Stillzeit
 
Ingwer in der Stillzeit: Wie gesund ist das?

In der Schwangerschaft hast du dich bei Ingwer zurückgehalten, aber jetzt möchtest du auf den Geschmack der würzigen Knolle nicht mehr verzichten? Kein Problem, Ingwer in der Stillzeit ist sogar gesund! Wie er dir und deinem Baby gut tun kann und wann du trotzdem besser verzichtest, erfährst du hier.

Frischer Ingwer mit Teeglas
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Auf einen Blick
Artikelinhalt
  • Ingwer ist wegen seines intensiven Aromas und seiner leichten Schärfe in vielen Gerichten und als Tee sehr beliebt.
  • Nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin wird er als Heilmittel eingesetzt.
  • In der Stillzeit getrunken kann er Mutter und Kind bei verschiedenen Beschwerden gut tun.
  • Frischer Ingwertee lässt sich ganz einfach zuhause zubereiten.

Mmmmh, ein würziges Curry mit frischem Ingwer, wärmender Ingwertee oder frische Limonade mit Minzblättern und Ingwerscheiben: Das intensive Aroma und die feine Schärfe machen die asiatische Knolle so beliebt.
Und gesund ist sie auch noch! Dank der Inhaltsstoffe seines ätherischen Öls, unter anderem Zingiberol und Gingerol, wird er nicht nur in der traditionellen chinesischen Medizin frisch oder getrocknet eingesetzt bei

  • Übelkeit
  • Magenbeschwerden
  • Verdauungsproblemen
  • Blähungen
  • Erkältungen

Ingwer und Stillen: So kann die Knolle dir und deinem Baby gut tun

Zwar heißt es, dass Ingwer in der Schwangerschaft sogar Wehen auslösen kann, wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht. Im Gegenteil: In Maßen wird die Wurzel sogar als Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit empfohlen. Und In der Stillzeit? Da überwiegen ganz eindeutig die Vorteile:

  • Du willst die Milchbildung anregen? Ingwer in der Stillzeit steht im Ruf, genau das zu tun.
  • Bei Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und bei Erkältungen kannst du es statt mit Medikamenten erst einmal mit Ingwer versuchen.
  • Wenn dein Baby unter Blähungen leidet, kannst du ihm vielleicht helfen, indem du Ingwerwasser trinkst.
  • Ingwertee ist eine gute Abwechslung, wenn du fürs Stillen viel trinken willst.
  • Du liebst Weißwein, aber der ist in der Stillzeit natürlich tabu? Versuch es mit einer gekühlten Ingwer-Limonade mit etwas Zitrone.

Kann Ingwer in der Stillzeit meinem Baby schaden?

Nein, darauf gibt es keinen wissenschaftlichen oder sonstigen Hinweis. „Embryotox“, der Infoservice, den das Berliner Universitätsklinikums Charité für Ärzte und medizinische Fachleute rund um Arzneimittel in der Schwangerschaft anbietet, schreibt: „Es liegen keine Daten zum Übergang von Ingwer in die Muttermilch vor.“

Ingwertee: So kannst du ihn schnell frisch zubereiten

frischer Ingwer, ganz und gerieben
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Es gibt gleich zwei Arten, frischen Ingwertee zuzubereiten:

  1. Ein Stück Wurzel mit einem scharfen kleinen Messer schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben in einen Becher oder eine Kanne geben und mit kochendem Wasser übergießen. Zehn Minuten oder länger ziehen lassen und genießen. Nach Geschmack süßen und eventuell mit ein paar Tropfen Zitronensaft und frischer Minze abschmecken.
  2. Das Stück Ingwer mit einem scharfen kleinen Messer schälen und fein reiben. Dann wie oben mit kochendem Wasser aufgießen. Wer die geriebenen Stückchen nicht mittrinken mag, kann den Tee nach dem Ziehen durch ein feines Sieb gießen.

Wichtig: am besten Ingwer aus biologischem Anbau verwenden, um Schadstoffe zu vermeiden. Die Bio-Knollen sind zwar meist kleiner und schwieriger zu schälen, die Schale kann bei ihnen aber auch mitverwendet werden.
Wenn er dir besser schmeckt, kannst du aber auch getrockneten Ingwer als Tee aufgießen, sei es aus losen Stückchen, Pulver oder aus Teebeuteln.

Wann sind Ingwer und Stillen keine gute Kombination?

Wie alle Lebensmittel mit starkem Aroma kann der Geschmack von Ingwer in die Muttermilch übergehen. Manche Babys stört das nicht, andere wollen dann eventuell nicht trinken. Wenn du merkst, dass dein Baby den Geschmack von Ingwer in der Milch nicht mag, dann ist es besser, den Konsum einzuschränken oder sogar bis zum Ende der Stillzeit ganz zu verzichten.

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