Hautpflege
 
Strahlend schöne Haut

In besonderen Zeiten hat der Körper besondere Bedürfnisse. Mit der richtigen Pflege kann man Hautproblemen in der Schwangerschaft vorbeugen - und Körper und Seele gleichzeitig verwöhnen.

Tipps, damit Schwangere sich wohl in ihrer Haut fühlen

Hautpflege: Strahlend schöne Haut

Ob im Gesicht, im Dekollet oder am Bauch - die Haut einer werdenden Mutter verdient eine Extra-Portion Pflege! Deshalb sagen wir Ihnen hier, wie Sie die einzelnen Körperpartien am besten verwöhnen - und wir geben Ihnen Tipps, damit Sie sich die gesamte Schwangerschaft hindurch wohl in Ihrer Haut fühlen. Klicken Sie einfach auf den entsprechenden Link zu dem Thema, das Sie interessiert:

Das Gesicht: Was tun bei trockener oder fettender Haut?

Wichtig für alle Hauttypen ist eine gründliche Reinigung. Bei trockener Haut sollte sie sanft sein, normale Seifen und Waschlotionen sind tabu. Optimal sind Reinigungsgele oder ph-neutrale, milde Gesichtsseifen. Ihre rückfettenden Stoffe helfen, den Schutzmantel der Haut zu erhalten und sie versorgen den Teint schon beim Reinigen mit Feuchtigkeit. Damit die Haut nicht spannt und schuppt, sollte die Tagescreme für trockene Haut sowohl Fett als auch Feuchtigkeit enthalten. Eine Feuchtigkeitscreme ohne Fett kann dazu führen, dass die Haut aufquillt und noch mehr Wasser verliert. Ideale Wirkstoffe: Feuchtigkeitsbinder wie Hyaluronsäure und Harnstoff, Aloe vera und Vitamin E.

Intensive Feuchtigkeit spendet eine wöchentliche Maske. Um den Film aus Schmutz und Schweiß von der Hautoberfläche zu entfernen und um zu verhindern, dass die Talgdrüsen verstopfen, empfiehlt sich bei unreiner Haut eine porentiefe Reinigung. Gründliche Arbeit leisten Peel-off-Masken. Sie überziehen die Haut mit einem Film, der beim Abziehen Unreinheiten und Hornschüppchen einfach mitnimmt. Die Pflegeprodukte sollten reichlich Feuchtigkeit, aber nur wenig Fett enthalten, sonst gibt's Pickel. Von Zeit zu Zeit tut eine Hefepackung gut: Einen Würfel Backhefe mit etwas warmem Wasser zu einem dickflüssigen Brei verrühren, auf das Gesicht auftragen, nach etwa fünf Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.

Der Bauch: streifenfrei und schön

Die Haut am Bauch wird während der Schwangerschaft durch die enorme Dehnung extrem beansprucht. Wenn die Haut am Bauch spannt und juckt, sind Bürstenmassagen der pure Genuss. Sie kurbeln die Durchblutung an und stärken das Bindegewebe.

Wenn der Bauch sehr schnell wächst oder wenn eine Frau eine ererbte Bindegewebsschwäche hat, können sich allerdings trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Schwangerschaftsstreifen bilden. Das sind streifenförmige, violette Risse im Kollagen- und Elastingewebe der Haut, die später zwar verblassen aber nicht mehr verschwinden. Auch wenn sie sich nicht immer ganz vermeiden lassen, so kann man doch vorbeugen: Den Bauch täglich mit einem Massagehandschuh kreisförmig abreiben. Außerdem den Bauch zweimal täglich mit einer Spezialcreme oder einem Körperöl eincremen. Das lässt sich prima mit einer durchblutungsfördernden Zupfmassage verbinden: Die Haut vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, leicht hin- und her rollen und dann verstreichen. Das tut nicht nur der Haut gut sondern fördert auch das Wohlbefinden. Besonders effektiv soll sie ab der 13. Schwangerschaftswoche sein - wissenschaftlich erwiesen ist das aber bislang nicht.

Der Busen: einfach großartig!

Kalt-warme Wechselduschen und Massagen sorgen für einen straffen Busen

Schwangere Frauen können sich meist über ein atemberaubendes Dekollet freuen. Der Busen legt bereits in den ersten Wochen merklich zu. Am Ende der Schwangerschaft kann jede Brust bis zu 400 Gramm mehr wiegen. Das sieht super aus - bedeutet aber auch eine Zusatz-Belastung für die Haut. Manche Frauen leiden in dieser Zeit unter einem ziemlichen Spannungsgefühl in der Brust. Hier helfen sanfte Massagen mit einem Öl aus Lavendel und Neroli: Auf 100 Milliliter Jojobaöl kommen jeweils sieben Tropfen beider ätherischer Öle. Wichtig: Die Brustwarzen beim Ölen aussparen. Denn der Körper hat ein Schutzprogramm für die Schwangerschaft: Auf dem Brustwarzenhof vergrößern sich die Montgomerydrüsen und sondern pflegendes Öl ab.

