Mobbing
 
So erkennen Sie Schikanen am Arbeitsplatz

Mangelnde Information

Über Arbeitsabläufe und Neuigkeiten werden Sie gar nicht oder schlecht informiert. Die Steigerung: Sie bekommen keine Hausmitteilungen per Email mehr. Ihr Zugang zum Intranet oder Ihr Telefon werden gesperrt. Kollegen oder die Sekretärin nehmen Anrufe für Sie entgegen, wenn Sie gerade nicht da sind, sagen Ihnen aber nichts davon. Ihre Post wird geöffnet oder verschwindet im Papierkorb. Diese Mobbing-Varianten betreffen oft Mütter, die Teilzeit arbeiten.

Direkte Angriffe

Wenn jemand Ihre Unterlagen, Ihre Arbeitsmittel, die Berufskleidung oder den Computer entfernt, handelt es sich schon um Mobbing in einem fortgeschrittenen Stadium. Weitere heftige Attacken sind: Anschreien, verletzende Kritik bei kleinen Fehlern, geschmacklose Witze, abfällige Kommentare über Ihr Aussehen, Abmahnungen wegen nichtiger Anlässen und das mündliche Androhen der Kündigung.

Die häufigsten Methoden der Mobber:

Der Mobbing-Report, eine repräsentative Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), erfasst die typischen Strategien der Mobber. Befragt wurden Opfer, die fast immer mehreren Schikanen gleichzeitig ausgesetzt waren:

  • Gerüchte, Unwahrheiten: 61,8 Prozent
  • Arbeitsleistung falsch bewertet: 57,2 Prozent
  • Ständige Sticheleien, Hänseleien: 55,9 Prozent
  • Verweigern von wichtigen Informationen: 51,9 Prozent
  • Arbeit wird massiv und ungerecht kritisiert: 48,1 Prozent
  • Ausgrenzung: 39,7 Prozent
  • Als unfähig dargestellt: 38,1 Prozent
  • Beleidigungen: 36 Prozent
  • Arbeitsbehinderung: 26,5 Prozent
  • Arbeitsentzug: 18,1 Prozent

Wie oft wird gemobbt?

  • täglich: 32,8 Prozent
  • mehrmals die Woche: 32,3 Prozent
  • mehrmals im Monat: 26 Prozent
  • seltener: 17,9 Prozent