VG-Wort Pixel
Anzeige

Blogger-Interview "Wenn jeder viele kleine Schritte macht, laufen wir in die richtige Richtung."

Natali ist stolze Mama von drei Mädchen
Natali ist stolze Mama von drei Mädchen
© @nativita
Wir haben mit Bloggerin Natali alias @nativita.youtube gesprochen und sie gefragt, welche Rolle für sie die Zukunft spielt, was sie tut, um nachhaltiger zu leben, und welche Bedeutung es für sie hat, Mutter von drei Kindern zu sein. Ihre Antworten auf diese und weitere Fragen könnt ihr im Interview nachlesen. 

1. Natali, wenn du es auf den Punkt bringen müsstest: Was ist dein Lebensmotto?

Genieße jeden Moment! Es ist so, dass ich vor einem Jahr meinen Vater verloren habe. Sein Lebensmotto war immer, Spaß zu haben, positiv zu sein und einfach jeden Moment zu genießen. Das führe ich heute mit meiner Familie weiter. Uns ist es als Eltern wichtig, jede Kleinigkeit mit unseren Kindern bewusst zu genießen und auch die kleinen Dinge im Leben, wie z. B. einen schönen Spaziergang oder einen kleinen Ausflug, zu schätzen. 

2. Welche Rolle spielt für dich die Zukunft unseres Planeten in deinem Leben mit Kindern?

Sie spielt für mich eine große und auch eine wichtige Rolle, denn mit Kindern macht man sich einfach mehr Gedanken über die Zukunft. Und ich frage mich tatsächlich auch oft: Wie werden meine Enkelkinder auf diesem Planeten leben – wird es ihnen gut gehen? Deshalb versuchen wir, als Familie allgemein umweltfreundlicher zu leben, um so die Zukunft für unsere eigenen Kinder, aber auch für ihre zukünftigen Kinder besser zu gestalten. Gedanken über die Zukunft mache ich mir zwar nicht permanent – ich glaube, das wäre auch nicht gesund –, aber ich habe sie schon immer im Hinterkopf und weiß, dass wir eine Aufgabe haben. Seitdem ich meine Kinder habe und für sie verantwortlich bin, ist mir das noch einmal sehr viel bewusster geworden. Früher hat das für mich keine so große Rolle gespielt. Aber natürlich will ich für meine Kinder nur das Beste, weshalb ich heute sehr viel bewusster mit dem Thema umgehe.  

3. Was tust du ganz persönlich in deinem Alltag, um nachhaltiger zu leben? 

Wir haben schon vor Jahren damit angefangen, im Supermarkt für Obst und Gemüse keine Plastiktüten zu verwenden, sondern alles einfach lose zu kaufen. Bei Wasch- und Spülmittel, aber auch Windeln und anderen Artikeln für den täglichen Bedarf achten wir darauf, dass die Verpackungen, aber auch die Produkte nachhaltig hergestellt werden. Das sind halt Kleinigkeiten, auf die wir als Familie zu achten versuchen. Sicherlich gibt noch sehr viel mehr Dinge, auf die wir achten könnten und die wir in unseren Alltag einbringen könnten. Aber ich finde, wenn jeder viele kleine Schritte macht, laufen wir in die richtige Richtung.  

4. Du bist Mutter von drei Kindern. Was bedeutet es für dich, Mutter zu sein? 

Für mich ist es das größte Glück. Eigentlich habe ich mir immer vorgestellt, dass ich erst Karriere mache und dann Kinder bekomme. Kinder standen für mich früher nie im Vordergrund, aber dann kam alles ganz anders. Ich bin mit 21 sehr jung Mutter geworden. Ab diesem Moment hat sich alles gewandelt – also das ganze Leben und die Ansichten. Mich erfüllt es sehr, Mutter zu sein, was ich früher nicht gedacht hätte. Ich war zwar schon immer sehr familienverbunden, aber seine eigene kleine Familie zu haben ist eben doch noch einmal etwas ganz anderes. Mutter zu sein ist natürlich auch oft anstrengend, aber die Kinder geben einem dafür so viel zurück. Die Liebe, die man für sein eigenes Kind empfindet, hat man vorher einfach noch nie gespürt. Es ist eine ganz andere Liebe. Und das ist für mich auch das Magische am Muttersein, dass man noch einmal eine ganz andere Form der Liebe erfährt. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Es ist einfach schön! 