Kalt-warme Wechselduschen, eine tägliche Abreibung mit einem feuchten Frotteelappen oder eine Massage mit einer weichen Babybürste sorgen dafür, dass die Haut am Busen schön straff bleibt. Nach einer Wasserbehandlung oder Massage eine hautstraffende Creme oder Calendula-Öl in die Brust einmassieren. Um das Bindegewebe zu stützen, sollten Schwangere immer einen bequemen Umstands-BH tragen.

Was hilft gegen Pickelchen am Dekolleté?

Die zarte Haut am Dekollet verdient eine Sonderbehandlung, vor allem wenn sich Pickelchen und Mitesser zeigen. Ideal ist eine Packung aus Heilerde. Die mikrofeinen Quarzkristalle saugen Bakterien, Schmutz und Talg wie ein Löschblatt auf. Dafür drei Esslöffel Heilerde mit lauwarmem Kamillentee zu einem Brei verrühren, aufs Dekollet streichen und nach dem Trocknen lauwarm abwaschen. Anschließend eine Creme mit gewebestraffender Wirkung sanft einmassieren.

Die Haut ist plötzlich trocken und juckt - was tun?

Mit einer Fläche von 1,5 bis zwei Quadratmetern ist die Haut eines Erwachsenen das größte Organ des Körpers. Und das kann während einer Schwangerschaft ganz schön durcheinander kommen: Durch die hormonellen Veränderungen wird die Haut trockener und juckt vor allem am Bauch. Duschöle mit rückfettenden Ölen oder Sheabutter pflegen die Haut schon beim Waschen.

Wer lieber badet, sollte auf dicke Schaumberge verzichten, denn sie entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Besser: Badeöle verwenden und danach eine Körpercreme oder ein -öl in die noch feuchte Haut einmassieren. Viele Hebammen empfehlen Aloe-Vera-Gel (Apotheke/Reformhaus), mit dem der Bauch mehrmals täglich eingerieben werden soll. Das aus der Wüstenpflanze gewonnene Gel mildert den Juckreiz und kühlt.

Warum bekomme ich Besenreiser - und kriege ich die wieder los?

Während der Schwangerschaft transportieren die Beinvenen etwa 1,5 Liter mehr Blut gegen die Schwerkraft. Gleichzeitig kann der dicker werdende Babybauch mit seinem Gewicht auf die Gefäße drücken und den Blutfluss von den Beinen zum Herzen beeinträchtigen. Dazu kommt: Das Hormon Progesteron macht die Venenwände lockerer, sodass sie sich ausdehnen. Die Folge sind bei vielen Schwangeren erweiterte Äderchen (Besenreiser genannt), die als blaurotes Geflecht an den Beinen sichtbar werden. Meistens sind Besenreiser harmlos, lassen sich später veröden oder weglasern.

Die beste Vorbeugung: Wechselduschen, denn die trainieren die Gefäße, sich zusammenzuziehen und wieder auszudehnen. Wichtig: Immer mit einer kalten Dusche aufhören. Und: So viel wie möglich im Sitzen erledigen, allerdings ohne dabei die Beine übereinander zu schlagen. Wer täglich Stützstrumpfhosen trägt, unterstützt seine Venen zusätzlich. Die Krankenkasse zahlt pro Schwangerschaft zwei Paar Stützstrumpfhosen.

Pigmentflecken - was kann man dagegen tun?

Der veränderte Hormonspiegel kann die Pigmentbildung der Haut verstärken: Brustwarzen, Muttermale und Leberflecken werden dunkler. Viele Schwangere bemerken ab dem dritten Monat außerdem leichte Verfärbungen auf Stirn, Wangen, Nase und Oberlippe, so genannte Schwangerschaftsmasken. Auslöser ist eine Zunahme des melaninstimulierenden Hormons (MSH). Dieses Hormon aktiviert die Hautzellen, die die Hautpigmente (Melanozyten) bilden. Die Folge sind mehr oder weniger große Flecken, die sich aber gut mit korrigierenden Make-ups kaschieren lassen.

Bei vielen Frauen zeichnet sich ab etwa der 18. Schwangerschaftswoche eine dunkle Linie auf ihrem Bauch ab, die vom Bauchnabel aus Richtung Schambein führt: die Linea nigra. Auch hierfür ist die erhöhte Pigment-Produktion verantwortlich. Nach der Geburt des Kindes verblasst die Linie normalerweise schon bald wieder.

Sonne verstärkt die Pigmentbildung, deshalb ist ein guter Sonnenschutz während der Schwangerschaft besonders wichtig - am besten Faktor 20 und mehr. Für die Gesichtspflege eignet sich eine Creme mit Lichtschutzfilter oder eine Spezialcreme, die die Melaninproduktion drosselt. Auch der Schwangerschaftsbauch sollte immer gut mit Sonnenschutzcreme bedeckt sein - das schützt nicht nur die empfindliche Haut, sondern unterstützt auch das rasche Verblassen der Linea nigra.

