Einschlafrituale
 
Womit lässt sich das Baby beruhigen?

Einschlafrituale helfen oft – zeigt unsere Umfrage. Und Eltern sind dabei ziemlich kreativ. Manchmal geht das allerdings nach hinten los.

Babyfüße
Thinkstock, fonseca_nuno

Heiße Luft

"Unser Kind brauchte das Geräusch des Föhns, um einzuschlafen. Wir hatten extra eine Haltevorrichtung am Wickeltisch montiert. Irgendwann ist das Ding durchgeschmort. Zum Glück waren wir im Nebenzimmer. Danach haben wir das Geräusch auf Tonband aufgenommen, ging auch."
Adrian aus Nürnberg, Papa von Liam, 2
 

Kopf. Stein. Desaster

"Ella war eine schlechte Schläferin. Aber im Kinderwagen schlief sie ein, vor allem, wenn es rhythmisch ruckelte. Also konnte man uns monatelang und mehrmals am Tag den Hamburger Weidenstieg hoch- und runterfahren sehen. Und dann war immer die Frage: Schaffen wir den Transfer mit der Babytragetasche in den zweiten Stock, ohne dass Ella aufwacht? Die Erfolgsquote lag bei etwa 40 Prozent. Was wir mit den anderen 60 Prozent gemacht haben? Weidenstieg, die nächste ... In dieser Zeit habe ich Leute beneidet, die ihre Kinder auf die rüttelnde Waschmaschine stellen konnten. Das wäre deutlich unaufwendiger gewesen."
Evi aus Hamburg, Mama von Ella, 1, und Ben, 3
 

Haarig

"Unser Sohn schlief nur ein, wenn ich mich danebenlegte und er meine langen Haare drehen konnte. Nach monatelangem Gezwirbel war ich so genervt. Ich empfand die Marotte meines Kindes beinahe als übergriffg. Eine Freundin, die Friseurin ist, sagte dann: Versuch es mal mit einer Perücke. Genial! Erst setzte ich die Perücke noch auf. Dann legte ich sie bloß noch ins Bett. Und ging raus!"
Beate aus München, Mama von Quirin, 3

Auf den Hund gekommen

"Unsere drei Kinder haben alle das gleiche Ritual: Sie brauchen im Bett einen Schal, der nach mir und meinem Parfum riechen muss.
Neulich haben wir einen Hund bekommen. Er fremdelte. Also haben die Kinder ihm auch einen von meinen Schals gegeben. Der riecht jetzt allerdings nicht mehr nach mir."
Julia aus Reinbek, Mama von Lulu, 2, Arjen und Famke, beide 4
 

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Sch(l)af schön!

Baby spielt mit Stofftier
Thinkstock, Monkey Business Images Ltd

"Irgendwann, Pia muss ein halbes Jahr alt gewesen sein, haben wir damit angefangen: Vor dem Schlafengehen wurde alles verabschiedet, was wichtig war – alle elf Kuscheltiere, das Froschbild an der Wand, die Vögel im Mobile, das Schaf auf der Bettdecke. Im Laufe der Wochen kamen dann immer mehr dazu: Irgendwann mussten wir 41 Gegenständen gute Nacht sagen, unter anderem auch der Wickelauflage, auf der zwölf Elefanten waren. Das dauerte ewig. Wie wir da wieder rausgekommen sind? Ich behauptete irgendwann: Das Schaf auf der Bettdecke mag es auch, wenn es viel gestreichelt wird. So fanden wir ein neues Einschlafritual: Schaf streicheln. Das Gute: Pia konnte das auch ohne uns. Und wir haben schnell zwei neue Schafgarnituren gekauft ..."
Peter aus Lünen, Papa von Pia, 2
 
 

Schlafwagen tipptopp

"Oskar war schon drei, als er plötzlich nur noch einschlafen konnte, wenn alle Spielzeugautos auf der Fensterbank nach Farben und Größen sortiert aufgereiht waren. Und wehe, es fehlte eins. Ich weiß nicht, wie oft wir abends grüne Frontlader und gelbe Matchbox-Autos gesucht haben. Es musste einfach immer die gleiche Ordnung herrschen, bevor sich Oskar ins Traumland verabschieden konnte. Dann hatte er Windpocken. Alles kam durcheinander. Auch die Ordnung auf der Fensterbank. Danach schlief er mit Frontlader im Bett. Aber nur noch mit einem."
Sybille aus Ulm, Mama von Oskar, 5, und Emil, 3

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