5. Worauf legst du bei der Erziehung deiner Kinder besonders viel Wert? 

Mir ist wichtig, dass unsere Kinder die essenziellen Dinge im Leben schätzen, also Familie, Gesundheit, aber auch die kleinen Dinge. Wir möchten sie zu bodenständigen Menschen erziehen. Wir sind sehr familiär und haben auch eine sehr große Familie. Mein Mann hat sechs Geschwister, und wir haben alle ein wirklich gutes Verhältnis zueinander. Dieser Zusammenhalt ist uns sehr wichtig und vermittelt das im Alltag auch unseren Kindern. Ich würde gerne eine kleine Geschichte von meiner achtjährigen Tochter aus der Schule erzählen: Ihre beste Freundin wurde von einem Jungen geärgert, und sie ist entschieden dazwischengegangen. Sie hat sich für ihre Freundin, die Schwächere, eingesetzt, was ich ganz toll fand, weil ich glaube, dass auch das im Leben wichtig ist. 

Mutter zu sein ist für Natali das größte Glück
Mutter zu sein ist für Natali das größte Glück
© @nativita

6. Wie vermittelst du deinen Kindern eine umweltbewusste Lebensweise? 

Das fängt bei uns beim gemeinsamen Essen an. Ich sage meinen Kindern immer, dass sie sich nur so viel auf den Teller tun sollen, wie sie auch essen können, weil es ansonsten schade wäre, wenn man Sachen, die angebissen übrig bleiben, wegschmeißen muss. Ich versuche ihnen zu erklären, dass es Länder gibt, in denen es Menschen gibt, die nicht so viel zu essen haben, damit sie verstehen, dass Lebensmittel kostbar sind. Und wir benutzen keine Plastikbeutel. Unsere Kinder lernen also von Anfang an, dass man zum Einkaufen einen Beutel oder eine Tasche mitnehmen sollte. Und auch bei Spielzeug achten wir, wenn es möglich ist, darauf, dass die Sachen nachhaltig produziert wurden oder z. B. aus Holz bestehen.  

7. Worauf achtest du bei der Auswahl der Pflegeprodukte für deine Kinder ganz besonders? 

Meine Kinder benutzen sehr wenig Pflegeprodukte, weil sie das nicht wirklich brauchen. Und wenn wir dann mal etwas kaufen, dann greifen wir wann immer möglich auf natürliche Mittel auf pflanzlicher Basis zurück. 

8. Pampers bezieht bei der Entwicklung der Windeln die Meinung von Experten, aber auch die der Eltern mit ein. Würdest du es dir als Mutter manchmal wünschen, mehr Einfluss auf die Entwicklung der Produkte nehmen zu können?

Das würde ich schon gut finden – vor allem fände ich es sehr interessant. Wenn man Teil eines Verbesserungsprozesses sein kann, ist das doch wirklich toll.  

9. Apropos Pampers: Wie müsste die perfekte Windel aus deiner Sicht sein?

Pampers Windeln finde ich total super. Wir haben bei unseren drei Kindern nur gute Erfahrungen damit gemacht, weshalb es für uns nie infrage kam, andere Windeln auszuprobieren. Pampers haben sie alle gut vertragen, die Windeln laufen nicht aus, sitzen sehr gut und – was ich auch wichtig finde – sie sind frei von Schadstoffen, was das Allergierisiko reduziert. Von daher sind wir sehr zufrieden. Ich habe mich nur schon öfter gefragt, ob man für die Windelverpackung statt Plastik nicht auch Papier nehmen könnte.   

10. Hast du für alle werdenden oder frischgebackenen Mütter ein paar hilfreiche Wickeltipps, die du weitergeben kannst?

Ich kann mich noch sehr gut an das erste Wickeln erinnern. Und um ehrlich zu sein: Ich habe mich gar nicht getraut, weil alles so klein, zart und zerbrechlich aussah. Aber das ist natürlich Quatsch. Mein Tipp ist, dass man das Baby beim Wickeln nicht an den Beinen hochzieht, um die Windel unter den Popo zu schieben, sondern eher zur Seite dreht. Das soll besser für den Rücken und das Becken sein. Nach der Geburt bekommt man im Krankenhaus aber auch wertvolle Tipps. Und wer einmal gewickelt hat, dem geht es anschließend relativ schnell von der Hand.  

11. Liebe Natali, was möchtest du den Leserinnen und Lesern als erfahrene Mama zum Schluss noch mit auf den Weg geben?

Ich glaube, dass es wichtig ist, immer auf sein Bauchgefühl zu hören. Sicherlich sollte man sich andere Meinungen oder Erfahrungen anhören, aber sie nicht zwangsläufig zu den eigenen machen, wenn man selber ein anderes Empfinden hat. Ich interpretiere es so, dass jede Mutter einen eigenen Instinkt hat. Und mit dem liegen wir, glaube ich, auch meistens richtig und auf den sollten wir hören.