Fit nach der Schwangerschaft
 
Abnehmen wie die Promi-Mamis?

Junge Mütter, die ihr Geld nicht mit "Schön sein" verdienen, rätseln - wie werden Heidi Klum und andere Promi-Mütter bloß so schnell wieder so schlank? Was kann man sich von ihnen abgucken und was sollte man lieber lassen? Mythen und wichtige Fakten zum Thema Abnehmen nach der Schwangerschaft.

Fit nach der Schwangerschaft: Abnehmen wie die Promi-Mamis?
Corbis

Für viele Mütter ist Abnehmen direkt nach der Geburt zwar nicht das oberste Ziel - ausreichend Zeit, sich permanent mit Sport und Fitness zu beschäftigen, haben sie zwischen den Stillphasen eh nicht. Aber auf die Nerven gehen sie dann doch, diese Fotos aus Hollywood oder London, wo berühmte Mamas vier, fünf Monate nach der Geburt schon wieder gertenschlank über den roten Teppich schreiten. Na klar, mit einem Personal Trainer, zwei Stunden Training am Tag und Hauspersonal plus Nanny fällt das Abnehmen auch viel leichter. Kleiner Trost: Mit etwas Bewegung, gesunder Ernährung und der Erkenntnis, nicht für zwei Personen essen zu müssen, lässt sich aber auch schon als Mutter aus Wanne-Eickel einiges erreichen.


Und: ob VIP oder normale Mutter - diese Regeln gelten für alle:

1. Wie viele Kilos verliere ich durch die Geburt eigentlich?

Etwa fünf bis sieben Kilo. Das Baby selber wiegt ungefähr 3,3 Kilo, die Plazenta etwa 500 Gramm, das Fruchtwasser etwa 1,5 Kilo. Dazu gehen etwa 300 Gramm Blut verloren. Außerdem: Ein Teil der natürlichen Wassereinlagerungen verschwindet ebenfalls sofort - durch die Anstrengung der Mutter während der Geburt.

2. Wann kann ich wieder Sport machen?

Raus aus dem Kreißsaal, rein ins Fitnessstudio? Besser nicht. Frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt sollten Frauen mit der Rückbildungsgymnastik beginnen - das gilt auch für die Geburt durch Kaiserschnitt. Suchen Sie doch einen Kurs, bei dem auch Ihr Baby dabei sein kann; viele Übungen können Sie sogar gemeinsam machen. Weitere Infos zum Thema Rückbildungsgymnastik gibt es hier

Und was ist mit "richtigem" Sport? In den ersten drei Monaten sollten Sie Ihren sportlerischen Ehrgeiz noch etwas zügeln. Danach - und nach Absprache mit Ihrem Arzt - können Sie wieder trainieren. Meiden Sie aber Sportarten, die den Beckenboden unnötig strapazieren: Jogging, Tennis, Volleyball oder Aerobic. Besser sind: Walking, Schwimmen, Pilates oder Gymnastik.
Kennen Sie sich mit dem Thema Sport nach der Schwangerschaft aus? Dann machen Sie doch mal unser Quiz.

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3. Sport und Stillen - worauf muss ich achten?

Jede stillende Mutter kann Sport treiben. Solange sie sich dabei wohlfühlt und sich nicht überanstrengt. Stillen Sie das Kind am besten vor dem Sport, dann haben Sie nicht das Gefühl von spannenden Brüsten und können sich freier bewegen. Achten Sie auf Ihr Durstgefühl und trinken Sie dementsprechend - Sie verlieren beim Sport viel Flüssigkeit aber auch zum Stillen benötigt der Körper zusätzlich Flüssigkeit.

4. Nehme ich durch das Stillen ab?

Fest steht, dass das Stillen Kraft und Energie kostet. Der Effekt der purzelnden Pfunde tritt aber erst ab dem vierten Stillmonat ein. Dass Still-Mütter mit dem Abnehmen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, zeigen auch die Kommentare in unserem Stillforum.

5. Darf ich während der Stillzeit Diät halten?

Jein, sie sollten mindestens 1.800 Kalorien pro Tag zu sich nehmen. Und besser als eine Diät ist es sowieso, sich gesund und ausgewogen zu ernähren - auch dadurch können Sie abnehmen. Achten Sie auf Lebensmittel, die reich an Kalzium, Magnesium, Zink, Vitamine B6 und Folsäure sind. Experten raten von einer Diät in der Stillzeit ab, weil diese den Körper zwingt, an die Fettreserven zu gehen. "Wenn diese Depots aufgelöst werden, gehen dort eingelagerte Umweltgifte direkt in die Muttermilch", erklärt Sabine Sieber, Hebamme aus München.

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6. Wenn man nicht stillt, ist der Busen dann schneller wieder straff?

Nicht schneller, aber früher. Das Problem mit dem Bindegewebe haben aber fast alle Frauen - die die Flasche geben ebenso wie Still-Mütter. Nicht das Stillen macht den Unterschied, sondern die Beschaffenheit des Bindegewebes. Warum verändert sich die Form des Busens? Nach dem Stillen bildet sich der Drüsenkörper in den Brüsten zurück, der darüber liegende Hautmantel ist jetzt zu weit. Auch die stützenden Fettreserven, die sich in der Schwangerschaft eingelagert hatten, sind aufgebraucht. Die Brust wird kleiner. Mit Wechselduschen, straffenden Cremes und einigen Übungen können Sie Ihrem Busen aber helfen, wieder in Form zu kommen. Mehr zum Thema schöner Busen nach der Schwangerschaft lesen Sie hier.

7. Was hilft denn wirklich gegen die schlaffe Haut am Bauch?

Eine ehrliche Antwort? Abwarten. Um sich wirklich zu regenerieren, braucht der Körper etwas so lange wie die Schwangerschaft gedauert hat. Mit einer Massage können Sie aber die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen. Weitere Tipps zum Thema flacher Bauch gibt es hier.

7. Wie kann ich möglichst einfach und schnell etwas für meine Figur machen?

Indem Sie zum Beispiel beim täglichen Spaziergang mit dem Kinderwagen etwas mehr tun als "nur" schieben. Wir haben für Sie ein spezielles Kinderwagen-Trainingsprogramm entwickelt, das sozusagen nebenbei läuft. Es ist ein schonendes Beckenboden-Training, mit dem Sie ruhig schon in den ersten Tagen nach der Geburt beginnen können.
Ausnahmen:

  • Frauen mit einem Kaiserschnitt - warten Sie mit dem Training vier bis fünf Wochen ab. Beginnen Sie erst, wenn alles gut verheilt ist und Sie sich wirklich fit fühlen. Die Übungen 2, 4 und 5 die ersten zwei Monate besser weglassen.

  • Frauen mit Dammverletzungen - hatten Sie einen größeren Dammschnitt oder -riss, entscheidet das eigene Wohlbefinden darüber, wann Sie mit dem Training beginnen. Vorsicht mit Dehnübungen: Nummer 2, 4 und 5 in den ersten vier Wochen lieber weglassen.

  • Diätforum

    "Abnehmen - gemeinsam schaffen wir es" heißt es in unserem Diätforum: Hier finden Sie Unterstützung, Tipps und Hilfe!

    Konzeption des Trainingsprogramms: Marion Appel-Schiefer, Sportwissenschaftlerin, Köln.

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