Hautpflege
 
Schön wie Kleopatra

Eine Haut wie Milch und Honig - wer hätte das nicht gerne! Mit unseren Pflegetipps und diesen beiden traditionellen Beautymitteln gelingt es ganz leicht.

Hautpflege: Schön wie Kleopatra
philippe Devanne - Fotolia.com

Bereits vor 2.000 Jahren badeten Königinnen in Eselsmilch und verwöhnten ihren Teint mit kostbaren Honigmasken. Was Pharaonin Kleopatra und Poppea, die Ehefrau Kaiser Neros, damals nur ahnten, ist inzwischen wissenschaftlich erforscht und belegt: Milch und Honig sind wahre Schönheits-Elixiere.

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Milch schützt die Haut

Milch setzt sich aus über 200 wertvollen Substanzen zusammen wie zum Beispiel Milchfett, Milcheiweiß und Milchsäure. Diese Bausteine sind gleichzeitig hoch wirksame Pflegestoffe: Milchfett erhält den Schutzmantel der Haut, Milcheiweiß wirkt beruhigend und glättet trockene Haut. Und Milchsäure bindet Feuchtigkeit. Außerdem entdeckten Wissenschaftler in der Milch so genannte Wachstumsfaktoren, die als Info-Molekül arbeiten und die Hautzellen anregen, sich öfter zu teilen.

Honig: Power-Nahrung für die Zellen

Auch Honig ist eine echte Power-Nahrung für die Zellen: Wegen seines hohen Anteils an Trauben- und Fruchtzucker bindet er Feuchtigkeit in der Haut und kann sie so vor dem Austrocknen schützen. Außerdem enthält er Vitamine und spezielle Eiweißverbindungen, wie sie auch als Kitt-Substanzen in der Hautstruktur vorkommen. Honig wirkt durchblutungsfördernd und glättend, da er einen ähnlichen pH-Wert wie die Haut hat. Schon die alten Ägypter nutzten seine antibakterielle Wirkung und heilten mit Honig wunde Stellen.

Musste Poppea auf Reisen stets eine Herde von 500 Eselinnen mitführen, um ihr tägliches Bad in Eselsmilch genießen zu können, genügt heute eine kleine Dose Badepulver mit Milchauszügen (z. B. "Milch + Honig Cremebad" von Nivea Bath Care, "Milchbad" von The Body Shop, "Gentle Milk Bath" von Jil Sander oder "meersalz milchbad" von Biomaris). Die Badezusätze sind ideal für empfindliche und trockene Haut, denn der pulvrige Extrakt enthält von Natur aus reichlich Milchzucker - und der ist ein toller Feuchtigkeitsbinder.

Weitere Tipps für eine streichelzarte Haut:

Für ein entspannendes Bad 250 Gramm Bienenhonig und eine Hand voll Meersalz in zwei Liter warmer Vollmilch auflösen. Dann ins Badewasser geben und genüsslich eintauchen. Allerdings sollte das Wasser nicht heißer sein als 36 Grad, sonst flockt die Milch aus und der Kreislauf macht schnell schlapp.

Auch Duschfans müssen nicht auf die Beauty-Allrounder Milch und Honig verzichten. Entweder greifen Sie zu einem Duschgel mit den natürlichen Schönmachern (z. B. "Milch + Honig Duschbad" von Palmolive) oder Sie mixen zehn Esslöffel Bienenhonig mit einem Liter warmer Vollmilch, tränken einen Naturschwamm darin und rubbeln sich damit von Kopf bis Fuß ab. Danach ist die Haut zart und glatt, denn die Milchsäure ist eine AHA-Säure (Alpha-Hydroxy-Säure), die durch ihren Peeling-Effekt glättend wirkt.

Bei Problemhaut (z. B. Neurodermitis oder Schuppenflechte) haben sich Molkebäder bewährt. Molke schützt den natürlichen Säureschutzmantel der Haut, wehrt Keime ab und bremst Hautjucken und Ekzeme. Einfach fünf Esslöffel reines Trink-Molkepulver (gibts im Reformhaus) ins Badewasser rühren.

Für die Pflege nach Bad oder Dusche sind Bienenwachs-Extrakte und Milcheiweiß genau das Richtige (z. B. "Anti-Gravity Firming Lift Creme" von Clinique oder die Bodylotion von "Diesel Plus Plus Feminine"). Bienenwachs strafft den Körper, Milcheiweiß glättet ihn.

