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Ausbildungsfreibetrag So werden Eltern erwachsener Kinder unterstützt

Haben Sie volljährige Kinder, die sich noch in der Berufsausbildung befinden? Dann haben Sie evtl. Anspruch auf den sog. Ausbildungsfreibetrag.

Wenn Sie ein oder mehrere volljährige Kinder haben, die sich noch in der Berufsausbildung befinden, steht ihnen möglicherweise der sogenannte Ausbildungsfreibetrag zu. Um diesen zu erhalten, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Ihr Kind muss unter 27 Jahre alt sein, es muss auswärtig wohnen und Sie müssen Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag haben.

Der Ausbildungsfreibetrag beträgt zur Zeit 924 Euro pro Kind und Kalenderjahr, er vermindert sich allerdings, wenn Ihr Kind eigene Einkünfte von über 1.848 Euro jährlich bezieht. Zu diesen Einkünften zählen auch Zuschüsse bzw. Ausbildungsbeihilfen aus öffentlichen Kassen, die nicht als Darlehen vergeben werden (wenn es sich bei BAföG-Zahlungen um Darlehen handelt, führen diese also nicht zu einer Kürzung des Ausbildungsfreibetrages). Von den anzurechnenden Bezügen wird der Einfachheit halber aber insgesamt eine Kostenpauschale von 180 Euro pro Jahr abgezogen - wenn höhere Aufwendungen nachgewiesen können zum Teil sogar noch mehr.

Der Ausbildungsfreibetrag wird Ihnen sogar dann gewährt, wenn Ihr Kind während des Studiums oder der Ausbildung mietfrei in einer Ihnen gehörenden Wohnung in einer anderen Stadt wohnt, wenn es an Ihrem Wohnort ein eigenes möbliertes Zimmer bezieht und sogar dann, wenn es in einer separaten Einliegerwohnung in Ihrem Haus wohnt.

Sind Sie und Ihr Ehepartner nicht gemeinsam steuerlich veranlagt oder ist eine gemeinsame steuerliche Veranlagung nicht möglich (weil Sie z.B. in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft wohnen), können Sie den Freibetrag auch untereinander aufteilen, also jeweils zur Hälfte bei der Steuererklärung ansetzen.


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