Waschen & Trocknen
 
Warum Babykleidung heute so kuschelig ist

Eine Situation, die wohl jede junge Mutter kennt: Die dritte Maschine ist gerade fertig, doch der Wäscheberg wird einfach nicht kleiner. Vielleicht hilft es gegen Söckchen- und Body-Frust, sich vorzustellen, wie viel Arbeit Mütter früher mit der Babywäsche hatten.

Waschtag - früher ein echter Knochenjob!

Waschen & Trocknen: Warum Babykleidung heute so kuschelig ist

Heute kaum noch vorstellbar: Wollstrampler und Frotteelätzchen mussten noch von Hand geschrubbt werden. Ganz zu schweigen von den Stoffwindeln - die sicher mehr als eine Seifenbehandlung von Hand gut vertragen hätten! Zwar gab es bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts bereits Waschmaschinen, doch musste die Hausfrau bei ihnen noch selbst die Kurbel drehen. Und das war Knochenarbeit! Außerdem gehörten Frauen, die am öffentlichen Brunnen wuschen, weil es bei ihnen daheim noch kein fließendes Wasser gab, vielerorts zum Stadtbild.

Nach und nach wurden die Maschinen dann elektrisch. Mit Beginn des Wirtschaftswunders und dem damit verbundenen Wohlstand zog in immer mehr Haushalte ein solches Gerät ein. Aber es dauerte bis 1973, bis deutschlandweit fast alle Wohnungen fließendes Wasser hatten – die wichtigste Voraussetzung für den Kauf einer Waschmaschine.

Trockner und Weichspüler für die Babywäsche

In den Sechzigern kam dann eine weitere Erleichterung für die Hausfrauen auf den Markt: der elektrische Wäschetrockner. Fast zeitgleich fanden sich in den Regalen der Geschäfte auch erstmals Weichspüler. Mit seiner Hilfe blieben endlich auch Kleider und vor allem Handtücher und Frotteeprodukte weich, die nicht im Trockner getrocknet wurden. Trockner und Weichspüler erwiesen sich als wahres "Dream Team", erleichterten sie doch das spätere Bügeln der Kleidung. Dass mancher Baby-Strampler durch die Temperaturen im Trockner einging, konnte der Weichspüler jedoch nicht verhindern - ein Problem, das bei modernen Trocknern zum Glück kaum noch auftritt (außer, man steckt den selbstgestrickten Wollpulli hinein).

Babykleidung: Früher praktisch, heute modisch

Nicht nur die Art zu waschen veränderte sich im Laufe der Jahre, sondern natürlich auch die Kleidung selbst. Bei der Babykleidung lässt sich das gut beobachten: Das Baby wurde nicht einfach nur mehr angezogen, weil man es ja schlecht nackt herumtragen konnte - aus praktischer, wärmender Babywäsche wurde schicke Babymode. Spätestens seit den achtziger Jahren wurde aus der praktischen Gebrauchskleidung fürs Baby ein schickes Statussymbol, das den wechselnden Trends genauso unterworfen ist wie Mamas Outfit. Kein Wunder, dass das "Baby von Heute" einen eigenen Schrank braucht, in dem alle Hemdchen, Hosen, Röcke, Kleidchen, Shorts und Sakkos aufbewahrt werden. Früher dagegen fanden die paar Stoffwindeln, Tücher, Strampler, Pulloverchen und Hemdchen auch im Schrank der Eltern noch Platz. Außerdem achten viele junge Mütter heute darauf, dass die Kleidung ihres Lieblings pflegeleicht ist und sich einfach in die Waschmaschine stecken lässt.

Einige Trends in der Babymode sind jedoch offenbar zeitlos, etwa schöne, selbstgestrickte Sachen. Und dass es auch in den siebziger Jahren bereits hübsche Kleidung für die Kleinsten gab, zeigen wir ihnen in unserer Bildershow, für die wir in alten ELTERN-Ausgaben geblättert haben - welche Teile Sie Ihrem Baby damals angezogen hätten und welche nicht, bleibt natürlich Ihrer Fantasie überlassen!

Modische Zeitreise

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