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Schwangerschaft Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft: Drinlassen oder rausnehmen?

Eine Schwangere mit Bauchnabelpiercing wird von ihrem Partner umarmt
© Robert B. Miller, Shutterstock
Wenn es um die Verschönerung des eigenen Körpers geht, gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Doch was, wenn die Frau schwanger ist? Muss das Bauchnabelpiercing dann raus? Wir haben die Antworten.

Während der Schwangerschaft wachsen Bauch und Brüste der Frau, der Intimbereich ist stärker durchblutet. Wer normalerweise Piercings an diesen sensiblen Körperstellen trägt, hat jetzt einiges abzuwägen.

Ist es gefährlich, das Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft drinzulassen?

Nicht unbedingt. Wenn dein Bauchnabelpiercing gut verheilt ist, kannst du es auch erstmal weitertragen. Aber es gibt natürlich einiges zu bedenken: Der Bauch wächst in der Schwangerschaft stetig, die Haut dehnt sich aus. Und auch bei einem vollständig verheilten Bauchnabelpiercing können Spannungen auftreten oder sogar kleine Risse entstehen. Bereits kleine offene Stellen in der Haut können zu einer bakteriellen Infektion führen.

Mögliche Anzeichen einer bakteriellen Infektion:

  • Schwellungen und Rötungen
  • faulig riechende Flüssigkeit, die aus der Wunde austritt
  • Fieber, Schwindelgefühl, Magenbeschwerden oder Übelkeit

Falls du eine Infektion deines Bauchnabelpiercings vermutest, kannst du folgendes tun:

  • Nimm das Piercing nicht raus – außer, dein Arzt hat dir dazu geraten (wenn du es rausnimmst, kann sich nämlich die Öffnung schließen und die Infektion sich weiter im Körper ausbreiten)
  • Säubere den Bereich um das Bauchnabelpiercing regelmäßig (wasch dir zuerst die Hände mit antibakterieller Seife und verwende dann ein Wattestäbchen und warmes Wasser)
  • Verwende eine antibakterielle Salbe
  • Wenn du starke Symptome einer Infektion hast, wie beispielsweise Fieber oder Übelkeit, dann gehe auf jeden Fall umgehend zu deinem behandelnden Arzt. Er wird dir wahrscheinlich Antibiotika verschreiben.

Übrigens: Durch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft erhöht sich die Entzündungsgefahr – das gilt leider auch für ältere, eigentlich längst verheilte Piercings. Hinzukommen können allergische Reaktionen auf Metall, selbst wenn eine Frau vorher nie Probleme damit hatte.

Falls eine solche Allergie bei dir auftreten sollte und du dennoch nicht auf deinen Körperschmuck verzichten möchtest, dann gibt es als Alternative spezielle Schwangerschaftspiercings. Der Stab wird hier aus Akryl, PTFE oder Bioflex Kunststoff hergestellt und ist daher besonders sicher und flexibel. Spätestens ab dem vierten Schwangerschaftsmonat kannst du dein bisheriges Piercing gegen ein solches Modell austauschen. Erhältlich sind die Schwangerschaftspiercings für vier bis fünfzehn Euro in Piercingstudios oder auf verschiedenen Seiten im Internet.

Wann du dein Bauchnabelpiercing (zumindest zeitweise) rausnehmen solltest:

  • bei Ultraschalluntersuchungen
  • vor der Geburt (Schmuck ist grundsätzlich etwas, das du bei deiner Geburt besser nicht tragen solltest.)

Fazit: Während der Schwangerschaft musst du ein gut verheiltes Bauchnabelpiercing nicht zwangsläufig rausnehmen. Bei Entzündungen solltest du die betroffene Stelle aber verheilen lassen und dann neu überlegen. Bei allergischen Reaktionen – und auch sonst – empfehlen sich Schwangerschaftspiercings als sichere Alternative. Grundsätzlich gilt: Neue Bauchnabelpiercings sind in der Schwangerschaft tabu!

Quellen:


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