Stillen
 
Stilldemenz: Alles nur Einbildung?

Die EC-Karte im Laden liegen gelassen, beim Einkaufen die Hälfte vergessen, dazu die Frage "hab ich den Herd wirklich ausgemacht?". Viele Mütter sind in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt sehr vergesslich. Was es mit dem Mama-Blackout auf sich hat, erfährst Du hier.

Stillen: Stilldemenz: Alles nur Einbildung?

Nein, Du bildest Dir die Stilldemenz nicht ein! Studien belegen, dass in der Stillzeit die Konzentrations- und Gedächtnisleistung bei vielen Müttern vermindert ist. Ihr Erinnerungsvermögen entspricht in etwa dem einer 60-Jährigen. Da es sich jedoch um keine Krankheit im eigentlichen Sinne handelt, kannst Du ganz entspannt reagieren: Nach ungefähr einem Jahr arbeitet Dein Hirn wieder völlig normal.

Leiden nur stillende Mamas unter Stilldemenz?

Nein, die Vergesslichkeit befällt auch Fläschchenmamas. Das beweist: Die Ursachen sind weniger beim Stillen zu suchen als in Stress und Schlafmangel der ersten Monate mit Baby. Übrigens leiden zum Teil auch Männer unter Stilldemenz.

Macht Stillen vergesslich?

Wie kommt es zur Stilldemenz?

Für die Pannen des mütterlichen Gehirns ist eine ganze Reihe von Faktoren verantwortlich. In den Monaten nach der Geburt ihres Kindes befinden sich Frauen in einem Ausnahmezustand: Ihr Rhythmus wird täglich neu durcheinandergewirbelt, gedanklich dreht sich alles um das neugeborene Baby - und der permanente Schlafentzug tut natürlich sein Übriges. Wer über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf bekommt, ist dadurch weniger leistungsfähig, die Gedächtnisleistung lässt zu wünschen übrig.
Auch mitverantwortlich: der erhöhte Hormonspiegel nach der Geburt. Er sorgt dafür, dass der Körper die Geburt gut verarbeitet und den Geburtsschmerz aus der Erinnerung löscht. Und des öfteren wird da noch mehr gelöscht. Und so landet das Smartphone eben mal im Kühlschrank, die Haustür steht offen, wenn man nach Hause kommt und der Name der Nachbarin will einem partout nicht mehr einfallen. Tröstlich: Nach spätestens einem Jahr arbeitet das Hirn wieder wir vor der Schwangerschaft. Bis dahin kannst du Dir folgende Tipps ganz vorn ins Notizbuch schreiben:

  • Mindestens zwei Liter Wasser täglich bringen das Hirn in Schwung!
  • Nicht vergessen: entspannen, entspannen, entspannen. Und schlafen, wenn das Baby schläft.
  • Arbeite mit, nicht gegen Deinen Rhythmus: Fordere Dein Hirn möglichst nur dann, wenn Du Dich fit fühlst.
  • Lege Schlüssel, Geldbeutel, Handy etc. immer an denselben, angestammten Platz.
  • Außer Notizbüchern helfen auch Haftzettel weiter. Aber pappe die nur an Stellen, wo Du sie auch wiederfindest!

Das hilft Dir auf die Sprünge

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