Betreuung
 
So gelingt die Krippeneingewöhnung

Krippeneingewöhnung
Thinkstock - Antonio_Diaz
Inhalt: 
Kinderkrippe - ein neuer LebensabschnittWie läuft die Eingewöhnung in der Kinderkrippe ab?Wie geht es nach dem Eingewöhnungsgespräch weiter?Wann kommt es zum ersten Abschied?Und wenn sich das Kind gut von der Mutter trennen kann?Wie lange dauert die Eingewöhnung normalerweise?Das größte Problem für die Eltern ist die Trennung an der Gruppentür. Wie schafft man es am besten, dass keine Tränen fließen?Gibt es bei der Eingewöhnung unterschiedliche Konzepte?Gibt es ein Alter, indem die Kleinen sich am besten eingewöhnen?Was ist, wenn Babys noch gestillt werden?Was ist von Seiten der Kinderkrippe bei der Eingewöhnung zu beachten?Wie glückt eine Eingewöhnung am besten?Wie werden die Eltern bei der Eingewöhnung begleitet?Welchen Kindern fällt die Eingewöhnung besonders leicht?Helfen Rituale?Gibt es Kinder, denen es besonders schwer fällt?

Wann kommt es zum ersten Abschied?

Am vierten oder fünften Tag versuchen wir, die Kinder das erste Mal von ihrem Elternteil zu trennen. Ganz wichtig dabei ist, dass sich die Eltern direkt bei ihrem Kind verabschieden - auch wenn die ersten Trennungen meistens nur ein paar Minuten dauern. Viele würden sich gerne in einem unbemerkten Moment davon schleichen - und damit selbst den Abschied umgehen. Aber für das Kind ist es wichtig zu sagen: "Ich gehe jetzt und hole dich später ab!". Außerdem sollten die Eltern mit ihrem Kind die Krippe direkt verlassen, wenn sie es nach der Trennung wiedersehen. Somit versteht das Kind, dass das Erscheinen des Elternteils bedeutet, dass es jetzt abgeholt und nach Hause gebracht wird. Klappt das gut, wird der Trennungszeitraum immer etwas verlängert. Die Reaktion des Kindes ist dabei maßgebend für den weiteren Verlauf der Eingewöhnung: Wenn das Kind so viel Vertrauen zu seiner Bezugserzieherin in der Gruppe gefasst hat, dass es sich von ihr trösten lässt, kann man die Trennungszeit weiter ausdehnen. Dann kann Mama oder Papa auch mal für 30 Minuten weg bleiben, im Nebenraum einen Kaffee trinken oder einen kurzen Spaziergang in der Umgebung machen. Die Betreuungszeit wird, wenn es gut klappt, immer weiter verlängert: Bis zum Mittagessen, bis nach dem Mittagsschläfchen, bis zur Nachmittagsbrotzeit und am Ende - meist nach etwa zwei Wochen - bis zur tatsächlich gebuchten Betreuungszeit.

Und wenn sich das Kind gut von der Mutter trennen kann?

In der Stabilisierungsphase versucht die Erzieherin immer mehr, die Fürsorge für das Kind zu übernehmen: Füttern, Wickeln und Spielen. Auch wenn sich das Kind gut von der Mutter trennen kann, sollte die Mutter in der Krippe bleiben, um im Notfall dazu geholt werden zu können. Am Ende der Eingewöhnung ist dies nicht mehr nötig, dennoch sollte ein Elternteil jederzeit telefonisch erreichbar sein, falls die Beziehung zur Erzieherin doch noch nicht ausreicht um das Kind zu beruhigen.