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Zusatzversicherungen - wofür eigentlich?


Natürlich möchte man seine Kinder gut abgesichert wissen. Doch genau mit diesem Wunsch machen die Krankenkassen gute Geschäfte. Ein Wort zu Zusatzversicherungen.

Teure Zusatzpakete

Zusatzversicherungen - wofür eigentlich?

Private Zusatzversicherungen gibt es meist im Paket. "Hier werden häufig attraktive mit unattraktiven Policen gekoppelt", warnt Georg Pitzl, Versicherungsberater in der Kanzlei Durstin und Kollegen und selbst Vater von drei kleinen Kindern. Beispielsweise sind die Kosten für Kontaktlinsen oder Brillen enthalten. Sie gelten jedoch als überschaubar und müssen darum nicht versichert werden. Sind sie jedoch in einem Paket mit eingeschlossen, zahlt der Kunde monatlich für eine Leistung mit, die er eigentlich nicht braucht - und das kann sich summieren. Pitzl weiß, dass ein Zusatzpaket bei den privaten Anbietern zwischen 50 Cent und zwölf Euro im Monat kosten kann. Das klingt zunächst nach nicht viel Geld, allerdings unterscheiden sich die Pakete in Umfang und Leistung. "Nehmen wir an, das Zusatzpaket liegt bei nur zehn Euro im Monat. Dann sind das bei zwei Kindern schon 20 Euro. Macht im Jahr 240 Euro - dafür, dass man die Police vielleicht nicht in Anspruch nimmt", rechnet der Experte vor. Er selbst legt das Geld darum lieber sicher und gut verzinst beiseite - beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto oder in einen Rentenfonds.

Sinnvolle Unfallversicherung

Letztendlich hängt die Entscheidung für oder gegen eine private Zahnersatz- oder Krankenhausversicherung jedoch vom Sicherheitsbedürfnis der Eltern und von deren Geldbeutel ab. Die Geschäftsführerin beim Bund der Versicherten, Lilo Blunck: "Wir empfehlen unseren Mitgliedern eher, eine Unfallversicherung abzuschließen." Sie zahlt, wenn sich das Kind beim Toben verletzt und im schlimmsten Fall ein Leben lang behindert ist. Allerdings sind hier gefährliche Sportarten wie beispielsweise Autorennen ebenso ausgeschlossen wie Unfälle unter Einfluss von Drogen oder Alkohol. Die Unfallversicherung kostet im Monat etwa acht Euro, auch Rooming-In können Eltern hier mit absichern.


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