Nähe, die ein ungefähr gleichaltriges Kind haben? Wenn nicht: dann nichts wie rein in einen Babykurs. In Familienzentren und Hebammen-Praxen finden oft auch Eltern-Kind-Kurse statt. Babys mögen es, auf andere Babys zu treffen. Klar, die Kleinen sprechen noch nicht miteinander, aber die Augenhöhe stimmt. Und die Eltern finden dort regen Austausch zu allen Themen, die dasLeben junger Eltern betreffen. Am besten meldest du dich früh an! Vielleicht hast du auch schon etwas von PEKIP gehört. Das sind Kurse, die die Entwicklung von Babys spielerisch fördern und neue Anregungen geben. 

Spiel und Spaß: Knistersäckchen selbst nähen

Nachdem der 8-Wochen-Schub deines Babys überstanden ist, ist dein Kind zwar weniger anhänglich und nörgelt vermutlich weniger, aber es möchte in den Wochen danach deutlich mehr Beachtung als vorher. Schließlich gibt es so viele Entwicklungsschritte, die bis zur 10. Woche passiert sind und dein Baby ist bereit, die frisch erlernten Fähigkeiten auszutesten. Das geht natürlich am besten beim Spielen. Bloß auf einer Decke rumliegen ist langweilig geworden. 

Auch Geräusche werden für dein Baby in der 10. Woche immer interessanter. Vor allem altersgerechtes Spielzeug, dass dein Kind selbst ertasten und entdecken kann, eignet sich. Dazu gehört auch ein sogenanntes Knistersäckcken, das du schnell selbst machen kannst und das dazu noch waschbar ist: Nähe aus einem hübschen weichen Stoffrest ein Säckchen und stecke ein Stück Luftpolsterfolie oder knisternde Cellophanfolie hinein. Zunähen – fertig!

Gesundheit und Ernährung: Stillpositionen im Video

Eltern Fallbackbild

Wenn der:die Partner:in wieder arbeiten geht

Viele Mütter oder Väter nehmen nach wie vor lediglich zwei Monate Elternzeit und gehen dann wieder arbeiten. Das heißt für den Elternteil, der zuhause bleibt: Auch wenn dein Baby jetzt mehr kann und ihr euch an euren Alltag gewöhnt habt, ändert sich in diesen Wochen doch wieder einiges und das rasant. Von einem auf den anderen Tag musst du dich neu strukturieren und ganz anders planen. Wenn du alleinerziehend bist, kennst du die Herausforderungen schon und bist vielleicht schon ein wenig mehr gewappnet.

Dennoch sollte nicht alles nur auf deinen Schultern lasten. Überlege einmal, wer in deinem Freund:innen- oder Familienumfeld dir bereits Hilfe angeboten hat. Vielleicht hilft es sogar, eine Liste anzufertigen. Der eine Freund kocht vielleicht gerne, die andere Freundin hat selbst bereits ein älteres Kind und möchte gerne babysitten.

Wenn noch Großeltern in der Nähe wohnen, freuen sie sich vielleicht auch, wenn sie mit ihrem Enkelkind mal eine Stunde spazieren gehen oder spielen können. Somit schaffst du dir Entlastung und dein Kind lernt weitere wichtige Bezugspersonen intensiv kennen, mit denen es später problemlos auch längere Zeit verbringen kann. Wenn du dir unsicher bist, geh anfangs nur ins Nebenzimmer und schau deine Lieblingsserie oder hör Musik. Dann bist du immer zur Stelle, wenn sich dein Baby doch noch nicht von jemand anderem beruhigen lässt. 

Mit der Rückbildung beginnen

Vielleicht möchtest du die Zeit aber auch ganz pragmatisch nutzen und setzt dich einige Wochen nach der Geburt mit dem Thema Rückbildung auseinander. Grundsätzlich ist es gut, bei der Rückbildung mit Widerstand zu arbeiten, also zum Beispiel das Schambein in ein unter den Bauch gelegtes Kissen zu drücken, um die Körperwahrnehmung zu unterstützen. Übungen, die dabei helfen, den Körper als Einheit wahrzunehmen, werden empfohlen. Das hilft auch bei schmerzendem Rücken durch das viele Tragen oder unbequeme Stillpositionen. Rückbildung ist übrigens sowohl bei einer vaginalen Geburt als auch bei einem Kaiserschnitt sinnvoll. 

Wichtig: Jedes Kind ist einzigartig und deswegen entwickelt sich auch jedes Kind unterschiedlich. Das eine lächelt seine Eltern schon ganz früh an, hebt sein Köpfchen aber später als viele Gleichaltrige. Das andere brabbelt bereits mit wenigen Wochen vor sich hin, reagiert aber weniger gut auf Geräusche. Wieder andere Kinder haben mit dem Trinken keine Probleme, schlafen aber kaum länger als eine Stunde am Stück. Am besten können Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie ihm sein eigenes Entwicklungstempo lassen. Hast du trotzdem Zweifel, ob sich dein Kind altersgerecht entwickelt, kannst du dich an dein:e Kinderärzt:in wenden.

Verwendete Quellen: 

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