Pro und Contra Familienbett
 
Wo macht ihr die Augen zu?

Das Familienbett ist heute für viele Eltern die einfachste Lösung. Aber nicht für alle. Ein Pro und Contra.

PRO Familienbett : Malte, 35, Papa von Jakob, 22 Monate

Familienbett, Co-Sleeping
Thinkstock - Ron Chapple Stock

"Vor Jakobs Geburt haben wir die Wiege noch nicht einmal aufgebaut. Wir wussten ja: Er wird ohnehin direkt bei uns im Bett schlafen, so wie seine beiden großen Schwestern es auch getan haben. Es gibt doch nichts Natürlicheres, als neben seinem Baby zu schlafen. Menschen überall auf der Welt tun das, und solange man ein paar Sicherheitshinweise beachtet, ist das auch nicht gefährlich. Außerdem ist es total praktisch: Nachts muss keiner aufstehen, um das Baby zu beruhigen, auch das Stillen läuft wie nebenbei, und die kuschelige Geborgenheit im Familienbett tut sowieso allen gut. Jakob kennt es also gar nicht anders, als bei uns zu schlafen – und wir sehen bislang keinen Grund, daran irgendetwas zu ändern. Sicher: Wenn Jakob älter ist und in sein eigenes Bett umziehen will, werden wir das unterstützen. Doch bis dahin genieße ich es, jeden Morgen neben einem blonden Wuschelkopf aufzuwachen, der mir mit den Händen ins Gesicht patscht: ‚Aufstehn, Papa!’"

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CONTRA Familienbett: Lara, 29, Mama von Louis, 18 Monate

Babyschlaf
iStock, davidpalau

"Als Louis ganz klein war, hat er direkt neben mir im Beistellbett geschlafen – anders hätte ich mir das auch gar nicht vorstellen können. Wir merkten allerdings bald, dass die Nächte mit Baby im Schlafzimmer ganz schön unruhig sind: Wühlte mein Mann nachts im Bett, weckte er Louis auf. Umgekehrt wurde mein Mann sofort wach, wenn Louis im Schlaf irgendwelche Geräusche machte.
Deshalb habe ich mir schnell angewöhnt, mit ihm nachts zum Stillen ins Kinderzimmer zu gehen. Einmal legte ich Louis danach spontan einfach mal in sein Gitterbett. Und was passierte? Mein Sohn drehte sich um und schlief drei Stunden am Stück. Seitdem haben wir ihn immer mal wieder für ein paar Stunden in seinem Zimmer schlafen lassen. Mit etwa neun Monaten stillte Louis sich dann selbst ab. Seitdem wiegen wir ihn abends auf dem Arm in den Schlaf, legen ihn in sein Bettchen, und dort schläft er bis zum nächsten Morgen. Mein Mann und ich genießen es schon, unser Schlafzimmer jetzt wieder für uns zu haben – Angst, dass mit Louis irgendwas sein könnte, haben wir nicht: Sein Zimmer ist nur einmal über den Flur, die Tür immer auf. Und wir wissen: Wenn doch mal was ist, hören wir ihn sofort und können ihn schnell rüberholen."