Verzichten sollten Schwangere und stillende Frauen auf Hautaufheller aus der Tube. Denn die enthalten Bleichmittel und andere Wirkstoffe, die in dieser Zeit bedenklich sind. Die Verfärbungen verschwinden meistens nach der Geburt wieder.

Was hilft bei Rötungen der Haut?

Durch das Östrogen-Hoch wird die Haut nicht nur feiner, die Gefäße erweitern sich auch. Es werden sogar neue Miniblutbahnen gebildet, damit das Blut leichter zirkulieren kann. Immerhin pulsieren während der Schwangerschaft rund eineinhalb Liter mehr Blut im Körper.

Probleme können Frauen bekommen, die unter Couperose (= erweiterte Äderchen) leiden, weil sich der Rotbäckchen-Effekt durch die Hormone oft verstärkt. Dagegen helfen Abdeckcremes oder -stifte in Grün-Beige-Tönen, die die Rötungen neutralisieren. Wer unter Couperose leidet, sollte außerdem alles meiden, was die Durchblutung ankurbelt: Hitze (auch Sauna und Dampfbad), extreme Kälte, Sonnenbäder, scharfe Gewürze. Rubbel-Peelings sind ebenfalls nichts für Frauen mit erweiterten Äderchen. Besser auf sanfte Enzympeelings oder Peelings mit Mikrokügelchen umsteigen.

Tipps für eine schöne Haut in der Schwangerschaft

Hautpflege: Strahlend schöne Haut

1. Peelen und cremen Gepflegte, seidige Haut ist nicht nur in der Schwangerschaft Ihr schönstes Kleidungsstück. Gönnen Sie sich regelmäßig ein kleines Pflegeritual. Das macht die Haut von Kopf bis Fuß streichelzart und verwöhnt auch die Seele. Denn die sanften Berührungen stimulieren nachweislich die Nervenenden direkt unter der Haut. 5.000 davon befinden sich auf jedem Quadratzentimeter - die ideale Ausrüstung, um jede Zuwendung zu erspüren.

Ein Peeling zweimal pro Woche rubbelt abgestorbene Zellen weg, fördert auf sanfte Weise die Durchblutung und das Entschlacken des Bindegewebes. Das klappt ganz einfach mit einem Duschpeeling. Anschließend kommt das sinnliche Creme-Vergnügen: Straffende Bodylotions spenden Feuchtigkeit und helfen, dass die Haut geschmeidig und elastisch bleibt, damit sie während der Schwangerschaft ganz entspannt mitwachsen kann.

2. Energie-Cremes

Reinigungsmasken mit weißem Ton ziehen wie ein Magnet fast alles an, was die Haut belastet: Schmutz, Talg, Bakterien werden gebunden, die Poren sauber geputzt. Marokkanerinnen reinigen Gesicht, Körper und sogar Haare seit Generationen mit mineralreicher Erde aus dem Atlasgebirge. Das klappt auch bei uns, die Erde gibt es fein gemahlen und fertig zu kaufen. Für eine Gesichtspackung drei Esslöffel Pulver mit lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Brei mischen. Kurz quellen lassen, auf das Gesicht auftragen und nach 15 Minuten abspülen.

Nun ist die Bahn frei für belebende Energiecremes, die wie eine Frischzellenkur für fahle Haut wirken. Zuckerähnliche Stoffe regen die Zellerneuerung an, Vitamine stimulieren die Mikrozirkulation, ein Mineralienmix aktiviert zusätzlich Enzyme in der Haut. Ergebnis: Der Teint wirkt rosig-frisch und gewinnt an Leuchtkraft.

3. Zarte Bräune

Blass, matt und müde. Drei Adjektive, die für viele Schwangere zutreffen. Grund ist oft ein niedriger Blutdruck. Hinzu kommt, dass das Hormon Progesteron die Venenwände lockerer macht, das Blut "versackt" in den Beinen, der Kreislauf "fällt in den Keller". Es ist erstaunlich: Bereits eine ganz leichte Bräune lässt das Gesicht wieder strahlen, zaubert kleine Unregelmäßigkeiten, dunkle Flecken und rote Äderchen ganz einfach weg. Und das Tolle: Für den Sunshine-Look braucht es keine Sonne, man muss sich also nicht den gefährlichen UV-Strahlen aussetzen, die zudem die Schwangerschaftsmaske - erhöhte Pigmentierung im Gesicht - fördern. Sondern man benutzt die neuen Gesichtscremes, die zusätzlich sanft dosierte Bräunungswirkstoffe enthalten. Bei täglicher Anwendung baut sich so eine natürlich-leichte Bräune auf.