Recht
 
"Dürfen die das eigentlich ...?"

"Die Klasse unserer Tochter soll nach Schulschluss den Unterrichtsraum putzen, weil das Geld für Reinigungspersonal fehlt. Ist das etwa erlaubt?"

Nein, mit dieser Idee ist schon die Stadt Hildesheim gescheitert. Sie wollte das Prinzip "Erst pauken, dann putzen" an allen Schulen ab Sekundarstufe I einführen, um so jährlich etwa 150.000 Euro einzusparen, wurde aber vom niedersächsischen Kultusministerium zurückgepfiffen. Begründung: Nach dem Schulgesetz ist der sogenannte Schulträger, also die Stadtverwaltung, fürs Putzen zuständig.

Zulässig wäre es jedoch, wenn Schüler und Lehrer einvernehmlich beschließen, dass sie ihren Klassenraum mit einem gemeinschaftlichen Großputz aufhübschen wollen, etwa weil der Reinigungsdienst Spinnweben, Staubfl ocken und Straßendreck nicht gründlich genug beseitigt.