Babyhaut
 
Babyakne, Milchschorf und Co.

Pfirsichbäckchen und rosige Haut - Babyhaut scheint makellos zu sein. Doch nicht alle Säuglinge sehen aus, wie frisch aus dem Werbespot. Schon Babys kennen erste Hautprobleme: Ob Milchschorf, Babyakne oder Mongolenfleck - Neugeborene können die unterschiedlichsten Hautveränderungen haben. Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Storchenbiss

Babyhaut: Babyakne, Milchschorf und Co.
mauritius images/ Stockbyte

Manche Babys kommen mit einem roten Hautfleck am Hinterkopf zur Welt - dem sogenannten "Storchenbiss". Der etwas ungewöhnliche Name geht auf die unverfänglichen Aufklärungsgeschichten früherer Tage zurück: Damals, als die Babys noch vom Klapperstorch gebracht wurden, hatten die Kinder ein rotes Mal, weil sie der Storch angeblich dort im Schnabel gehalten hatte. Mit dem Klapperstorch hat das Hautmal natürlich nichts zu tun, vielmehr treten an den betroffenen Stellen, die auch an der Stirn oder den Augenlider zu finden sind, vermehrt erweiterte Kapilargefäße auf. Da diese kleinen Äderchen gut durchblutet sind, ergibt sich auch die rote Färbung. Wenn das Baby schreit oder sich anstrengt, wird der Fleck kurzzeitig sogar noch dunkler, weil dann die Durchblutung noch stärker ist. Grundsätzlich ist der Storchenbisse aber eine harmlose Erscheinung, die sich meistens während des ersten Lebensjahres zurückbildet.

Mongolenfleck

Hört sich exotisch an und kommt tatsächlich in unseren Breiten selten vor: Der Mongolenfleck auch "Steißfleck" oder "Sakralfleck" genannt. Manchmal zeigt sich der auffällige aber harmlose Pigmentfleck auch hierzulande bei eher dunklen Babys. Im asiatischen Raum und in Afrika kommt hingegen fast jedes Baby mit der auffälligen Pigmentierung, die sich über dem Steißbein, am Gesäß oder am Rücken befinden kann, zur Welt. Wie bei allen Muttermalen ist die Ursache für dieses unregelmäßige, bläuliche Mal eine harmlose Ansammlung von Pigmentzellen. Der Mongolenfleck verschwindet meist im Kindergartenalter oder spätestens bis zur Pubertät.

Neugeborenenakne

Pickel sind nicht nur Teenagern vorbehalten - auch jedes fünfte Baby bekommt in den ersten sechs Wochen nach seiner Geburt unschöne Pusteln, Mitesser und Pickelchen. Dabei neigen kleine Jungs viermal häufiger zu Hautunreinheiten als kleine Mädchen. Der Grund: Babys machen nach der Geburt eine Hormonumstellung durch, die sich auch auf die Haut auswirken kann. Behandeln muss man die Babyakne normalerweise nicht. Häufig verschwinden die Pickelchen nach zwei bis vier Wochen genauso schnell, wie sie gekommen sind.

Blutschwamm

Der Blutschwamm, auch Hämangiom genannt, ist eine sehr auffällige Hautveränderung. Ungefähr zwei bis drei Prozent aller Neugeborenen kommen mit einem Blutschwamm zur Welt - bei Frühchen sogar jedes zehnte Baby. Am häufigsten treten Blutschwämme am Kopf und Hals auf. Blutschwämme sind gutartige Tumore der Blutgefäße, die etwas erhaben sind und normalerweise nicht bösartig werden. Sie zeigen aber unterschiedliche Wachstumstendenzen: Manche Blutschwämme werden langsam größer, andere bilden sich mit der Zeit zurück. Bei Babys sind sie häufig bei der Geburt nur ganz leicht vorhanden, treten dann aber innerhalb des ersten Lebensjahres immer stärker hervor.

Milien

Besser bekannt sind Milien unter dem Begriff "Grießkörner". Die kleinen weißen Körnchen hat fast jedes Baby unter der Haut. Milien können sich binnen Tagen stark vermehren und kommen nicht nur im Gesicht vor, sondern am gesamten Körper. Milien sind eigentlich kleine Zysten, die sich an den Ausgängen der Talgdrüsen bilden. Sie entstehen, wie auch die Babyakne, durch die Hormonumstellung die jedes Baby nach seiner Geburt durchmacht. Sie müssen nicht behandelt werden, sondern verschwinden nach einigen Wochen von alleine.

Milchschorf

Der Name ist etwas missverständlich, weil der Milchschorf nichts mit einer Milchallergie zu tun hat. In seinem Aussehen ähnelt er vielmehr übergekochter Milch auf der Herdplatte. Manchmal ist die gelbe Schuppenschicht so unansehnlich, dass man dem Baby am liebsten gar nicht das Mützchen absetzten möchte. Milchschorf auch "Säuglingsekzem" genannt, verschwindet im Laufe des ersten Lebensjahres von alleine. Abkratzen sollte man den Schorf nicht. Um die Krusten aber etwas zu lösen, kann man die Kopfhaut mit Öl einmassieren.