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Ab wann in den Buggy Vom Kinderwagen in den Buggy – das gilt es beim Wechsel zu beachten

Ab wann in den Buggy: Baby im blauen Body sitzt angeschnallt im Buggy
© Anna Nahabed / Shutterstock
Im Alltag erweist sich ein Buggy oft als praktischer als der klassische Kinderwagen – er ist leichter, kompakter und lässt sich platzsparender zusammenfalten. Doch ab wann ist der Buggy für ein Baby geeignet? Wir haben das Wichtigste zum Wechsel vom Kinderwagen in den Buggy für euch zusammengefasst.  

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Ab wann Buggy statt Wanne? 

Die Versuchung von der Liegewanne zum Buggyaufsatz zu wechseln, ist gerade bei neugierigen Babys, die partout nicht in der flachen Wanne ihres Kinderwagens liegen wollen, groß. Kinderärzte empfehlen dennoch, Babys erst im Buggy zu transportieren, wenn diese selbstständig aufrecht sitzen können. Das ist in der Regel im Alter zwischen sechs und acht Monaten der Fall. Diese Empfehlung gilt übrigens auch für Liegebuggys. Denn auch wenn diese von den Herstellern gerne für Babys ab Geburt empfohlen werden, zeigt sich in Verbrauchertests immer wieder, dass kein Liegebuggy sich wirklich komplett flach stellen lässt.  

Darum gehören Neugeborene nicht in den Buggy 

Neugeborene verbringen den Großteil ihres Tages mit Liegen und Schlafen. Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur ist noch nicht stark genug, um das schwere Köpfchen und das Skelett aufrecht zu halten. Am besten werden sie deshalb in einer waagerechten Liegeposition transportiert, in der Kopf und Rücken rundum abgestützt sind. Zu frühes Sitzen – und dazu gehört auch die halbliegende Position der Liegebuggys – birgt die Gefahr, den Gelenken und der Wirbelsäule des Kindes zu schaden. Dazu sind Babys im Sportaufsatz nicht so gut vor der Umwelt abgeschirmt wie im Kinderwagen. Und auch die Polsterung kann selten mit der Matratze in der Liegewanne mithalten.  

Wenn dein Baby nicht mehr in die Wanne passt – ab wann ein Buggy mit Liegefunktion? 

Ab wann ein Buggy benötigt wird, hängt nicht zuletzt auch von der Größe des Kindes ab. Oft sind die Liegewannen der Kinderwagen so knapp bemessen, dass einige Babys schon mit fünf Monaten zu groß dafür sind. So sind Eltern, die nicht auf eine Babytrage ausweichen möchten, genötigt, den Kinderwagen schon zum Buggy umzubauen, obwohl ihr Baby noch gar nicht selbstständig sitzen kann. In diesem Fall kommt dir ein Kombi-Kinderwagen zugute. Hier lässt sich der Buggyaufsatz in der Regel in eine flachere Position bringen als die Rückenlehne der meisten Buggys mit Liegefunktion und – auch das ist ein großes Plus im Vergleich zu herkömmlichen Buggys – die Blickrichtung des Kindes während der Fahrt ist wählbar. So hat dein Baby dich auch im Sportwagen stets im Blick und fühlt sich sicher.  

Wichtig ist, dass dein Baby es auch im offenen Sportaufsatz schön warm hat. Dafür sorgt ein wind- und wasserabweisender, passender Fußsack, der zusätzlich polstert. Mit Lammfell gefüttert, ist er im Winter besonders kuschelig.

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Ab wann ist dein Baby bereit für den Buggy?

Sitzen lernen ist ein Prozess, der nicht über Nacht passiert. Wenn dein Baby 

  • sein Köpfchen ohne Hilfe selbst halten kann, 
  • sich selbständig hochziehen kann, 
  • ohne Hilfe aufrecht sitzen kann,  
  • sich allein aufsetzt und sitzen bleibt,  

dann ist seine Muskulatur ausgereift genug, um sicher im Buggy mitzufahren. Wenn die Rückenlehne des Sportwagens sich verstellen lässt, ist auch zwischen diesen Entwicklungsschritten gegen kleine Probefahrten in halbliegender Position nichts einzuwenden. Wichtig ist, dass dein Kind nicht andauernd und auch nicht über längere Strecken in eine unnatürliche Sitzposition gebracht wird.  

Kombi-Kinderwagen oder Buggy – was ist der Unterschied? 

Sowohl der Kombi-Kinderwagen als auch der Buggy haben ihre Vor- und Nachteile und sind deshalb jeweils für unterschiedliche Zwecke gut geeignet. Der Kombi-Kinderwagen mit Sportwagenaufsatz ermöglicht einen sanften Übergang zwischen Kinderwagen und Buggy und hat mehrere Vorteile: 

  • Die Rückenlehne ist oft bis zur waagerechten Liegeposition verstellbar. 
  • Der Aufsatz lässt sich mit Blickrichtung des Kindes zu Mama und Papa montieren. 
  • Das Kinderwagengestell ist robust und gut gefedert (je nach Modell).  

