Insektenschutz
 
Insektenschutz für Babys und Kleinkinder

Stechmücken, Wespen und Zecken gehören leider auch zu warmen Sommertagen und lauen Sommernächten. Besonders für Kinder und Babys sind Stiche unangenehm, vor allem wenn sie nachts schmerzen und jucken. Glücklicherweise sind die meisten Insektenstiche harmlos, Du kannst sie selbst behandeln und sie klingen in der Regel nach ein paar Tagen ab. Wie Du Insektenstiche behandelst, wann Du besser mit Deinem Kind zum Arzt gehst und was Du tun kannst, damit es erst gar nicht zu Stichen kommt, zeigen wir Dir hier:

Insektenschutz: Insektenschutz für Babys und Kleinkinder
iStock, EmBaSy
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Vorsicht bei Anti-Insekten-Mitteln für Babys und Kleinkinder!

Handelsübliche Mittel oder Repellentien, wie man die Sprays, Gele oder Lotionen gegen Insekten und Zecken im Fachjargon nennt, eignen sich nicht für Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren. Die Wirkstoffe reizen die Schleimhäute und können allergische Reaktionen hervorrufen. Laut "Stiftung Warentest" sind alternative Antimücken-Mittel, auf Basis ätherischer Öle, ebenso wirkungslos wie Antimücken-Armbänder. Außerdem reizen ätherischen Öle auch die Schleimhäute kleiner Kinder und Babys und können allergische Reaktionen auf der Haut herbeiführen.
Von Mückensteckern mit Biozidverdampfern raten Experten auch ab, denn je giftiger deren Wirkung gegen Mücken, desto größer ist auch die Gefahr, dass die Chemikalien auch für Menschen und insbesondere für Kinder ungesund sind. Wie kannst Du Dein Kind also unbedenklich vor bösen Insekten schützen und was verschafft Linderung, wenn doch mal was gestochen hat? Klick Dich durch unsere Galerien und erfahre mehr.
 
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Insekten aussperren!

Die wirksamste und gleichzeitig eine für Babys und Kleinkinder völlig unbedenkliche Methode, sich vor Mücken und anderen Insekten zu schützen ist es, das Getier gar nicht erst in die Wohnung zu lassen. Wenn Ihr in einem Gebiet lebt, in dem im Sommer viele unangenehme Stechmücken vorkommen, sind Insektenschutzgitter an den Schlafzimmerfenstern und Türen nach draußen eine sehr sinnvolle Investition. Unterwegs und auf Reisen kannst Du Dein Kind mit praktischen Insektenschutznetzen für Buggy, Autositz, Reisebettchen und Co. vor ungebetenen Blutsaugern schützen.
 

So kommt Deinem Kind keine Mücke zu nahe

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Mit der richtigen Kleidung Stichen vorbeugen

An nicht allzu heißen Tagen ist helle und luftige Kleidung, die bestenfalls auch Arme und Beine bedeckt ein guter Schutz vor Insektenstichen. Von greller und gemusterter Kleidung ist abzuraten, denn diese lockt die Insekten an. Am besten eignen sich Kleidungsstücke aus leichten Baumwoll- oder Leinenstoffen. Oversize-Schnitte, die nicht eng anliegen sowie Pump- oder Chinohosen erfüllen nicht nur modische Aspekte, sondern schützen Dein Kind auch vor lästigen Stichen und sind dennoch nicht zu warm. Ein luftiger Sommerhut schützt den Kopf Deines Kindes vor Sonne und Insekten.

Helle und luftige Kleidung zum Schutz vor Stichen

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Insektenschutzmittel für Kinder frühestens ab zwei Jahren

Kinder unter zwölf Monaten dürfen überhaupt nicht mit Repellentien in Berührung kommen. Nach Vollendung des ersten Lebensjahres vertragen Kinder Antimückenmittel auf Basis des Wirkstoffes EBAAP, wenn diese sparsam aufgetragen werden. Da Babys gerne mal Händchen und Ärmchen in den Mund nehmen, wodurch ihre Schleimhäute in Kontakt mit den aufgetragenen Mitteln kommen, empfehlen wir allerdings, bei Kindern unter zwei Jahren besser auf Repellentien zu verzichten. Nach Vollendung des zweiten Lebensjahres vertragen Kinder in der Regel spezielle Repellienten zur Vorbeugung von Insektenstichen und Zeckenbissen. Wichtig ist, dass das Insektenschutzmittel ausdrücklich für Kinder geeignet ist. Kinder-Insektenschutzmittel haben eine geringere Wirkstoffkonzentration als Mittel für Jugendliche und Erwachsene.
Repellienten mit dem Wirkstoff DEET schützen am besten gegen tag- und dämmerungsaktive Mücken sowie Malariaüberträger. Sie halten die Insekten für mehrere Stunden vom Stechen ab. Doch natürlich gilt: keine Wirkung ohne Nebenwirkung! Wer also nicht in tropischen Risikogebieten unterwegs ist sollte besser auf Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin zurückgreifen. Diese reichen in der Regel in Deutschland aus und sind etwas besser verträglich. Das "Autan Gel Junior" mit einer Icaradin-Konzentration von 10 Prozent belastet die Schleimhäute nur wenig. Allerdings schützt es auch nur „ausreichend“ gegen Mückenstiche.

 

Was tun, wenn doch mal was zugestochen hat?

Manchmal hilft die beste Vorsorge nichts. Ganz ohne Mückenstiche kommt eben keiner durchs Leben. Doch keine Sorge, die allermeisten Insektenstiche heilen schnell ab und Du kannst sie, wenn überhaupt nötig selbst behandeln. Etwas mehr Vorsicht ist bei Wespenstichen geboten. Wenn Dein Kind im Rachenraum gestochen wurde oder allergisch reagiert (rasche Ausbreitung der Rötung, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Erbrechen, kalter Schweiß, Bewusstlosigkeit) solltest Du sofort einen Arzt aufsuchen.
Zur Linderung harmloserer Insektenstiche gibt es zum Glück einige Dinge und Mittel, die im Sommer in keiner Hausapotheke fehlen sollten. Laut den Experten von "Stiftung Warentest" müssen es keine Gele aus der Apotheke sein. Diese sind teuer und helfen nicht besser als bewährte Hausmittel. Viele dieser Gele enthalten zwar Anti­histaminika, der Wirk­stoff dringt aber nicht tief genug in die Haut ein, um den Juck­reiz zu mindern. Linderung verschaffen die Gele nur, weil sie kühlen, wenn sie auf der Haut verdunsten. Wenn Dein Kind heftig oder allergisch auf Mücken­stiche reagiert, kann man zu hydrokortisonhaltigen Salben greifen. Diese sollten aber nur kurz­zeitig angewendet werden. Frage hierzu am besten Deinen Kinderarzt oder Apotheker um Rat.
Hier erfährst Du , wie man mit einem Zeckenbiss umgeht und hier kannst Du nachlesen, wie Du Erste Hilfe bei Zeckenbissen und Wespenstichen mit homöopathischen Mitteln unterstützen kannst.

Insektenstiche behandeln

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