Betreuung
 
So gelingt die Krippeneingewöhnung

Krippeneingewöhnung
Thinkstock - Antonio_Diaz
Inhalt: 
Kinderkrippe - ein neuer LebensabschnittWie läuft die Eingewöhnung in der Kinderkrippe ab?Wie geht es nach dem Eingewöhnungsgespräch weiter?Wann kommt es zum ersten Abschied?Und wenn sich das Kind gut von der Mutter trennen kann?Wie lange dauert die Eingewöhnung normalerweise?Das größte Problem für die Eltern ist die Trennung an der Gruppentür. Wie schafft man es am besten, dass keine Tränen fließen?Gibt es bei der Eingewöhnung unterschiedliche Konzepte?Gibt es ein Alter, indem die Kleinen sich am besten eingewöhnen?Was ist, wenn Babys noch gestillt werden?Was ist von Seiten der Kinderkrippe bei der Eingewöhnung zu beachten?Wie glückt eine Eingewöhnung am besten?Wie werden die Eltern bei der Eingewöhnung begleitet?Welchen Kindern fällt die Eingewöhnung besonders leicht?Helfen Rituale?Gibt es Kinder, denen es besonders schwer fällt?

Wie lange dauert die Eingewöhnung normalerweise?

Eltern sollten sich auf jeden Fall zwei bis vier Wochen Zeit nehmen, um ihr Kind während der Eingewöhnung zu begleiten. Dabei ist es wichtig, dass sie für ihr Kind in dieser Zeit auch wirklich zur Verfügung stehen und im Zweifelsfall auch in die Kinderkrippe kommen können. Bei 80 Prozent der Kinder dauert die Eingewöhnung circa 14 Tage. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese dann komplett abgeschlossen ist. Trennen sich die Kinder einigermaßen gut von ihren Eltern, geht die Eingewöhnung in der Gruppe weiter. Am Anfang konzentrieren sich die Krippenneulinge nur auf ihre Bezugsbetreuerinnen, sollen im Laufe der ersten drei Monate aber auch Vertrauen zu den anderen Erzieherinnen aufbauen. Die Kita ist oft von acht bis achtzehn Uhr geöffnet, jedoch arbeiten die Erzieherinnen in unterschiedlichen Schichten. Das bedeutet, dass die Bezugserzieherin zwar während der Eingewöhnung immer anwesend ist, im Verlauf des Krippenalltags aber nicht immer da sein kann. Eine Übergabe der Kinder muss zu allen drei Erzieherinnen möglich sein. Außerdem nehmen Kleinkinder Veränderungen nur langsam an: Die Eingewöhnung in der Krippe ist ein riesiger Schritt für sie. Deswegen versuchen wir mit unseren Neuankömmlingen erst einmal in den Gruppenräumen zu bleiben. Eine räumliche Veränderung ist am Anfang für die Neulinge noch zu viel. Bis sich ein Kind an den Ablauf und die Rituale in der Krippe gewöhnt hat, vergehen in der Regel drei Monate. Erst dann ist das Kind richtig eingewöhnt.

Das größte Problem für die Eltern ist die Trennung an der Gruppentür. Wie schafft man es am besten, dass keine Tränen fließen?

Wir legen es gar nicht darauf an, dass die Kinder nicht weinen. Viele sind noch klein und können sich nicht anders ausdrücken. Wenn der Elternteil geht, reagieren viele Kinder mit Tränen, weil das für sie ungewohnt ist. Weinen bedeutet nichts anderes als "Ich mag das nicht!". Vielen Eltern blutet das Herz, wenn ihre Kinder anfangen zu weinen - verständlich, denn sie vertrauen uns das Wertvollste an, was sie besitzen. Doch Tränen bedeuten nicht, dass eine Eingewöhnung nicht erfolgreich war. Wenn ein Kind gegen den Abschied vom Elternteil protestiert - egal ob mit Tränen oder ohne - ist das vollkommen okay, denn es zeigt Bindungsverhalten. Das Vertrauen zur Erzieherin sollte jedoch so groß sein, dass sich das Kind von ihr danach trösten lässt und das Spielangebot in der Gruppe annehmen kann.