Gegen den Kombi-Kinderwagen spricht, dass Gestell und Sportaufsatz zusammen recht sperrig und schwer sind. Das wird vor allem dann zum Problem, wenn man den Kinderwagen unterwegs möglichst platzsparend unterbringen will. Zum Reisen ist der klassische Buggy die bessere Wahl, denn er 

  • hat ein niedrigeres Gewicht, 
  • kompaktere Maße  
  • und ist schneller zusammenklappbar. 

Mögliche Nachteile des Buggys können dagegen der mangelnde Komfort sein. Im letzten Test von Stiftung Warentest (2021) ließ bei vielen Modellen die Liegeposition zu wünschen übrig und auch in der Sitzposition stützte die Rückenlehne vor allem größere Kinder nicht genügend ab.  

Ab wann können Babys im Buggy mit Blick nach vorne fahren? 

Ab wann dein Baby bereit für den Buggy ist, hängt nicht nur von der Entwicklung seiner Rückenmuskulatur, sondern auch von seiner emotionalen Reife ab. In fast allen herkömmlichen Buggys fahren Kinder mit der Blickrichtung nach vorne. Das bedeutet, sie können Mama oder Papa hinter sich nicht sehen und sind den Eindrücken um sie herum schutzlos ausgeliefert. Eine Studie der Universität Dundee in Schottland stellte 2008 fest, dass Babys, die mit Blickrichtung nach vorne im Buggy sitzen, häufiger Stresssymptome zeigen als Babys, die mit Blickrichtung zu ihren Eltern sitzen und dabei mit diesen interagieren können. Allein der Blickkontakt mit den Eltern lässt die Kleinen zur Ruhe kommen. Erst wenn die Neugierde überwiegt und Mama oder Papa die Sicht versperren – etwa ab dem zweiten Lebensjahr – sind die vielen Eindrücke unterwegs für das Kind eine Bereicherung.  

Unter diesen Umständen ist für Babys ein flexibler Buggy optimal, bei dem das Kind sowohl mit der Fahrtrichtung als auch entgegengesetzt mit dem Blick zu den Eltern mitfahren kann. In unserem Buggy-Vergleich 2022 konnten wir jedoch nur einen Buggy finden, bei dem sich die Fahrtrichtung verändern lässt: den Quinny Zapp Flex (oder den verwandten Quinny Zapp Xtra). Das Angebot der Hersteller ist damit noch ausbaufähig. 

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Worauf achten bei der Wahl eines Buggys? 

Ob Liegebuggy, Reisebuggy oder Jogger – welcher Buggy am besten zu dir und deinem Baby passt, hängt davon ab, was du damit vorhast. Brauchst du einen Buggy für die tägliche Fahrt zur Kita, zum Einkaufen und auf den Spielplatz, wähle einen belastbaren Liegebuggy mit möglichst flach verstellbarer, langer Rückenlehne für ein bequemes Mittagsschläfchen, großen Rädern, die nicht an jedem Bordstein hängenbleiben und einem großen Einkaufskorb für alles was mit muss. Ein guter Sonnenschutz und ein sicheres Gurtverschlusssystem verstehen sich von selbst.

Suchst du nach einem kompakten Buggy für den gelegentlichen Einsatz im Urlaub, ist ein leichter, wendiger Reisebuggy mit kleinen Rädern und einem Regenschirm-Klappmechanismus die bessere Wahl. Buggys zum Joggen oder Inlineskaten sollten extra für diesen Zweck getestet und zugelassen worden sein – der Zusatz "Jogger" im Produktnamen reicht dafür nicht aus.  

Welche Buggys sind die besten? 

Grundsätzlich sollte jeder Buggy sicher und komfortabel für die Kleinen und leicht und rückenschonend zu schieben für die Großen sein. Darauf achtet auch Stiftung Warentest bei ihrem regelmäßigen Buggys-Test. 2021 erfüllten die folgenden drei Buggys die Qualitätsanforderungen am besten: 

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Du bist noch auf der Suche nach dem passenden Buggy? Wir haben insgesamt 15 Buggys, darunter auch Stiftung Warentest Testsieger aus den Jahren 2018 und 2021, auf die wichtigsten Qualitätskriterien hin verglichen. 

Du brauchst Unterstützung bei der Suche nach dem richtigen Kombi-Kinderwagen, einer ergonomischen Babytrage oder einem zuverlässigen Bollerwagen für Familienausflüge. Auch dafür haben wir die passenden Vergleiche.  

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