Baby-Ernährung
 
Salz fürs Baby?

Babys reagieren sehr empfindlich auf Salz, das wurde jetzt von neuen Forschungsergebnissen wieder bestätigt. Wie viel Salz Babys vertragen, was Sie beim Mineralwasser beachten sollten und welches Salz am gesündesten ist, erfahren Sie hier.

Darf ich fade Babybreie nachsalzen?

Baby-Ernährung: Salz fürs Baby?

Bitte nicht! Babys reagieren sehr empfindlich auf Salz. Bekommen sie zu viel davon, lässt das ihren Blutdruck steigen. Und zwar langfristig! So haben selbst 15-Jährige noch erhöhten Blutdruck, wenn sie im Babyalter zu salzig ernährt wurden. Das hat eine Studie aus den Niederlanden gezeigt. Im ersten Lebensjahr sollte die Ernährung deshalb so salzarm wie möglich sein. Der natürliche Salzgehalt in der Muttermilch wie auch in Gemüse, Getreide und Fleisch reicht aus, um den Salzbedarf eines Babys zu decken.

Wie viel Salz vertragen Kinder ab einem Jahr?

Für Salz gilt grundsätzlich: je weniger, desto besser. Denn Essen, das salzig schmeckt, verdirbt die Geschmacksnerven. Was schade ist, weil die Zunge für die Aromen von Kräutern und anderen Gewürzen dann nicht mehr fein genug ist. Hinzu kommt: Salzreiche Ernährung erhöht das Risiko für Übergewicht. Forscher haben beobachtet, dass Kinder zum Beispiel von einer salzigen Pizza mehr essen. Und weil Salz durstig macht, dabei auch mehr trinken. Und zwar vor allem kalorienreiche Getränke wie Saft, Schorle, Limo und Cola.

Wie wichtig ist der Salzgehalt im Mineralwasser?

Familien, die lieber Mineral- als Leitungswasser trinken, sollten unbedingt darauf achten, dass es natriumarm und gleichzeitig kalziumreich ist. Deshalb beim Kauf das Etikett verschiedener Flaschen miteinander vergleichen.

Ist Meersalz gesünder als normales Speisesalz?

Das wird oft behauptet. Fakt ist jedoch: Meersalz besteht wie Kochsalz zu 98 Prozent aus Natriumchlorid. Der Anteil an zusätzlichen Mineralstoffen (z. B. Kalium, Magnesium) und Spurenelementen ist also sehr gering. Weshalb eine besondere Wirkung auf die Gesundheit bis jetzt nicht nachgewiesen werden konnte.

Ist jodiertes Salz ein Muss?

Am besten, Familien verwenden jodiertes Salz, dem auch noch Fluorid und Folsäure zugesetzt sind. Nur so ist eine ausreichende Versorgung mit diesen drei Mikro-Nährstoffen gewährleistet. Ist die Jodid-Zufuhr zu gering, kommt es zu Schilddrüsenerkrankungen. Bei Fluoridmangel entsteht leicht Karies. Und Folsäure- Defizite können zu Fehlbildungen beim Ungeborenen sowie zu Störungen im Stoffwechsel führen.