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Pickelchen bei Babys - was tun

20 Prozent aller Babys haben diese kleinen roten Pusteln mit den gelblichen Mitessern, die den schönen Namen "Neugeborenenakne" tragen. Hier lesen Sie, was es mit den Pickelchen auf sich hat und was Sie tun können.

Wie es aussieht

Säuglingsakne
Thinkstock - Pilin_Petunyia
Säuglingsakne

Die Neugeborenenakne (acne neonatorum) sprießt vor allem auf den Wangen, nur selten auf Kinn oder Stirn. 20 Prozent aller Babys haben diese kleinen roten Pusteln mit den gelblichen Mitessern, vier von fünf betroffenen Kindern sind Jungen. Zum Glück ist die Neugeborenenakne völlig harmlos: Sie kommt um die dritte Lebenswoche herum, heilt nach einigen Wochen bis Monaten – ohne Behandlung – von selbst wieder ab und hinterlässt keine Spuren auf der Haut. Da sie nicht juckt, leidet das Baby auch nicht darunter.

Was dahintersteckt

Nichts, was Sie in der Hand hätten. Sie haben nichts falsch gemacht, wenn Ihr Kind plötzlich gescheckt aussieht. Die Entstehung der Pickelchen hat auch nichts mit der Art der Ernährung zu tun. Neugeborenenakne ist eine Fehlfunktion der Talgdrüsen, vermutlich bedingt durch eine erhöhte Konzentration männlicher Hormone im Organismus, die das Baby oft noch aus dem Mutterleib mitbringt. Experten sind sich da aber nicht ganz einig.

Was Sie tun können

Die Pflege ist ganz einfach: Sie können die gewohnte Creme weiter benutzen, sollten aber darauf achten, dass die Gesichtshaut insgesamt eher trocken bleibt. Speichel- oder Milchreste auf der Haut möglichst gleich mit einem sauberen Tuch abwischen. Wichtig ist nur eins: Finger weg von den Pickelchen! An den Mitessern herumzudrücken kann die Neugeborenenakne verstärken. Außerdem könnten Narben zurückbleiben.

Wann man zum Arzt sollte

Wenn die gleichen Pickelchen zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensmonat auftauchen, spricht man nicht mehr von Neugeborenen-, sondern von Säuglingsakne (acne infantum). Diese spätere Form ist meist erblich bedingt und kann ein Vorbote der Pubertätsakne sein. Die Säuglingsakne juckt oft und kann Narben hinterlassen. Was Sie dagegen tun können - auch damit sich Ihr Baby nicht kratzt –, sollten Sie auf jeden Fall mit dem Kinderarzt besprechen. Bei leichten Hautveränderungen wird er eventuell eine milde lokale Behandlung empfehlen, etwa mit einem Mittel, das die Haut dazu bringt, sich zu schälen. Bei starken Entzündungen ist oft eine medikamentöse Behandlung mit speziellen Antibiotika sinnvoll.