Baby-Ernährung
 
Die richtige Milch fürs Baby

Die Milch macht's! Aber welche? Muttermilch, Pre-Milch, Kuhmilch, Folgemilch - hier erfahren Sie, welche Milch wann die richtige ist!

Muttermilch

Baby-Ernährung: Die richtige Milch fürs Baby

Muttermilch ist in den ersten Monaten perfekt. Immer dabei, optimal temperiert und portioniert. Kein Fläschchen spülen, keine Sauger auskochen, und niemand muss den Pulvervorrat im Auge behalten. Außerdem ist ausschließlich Stillen in den ersten vier Monaten als Allergieprävention ideal – später ist kein Effekt mehr festzustellen. Klar können Sie danach gern weiterstillen. Aber auch ohne schlechtes Gewissen eine Säuglingsmilch füttern und mit dem ersten Brei beginnen.

Fettarme Milch

Fettarme Milch ist vor allem für Mager-Babys nicht ideal, weil sie zu wenig Kalorien und Energie liefert. Ein kleiner Buddha verträgt auch mal einen Schluck fettarme Milch im Brei.

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Frischmilch versus H-Milch

Frischmilch versus H-Milch ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Gehen Sie es pragmatisch an: Wenn Sie selbst täglich Frischmilch für die Latte Macchiato nehmen, kommt die auch in den Babybrei. Wenn nur das Baby die Milchvorräte nutzt, kriegt es besser H-Milch, weil dann ein Liter locker eine Woche reicht.

Pre-Milch

Pre-Milch entspricht nicht nur im Eiweiß- und Fettgehalt der Muttermilch am besten, sondern enthält wie diese ausschließlich Lactose (Milchzucker) als einziges Kohlenhydrat. Kann das Baby im ganzen ersten Jahr trinken.

Folgemilch

Folgemilch enthält zusätzlich Stärke, damit die Milch besser satt macht. Folgemilch1 darf ab der Geburt gefüttert werden, Folgemilch 2 erst ab vier bis sechs Monaten (je nach Hersteller).

Joghurt, Quark und Co.

Joghurt, Quark und Co. sind als Nahrungsergänzung prima. Also gern ein, zwei Esslöffel in den Brei rühren. Ein ganzer Joghurt ist für ein Baby unter einem Jahr zu viel (zu wenig Eisen, zu viel Eiweiß).

Kuhmilch

Kuhmilch war lange Zeit ein absolutes No-go in der Babyernährung und als Allergierisiko verschrien. Zu Unrecht, wie man inzwischen weiß. Zwar hat Kuhmilch im Fläschchen nach wie vor nichts verloren, weil ihre Nährstoffzusammensetzung für Menschenbabys nicht optimal ist: zu wenig Eisen, zu viel Eiweiß und Kalzium. Weshalb größere Mengen Kuhmilch im ersten Lebensjahr nach wie vor tabu sind. Der Milchbrei, den das Baby etwa ab dem siebten Lebensmonat bekommt (als dritte Breimahlzeit nach Gemüse- und Getreide-Obst-Brei), darf aber gern mit Kuhmilch angerührt werden. Auch in den Kartoffelbrei fürs Baby kann ein großzügiger Schluck Milch.

Milch im zweiten Lebensjahr

Im zweiten Lebensjahr sollten Kinder im Schnitt 300 ml Milch und Milchprodukte pro Tag zu sich nehmen. Also: Käse, Joghurt, Milch (jetzt auch gern aus dem Becher). Das ist natürlich nur ein Durchschnittswert, der sich im Laufe einer Woche ausmittelt.