Jünger aussehen

Fältchen entstehen besonders dann, wenn die Haut zu trocken ist. Fehlt dem Gewebe der nötige Wassergehalt, zeichnen sich feine Linien ab, der Teint wirkt fahl und müde. Dagegen hilft Honig: Er bildet einen feinen Schutzfilm und verhindert, dass Wasser auf der Hautoberfläche verdunstet. Milchproteine spenden zusätzlich Feuchtigkeit. Honig und Milchzusätze gibt es in einer Reihe von Spezialprodukten (z. B. "Aquamilk" von Lancaster, "Crme Multi-Active Nuit" von Clarins, "Honig-Lecithin-Packung" von Hildegard Brauckmann, "clat Parfait" von Christian Dior).

Eine Maske aus Honig und Quark wirkt belebend und klärt verhornte Haut; hochwertige Natursubstanzen liefern den Zellen neue Energie, der Teint schimmert anschließend rosig-frisch. Das Rezept: Ein Esslöffel Honig, drei Esslöffel Sahnequark und ein Eigelb verrühren. Die Mixtur mit einem flachen Pinsel aufstreichen und nach 20 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Gegen Trockenheitsfältchen am Dekollet hilft eine Sahne-Honig-Packung. Die Intensivzufuhr von fettlöslichen Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß glättet und durchfeuchtet die sensible Hautpartie im Nu: Zunächst einen halben Becher Sahne, dann ein Eiweiß steif schlagen, miteinander mischen und einen Teelöffel angewärmten Bienenhonig vorsichtig untergeben. Masse fingerdick auf das Dekollet auftragen und zehn Minuten einwirken lassen.

Lippen - zum Küssen schön

Der Alleskönner Honig hilft auch bei rauen, spröden Lippen, macht sie weich und zart: Der entzündungshemmende Wirkstoff Inhibin lässt kleine Risse schneller verheilen. Immer wieder zwischendurch ein bisschen Honig in die Lippenhaut einmassieren und nach 15 Minuten Reste einfach ablecken. Wer mag, kann tagsüber auch zu (farbigem) Lippenbalsam oder Gloss mit Honigpflege greifen (z. B. "Honig-Lippenpflegestift" von The Body Shop, "Baume Lvres Couleur" von Nuxe oder "Juicy Lips" von Lancme).

Streichelzarte Hände

Das traditionelle Rezept von Sennerinnen gegen spröde, rissige Hände ist Frischmilch: Da sie im Sommer täglich in Milch und Molke herumrühren müssen, kommen sie im Herbst mit streichelzarten Händen von der Alm zurück. Wer allerdings seine Hände nicht jeden Tag mit Milch waschen will, kann auch einmal wöchentlich eine Honig-Kur machen: Die Hände mit einem Mix aus angewärmtem Honig und Olivenöl anpinseln, Baumwollhandschuhe darüber ziehen und über Nacht einwirken lassen.

Glanzvolelr Auftritt für Ihre Haare

Hochgenuss für trockenes Haar bietet eine Honigpackung. Sie macht die Oberfläche im Nu geschmeidig, glättet poröse Strukturen und bringt tollen Glanz: Zwei Esslöffel Honig im Wasserbad erwärmen, mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone mischen und sorgfältig auf das trockene (!) Haar streichen. Um den Kopf zuerst einen Turban aus Alufolie und dann ein vorgewärmtes Frotteehandtuch wickeln. Nach einer Viertelstunde die Haare wie gewohnt waschen (Shampoos mit Honigwirkstoffen gibt es z. B. von Plantur).

Ebenfalls einen Soft-Effekt bewirkt der so genannte Lactocerat-Komplex aus Milchfett, Milcheiweiß und Milchvitaminen, der in einer Reihe von Haarpflegeprodukten enthalten ist. Er lagert sich an das Haar an und glättet die aufgeraute Schuppenschicht. Gleichzeitig sorgt er für mehr Fülle beim Styling und wirkt antistatisch (z. B. "Haarmilch" von Poly, "Haarmilch" von Sanara, "Lait Lissant" von Maniatis/Le Club des Crateurs, Bestell-Hotline: Tel. 0180-524 13 13).

Himmlischer Duft

Und zu guter Letzt: Wer gut riecht, fühlt sich auch gut. Mit Parfums, die sahnig-sinnlich nach Milch, Lilie und Vanille duften, kann man sich den ganzen Tag natürlich frisch fühlen (z. B. "Diesel Plus Plus Feminine" von Diesel Fragrances oder "Annam" von Le Club des Crateurs, Bestell-Hotline: Tel. 0180-524 13 13).