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Bauchschmerzen in der Schwangerschaft Du bist schwanger und hast Bauchweh? Die 10 wichtigsten Fragen

Gynäkologin legt einer Schwangeren die Hand auf den Bauch
© byryo / Thinkstock
Treten Bauchschmerzen in der Schwangerschaft auf, sind werdende Mütter schnell verunsichert. Dabei sind die Ursachen oft harmlos. Hier erfährst du alles Wichtige dazu.

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Eigentlich wolltest du dich über deinen wachsenden Babybauch freuen, die Schwangerschaft voller Freude genießen. Doch dann? Schmerzen! Im Bauch! Oft wächst dann die Sorge, dass mit dem Baby etwas nicht stimmen könnte. Dabei sind Bauchschmerzen in der Schwangerschaft in einem gewissen Rahmen ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Wir erklären dir, welche Ursachen es für das Bauchweh gibt und was dir dann hilft.

Wann sind Ursachen für Bauchschmerzen in der Schwangerschaft harmlos?

Bauchschmerzen sind besonders in den ersten Monaten einer Schwangerschaft normal und sogar ein gutes (!) Zeichen. Dein Körper arbeitet auf Hochtouren: Muskeln, Bänder und Organe sind jetzt viel mehr beansprucht, die Gebärmutter wird größer und dein Unterleib ist stärker durchblutet. Vielleicht hast du auch schon von den Mutterbändern gehört, die die Gebärmutter am Beckenknochen halten. Während der Schwangerschaft dehnen sich die Mutterbänder – der Schmerz fühlt sich ähnlich an, als würde die Periode bald beginnen.

Eine weitere mögliche Ursache für Bauchschmerzen könnten Blähungen und Verstopfung sein. Fast die Hälfte aller Schwangeren leidet besonders in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten darunter. Das Sexualhormon Progesteron sorgt nämlich dafür, dass sich die glatte Muskulatur im ganzen Körper entspannt – leider auch im Darm. Hinzu kommt eine Veränderung in der Produktion von Enzymen aus dem Magen, die für die Verdauung gebraucht werden. Dies führt oft zu einem unangenehmen Völlegefühl, Blähungen oder aber Bauchschmerzen.

Später auch möglich: Dein Kind verursacht mit seinen kräftigen Tritten und munteren Turnübungen oder aber ganz einfach mit seiner Position Schmerzen in deinem Bauch.

Ich bin schwanger und habe Bauchschmerzen. Was kann ich tun?

Zu allererst lässt du am besten die Ursache für deine Bauchschmerzen abklären. Auch wenn Bauchweh in der Schwangerschaft nicht gleich bedeutet, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt, lieber einmal mehr zum Arzt oder zur Ärztin gehen und für Klarheit sorgen. Erwähne dabei auch eventuelle Zwischenblutungen!

Stellt die Frauenärztin fest, dass deine Schmerzen von den sich dehnenden Mutterbändern herrühren, hilft oft ein warmes Bad, eine Wärmflasche oder aber ein warmes Kirschkernkissen. Und vor allem eines: Ruhe und Entspannung.

Was gegen Verstopfung hilft? Viel trinken! Und eine ballaststoffreiche Ernährung, also Getreideprodukte wie Vollkornbrot oder Müsli. Ballaststoffe quellen im Darm auf und sorgen dafür, dass der Stuhl schneller ausgeschieden wird. Außerdem gut: viel Bewegung! Vorsicht allerdings bei Abführmitteln: Diese in der Schwangerschaft niemals ohne ärztlichen Rat einnehmen.

Du vermutest, dass deine Schmerzen von einer ungünstigen Kindslage herrühren? Versuch mal, in den Vierfüßlerstand zu gehen. Durch die Schwerkraft hat dein Baby dann etwas mehr Platz und wird vielleicht dazu animiert, sich zu bewegen.

Sind Bauchschmerzen ein Anzeichen für eine Schwangerschaft?

Du hibbelst und bist dir noch nicht sicher, ob du wirklich schwanger bist? Deine Brustwarzen sind dunkler und empfindlich, dir ist übel und du bist ständig müde? Außerdem hast du so ein Ziehen im Unterleib? Das alles könnte auf eine Schwangerschaft hindeuten. Allerdings ist es nicht immer leicht zu unterscheiden: Handelt es sich bei den Beschwerden um erste Anzeichen einer Schwangerschaft oder bereitet sich der Körper auf das Einsetzen der Periode vor? Wirklich Klarheit bringt dir ein Schwangerschaftstest oder der Besuch in der gynäkologischen Praxis.

Bauchschmerzen am Anfang der Schwangerschaft. Ist das normal?

Mütter sind oft verunsichert, wenn plötzlich Bauchschmerzen in der Schwangerschaft auftreten. Die Schmerzen variieren zwischen einem Stechen, Ziehen oder Pochen und können stumpf oder krampfartig im Unterleib auftreten. Der Uterus stellt sich auf die Schwangerschaft ein. Diesen Umbauprozess spüren schwangere Frauen häufig in Form von Bauchschmerzen. Ein bisschen Ruhe und Entspannung helfen dann meist und die Schmerzen lassen nach.

Bauchschmerzen und Krämpfe in der Schwangerschaft. Ist das ein Anzeichen für eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft?

