Babyernährung
 
So kommen Babys auf den Geschmack

Das Auge isst mit - das gilt auch für kleine Feinschmecker. Die Breiphase ist meist kürzer als viele Eltern meinen. Lesen Sie hier, warum schon Babys auf einfallsreiches Essen großen Wert legen.

Was die Mutter isst, prägt das Baby

Babyernährung: So kommen Babys auf den Geschmack

Schon im Mutterleib kann ein Baby die vier Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter unterscheiden. Wobei Ungeborene eine leichte Süße bevorzugen, wie sich bei entsprechenden Studien zeigte. Wahrscheinlich ist das in der Menschheitsgeschichte als Hilfe beim Überleben programmiert: Was in der Natur süß schmeckt, ist selten giftig.

Die Gene allein bestimmen trotzdem nicht, was dem Baby schmeckt. Das haben Forscher in Philadelphia (USA) herausgefunden: Frauen wurden angeregt, im letzten Drittel der Schwangerschaft und dann während der Stillzeit entweder mehr Karottensaft oder Wasser zu trinken. Der Karottensaft zeigte bei den Babys Wirkung in einer Vorliebe für Möhrenbrei.

Neugier macht Appetit auf neue Speisen

Viele Babys wollen von sich aus mit etwa einem halben Jahr nicht mehr nur gestillt werden, weil es ihnen zu langweilig wird. In dieser Phase geht ein Baby besonders offen auf neue Nahrung zu, wie amerikanische Wissenschaftler in Boston und San Francisco festgestellt haben. Nutzen Sie also die Neugier Ihres Kindes und seien Sie vor allem gegen Ende des ersten Lebensjahres immer einfallsreicher. Tomaten kann man roh oder gekocht essen, Kartoffeln als Brei, gebacken als ganzes in der Schale oder geschält, Äpfel in Scheiben oder als Apfelmus, Karotten und Gurken in Stangen geschnitten und dazu einen gesunden Dip aus Joghurt und Kräutern.

Das Auge isst mit

Die Breiphase ist meist kürzer, als viele Eltern meinen. Bitte etwa ab dem neunten Lebensmonat nicht mehr alles zermantschen. Kleine Kinder sind zudem heikel. Sie wollen nicht, dass die Soße den Spinat berührt oder die Tomaten dem Fleisch nahe kommen. Achten Sie auf Farbtupfer beim Essen. Rot regt den Appetit an, gelb und orange wirken ähnlich.. Der Trick funktioniert auch, wenn Sie farbiges Besteck benutzen.

Die Eltern legen den Speiseplan fest

Sie als Eltern haben großen Einfluss, ob Ihr Kind auf den Geschmack gesunder Ernährung kommt oder nicht. Was Sie essen, wird auch dem Baby schmecken und umgekehrt, was Eltern nicht mögen, rühren ihre Kleinen auch nicht an, wie Volker Pudel, Leiter des ernährungspsychologischen Instituts der Universität Göttingen, entdeckt hat. Klar, essen Sie wenig Gemüse oder trinken Sie keine Milch, wird sich auch Ihr Kind kaum dafür begeistern.