Badevergnügen
 
Zum ersten Mal... Baby baden!

Das ist auf jeden Fall eine aufregende Sache. Und zwar für alle Beteiligten. Denn nicht jedes Baby ist eine geborene Wasserratte. Hier erfährst du, was du beim ersten Bad beachten solltest.

Baby wird von seinem Vater in einer Babywanne gebadet
iStock, Halfpoint
Auf einen Blick
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  • Nutze für das erste Bad eine Babywanne, um dein Baby besser halten und auf sein Verhalten besser reagieren zu können.
  • Bei einer Wassertemperatur zwischen 37 und 38 Grad fühlen sich Babys am wohlsten.
  • Zum Waschen reicht einfaches Wasser. Seife oder Waschlotion benötigt dein Baby noch nicht.

Das erste Mal Baden ist für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes und für euch als Eltern garantiert etwas, das ihr nicht vergessen werdet. Die meisten Babys haben am warmen Nass nämlich einen Riesenspaß und quietschen und zappeln vor Freude. Und mit ein paar Maßnahmen, wird das Baden sowohl für dich als auch für dein Kleines noch schöner.

Hat dein Baby keinen Spaß am ersten Bad, ist das kein Beinbruch. Säubere dein Kleines einfach wie vorher mit einem warmen Waschlappen und versuche es ein paar Tage später noch einmal. Denn auch Babys ändern ihre Meinung und was letztens noch doof war, kann heute der Hit sein. Also, nicht aufgeben!

Baby baden: Ab wann in die Wanne?

Baby genießt das Bad
iStock, Aurelie1

Früher hieß es: Das Baby erst baden, wenn die Nabelschnur abgefallen und der Bauchnabel abgeheilt ist. Mittlerweile sind viele Experten und Mediziner der Meinung, dass ein Baby auch mit Nabelschnurrest gebadet werden darf. Vorausgesetzt, der Bauchnabel ist nicht entzündet und das Bad dauert nicht zu lang. Fühlst du dich unsicher, bade dein Baby einfach erst, wenn der Nabel abgeheilt ist. Neugeborene schwitzen noch nicht so stark und ihr Schweiß riecht auch nicht. Deshalb reicht auch eine Katzenwäsche mit Waschlappen auf dem Wickeltisch.
Alles über die Nabelschnur und die richtige Nabelpflege erfährst du in unserem Artikel: Das Wichtigste zur Nabelpflege bei Neugeborenen.

Neugeborene mögen Begrenzungen, denn die kennen sie noch von Mamas Bauch. Eine Babywanne ist dafür genau richtig. Lasse dein Kleines mit dem Fuß den Rand der Wanne berühren, das gibt ihm ein Gefühl der Geborgenheit. Du kannst dein Kleines natürlich auch direkt in der Badewanne baden. Dann ist Teamwork gefragt. Ein Elternteil steigt in die Wanne, der andere reicht das Baby an und nimmt es am Ende auch entgegen. Währenddessen tut Kuscheln besonders gut. Das süße Baby geborgen im Arm zu halten, ist für Eltern und Kind besonders schön. 

Babywanne, Badeeimer oder Waschbecken?

Beliebt sind Babywannen, denn ihr Standort ist flexibel: Fußboden, Wannenständer, Küchentisch, Dusche – Hauptsache, praktisch und sicher. Eine platzsparende Alternative ist der Badeeimer (kein Haushaltseimer, der steht nicht fest genug). Benutze ihn aber besser erst, wenn dein Kleines ein paar Monate alt ist. Neugeborene haben noch einen zu schwachen Rücken.

Oft geht es aber auch ganz ohne Neuanschaffung: So ein Winzling passt auch noch ins Waschbecken, wenn Mama und Papa die Armaturen im Blick haben. Später geht's dann gemeinsam ab in die große Wanne oder ins Duschbecken.

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Was brauche ich vor dem Baden?

Am besten legst du vorher schon alles bereit: Waschlappen, Badethermometer, (vorgewärmte) Badetücher, Windel, Strampler. Was ist mit der Raumtemperatur? Am besten zwischen 22 und 25 Grad. Das Badewasser? Zwischen 37 und 38 Grad.

Wenn du magst, kannst du noch ein paar Tropfen Oliven-, Jojoba- oder Mandelöl ins Badewasser hineingeben. Auch Muttermilch tut dem Baby gut. Wichtig sind Produkte mit rückfettenden Substanzen. Für das erste Bad reicht aber auch klares Wasser. Seife oder Waschlotion braucht dein Kleines noch nicht.

Was muss ich beim Baden beachten?

Ein Baby baden ist gar nicht so schwer: Lege deinen linken (Linkshänder: rechten) Arm unter die Schultern des Babys, sodass du die Achsel und den linken Oberarm gut im Griff hast. Das Köpfchen liegt nun sicher auf deinem Unterarm. Mit der rechten Hand fasst du unter den Po und lässt dann die Füßchen zuerst behutsam ins Wasser gleiten. Erstaunter Blick, keine Proteste? Gut, dann kannst du den Po loslassen.

Der gleiche Griff funktioniert auch in der Bauchlage. Deine Hand greift dann unter der Brust durch, hin zur gegenüberliegenden Achsel. Wer sich unsicher fühlt, kann einen Wanneneinsatz ("Badesitz") benutzen. Auch damit aber das Baby nie allein lassen!

Baby baden: Wie mache ich es richtig?

Baby sitz im Babysitz in der Badewanne
iStock, poplasen

Um das Bad für dich und dein Baby so angenehm wie möglich zu machen, empfiehlt sich eine gewisse Reihenfolge. Am besten wäschst du mit der freien Hand deinen Krümel in folgender Reihenfolge: das Gesicht zuerst, dann den Körper von oben nach unten (Achseln, Bauch, Po, Füße) und den Kopf ganz vorsichtig und ohne Shampoo zum Schluss, damit er nicht zu lange nass bleibt. Das kleine Köpfchen kühlt nämlich trotz wohltemperiertem Badezimmer schnell aus.

Fängt dein Baby während des Badens an zu zappeln, mach einfach ein Spiel daraus: planschen, singen, Waschlappensaugen – alles ist erlaubt. Hauptsache, dein Baby hat Spaß und kann die neue Erfahrung genießen. Hygiene ist beim ersten Bad zweitrangig.

Und hinterher?

Das Bad sollte nur fünf bis zehn Minuten dauern, um die dünne Babyhaut nicht zu sehr zu reizen. Hebe dein Kind aus dem Wasser und hülle es in ein bereitliegendes Handtuch. Sorgfältig abtupfen – auch hinter den Ohren, in den kleinen Speckfalten, im Nabel und zwischen den Zehen. Und zum Schluss gibt es noch eine sanfte Massage mit Babylotion: Denn nach dem Baden ist die Haut ausgetrocknet und besonders aufnahmefähig.

Quellen:
Kindergesundheit-Info: Das Baden
Kinderärzte im Netz: Sauberer Nabel
Familienplanung: Nabelpflege

Babyhaut: Das macht sie so besonders

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