Fehlgeburten kommen bis zur 12. Schwangerschaftswoche leider recht häufig vor. Der Grund ist meist, dass sich das Baby nicht richtig entwickelt. Bauchschmerzen und Krämpfe während der Schwangerschaft sind nicht zwangsläufig ein Anzeichen für eine Fehlgeburt. Dennoch, kommen Blutungen dazu, solltest du das auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen.

Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter ein, sondern außerhalb – meist im Eileiter. Da sich der Embryo dort nicht weiterentwickeln kann, stirbt er meist zwei bis drei Wochen nach der Befruchtung ab. Ein Anzeichen dafür können Schmierblutungen in der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche sein. Starke Schmerzen im Unterbauch, die sich aber nur auf eine Seite konzentrieren, können ebenfalls auf eine Eileiterschwangerschaft hindeuten. In beiden Fällen sollten Schwangere zur Sicherheit ihre Frauenärztin aufsuchen.

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft: Du bist schwanger und hast Bauchweh? Die 10 wichtigsten Fragen

Oberbauchschmerzen rechts oder links. Was kann das sein?

Schmerzen im Oberbauch können während der Schwangerschaft völlig harmlose Ursachen haben. Dennoch solltest du bei anhaltenden Bauchschmerzen immer besser eine Arztpraxis aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen. Besonders, wenn du Schmerzen im rechten Oberbauch hast. Dein Arzt oder deine Ärztin wird dich dann genauer untersuchen, um auszuschließen, dass bei dir das HELLP-Syndrom vorliegt. Dies ist eine seltene Komplikation in der Schwangerschaft, die meist nach der 20. Schwangerschaftswoche auftritt und dann auf jeden Fall behandelt werden muss.

Auch Beschwerden im linken Oberbauch sollten von einem Arzt untersucht werden. Möglich ist hier eine Entzündung der Nieren. Oder aber ganz harmlos: Dein Kind trainiert seine Muskulatur, tritt kräftig gegen Milz und Magen. Das kann dann schon mal ordentlich weh tun.

Schau in unserem Artikel dazu nach, wenn dich eher Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft plagen.

Ein harter Bauch in der Schwangerschaft. Was bedeutet das?

Ab der 20. Schwangerschaftswoche und besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft kann es sein, dass dein Bauch ab und zu ungewohnt hart wird. Der Grund hierfür ist einfach: Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen). Sie bereiten die Gebärmutter auf die Geburt deines Babys vor. Ebenso wie echte Geburtswehen handelt es sich hierbei um Kontraktionen der Gebärmutter, die mit einem Hartwerden des Bauches einhergehen. Sie kommen in unregelmäßigen Abständen und flauen meist schnell wieder ab.

Kurz nach dem Essen habe ich Bauchschmerzen. Wieso?

Wie gemein: Du hast schön gekocht und das selbst zubereitete Essen richtig genossen. Und dann: Bauchweh beziehungsweise ein Druckgefühl mittig im Oberbauch! Damit befindest du dich in bester Gesellschaft, denn von diesem Problem berichten viele Schwangere. Aber bedenke, dein Kind wird mit fortschreitender Schwangerschaft immer größer und nimmt dementsprechend immer mehr Platz in deinem Bauch in Anspruch. Die übrigen Organe werden einfach zur Seite geschoben. Der Magen hat dann schlicht und einfach nicht mehr so viel Platz, sich auszudehnen. Was hilft? Kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt. Und langsam essen. Dann merkst du besser, wann es im Magen eng wird und du erst einmal genug gegessen hast.

Kann ich Medikamente gegen Bauchschmerzen einnehmen?

Bauchschmerzen sind immer unangenehm und in der Schwangerschaft sind Schmerzen eine zusätzliche Belastung, die jede werdende Mutter natürlich vermeiden möchte. Ein paar Wirkstoffe sollten Schwangere nach Möglichkeit nicht einnehmen. Dazu gehören etwa das Bauchschmerzen lindernde Butylscopolamin oder Acetylsalicylsäure (ASS, in vielen gängigen Schmerzmitteln enthalten, etwa Aspirin). Wenn es wirklich einmal nicht ohne Tablette geht, kannst du gegen Schmerzen aber Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol verwenden. Oder Ibuprofen (aber bitte nur im 1. und 2. Trimester). Grundsätzlich gilt aber: Nimm keine Medikamente ohne Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ein!

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft. Wann sollte ich lieber ärztlichen Rat einholen?

Die Ursachen für Bauchschmerzen während der Schwangerschaft sind zwar meist harmlos, sollten aber trotzdem immer ärztlich untersucht werden. Ganz besonders dann, wenn neben den Beschwerden weitere Symptome wie Fieber, Durchfall, Schmerzen beim Wasserlassen oder Blutungen auftreten oder aber die Bauchschmerzen krampfartig auftreten.

Die Bauchschmerzen müssen nicht zwangsläufig in Zusammenhang mit deiner Schwangerschaft stehen. Möglich ist schließlich auch, dass Nierensteine, eine Blinddarm- oder Blasenentzündung die Schmerzen verursachen. Deshalb solltest du auf jeden Fall deinem Arzt / deiner Ärztin oder deiner Hebamme von den Schmerzen berichten. Nur sie können beurteilen, ob du nur unter normalen Schwangerschaftsbeschwerden leidest, oder ob doch noch ernstere Ursachen dahinterstecken.

ELTERN

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