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Kinderfotos So gelingen traumhafte Fotos

Kinderfotos halten wunderschöne Momente, kleine und große Premieren und viel Gefühl fest! Und mit ein paar kleinen Tricks ist es gar nicht schwierig, schöne Baby- oder Kinderbilder zu machen. Hier sind die Profi-Tipps der ELTERN-Fotografin Julia Krüger: Sie sagt Ihnen, wie Sie Ihren kleinen Liebling optimal in Szene setzen.

Kinderporträt: Ein Lächeln verzaubert

Technik: Benutzen Sie möglichst eine etwas längere Brennweite (entsprechend ca. 80-85 mm Kleinbild) oder stellen Sie Ihr Zoom etwa so ein. Ein sanftes Seitenlicht ist schön; lassen Sie das Kind nicht in die Sonne schauen. Wenn Blitzen unumgänglich ist, nur indirekt über die Decke.

Regie: Achten Sie darauf, dass Kleidung und Hintergrund harmonieren.
Bringen Sie das Kind durch Erzählen, Singen oder mit einer Handpuppe zum Lächeln (möglichst mit Helfer, der dicht neben oder über der Kamera agiert, damit das Kind ins Objektiv schaut).

Tipp: Öffnen Sie die Blende etwas weiter (kleinere Zahl), dadurch werden Randbereiche des Gesichts leicht unscharf und wirken weicher. Und: Schwarz-Weiß- Fotos sind bei Porträts oft schöner.

Erste Schritte: Hier ist gutes Timing wichtig

Technik: Draußen bei Tageslicht aufnehmen. Ruhiger Hintergrund (Wiese, Hauswand). Da Kinder schnell sind, auf eine Stelle weit vor dem Kind scharf stellen und erst auslösen, wenn es dort ist. Blende für eine gute Schärfentiefe möglichst weit schließen (hohe Zahl).

Regie: Eine zweite Person hinter Ihnen animiert das Kind, auf Sie zuzulaufen. Sie selbst gehen in die Hocke.

Tipp: Dem Kind sein Lieblingsspielzeug zeigen, damit es die Hand ausstreckt.

Familienporträt: Lieber kein Selbstauslöser

Technik: Am besten geben Sie, wenn alle richtig aufgestellt sind, die Kamera jemand anderem. Denn der Selbst- auslöser-Stress verrät den Fotografen nachher auf dem Bild. Blende eher weiter schließen (hohe Zahl), so werden alle scharf abgebildet.

Regie: Die ganze Familie sollte dicht beieinander sein. Wenn Große sitzen und Kleine stehen, kommen die Gesichter näher zueinander. Lieber locker gruppieren als wie "auf der Stange aufgereiht" hinsetzen. Ideal ist einfarbige Kleidung - aber kein Schwarz (dann entstehen konturlose "Löcher"). Wenn die Familie zu bunt gekleidet ist, lieber Schwarz- Weiß fotografieren.

Tipp: Manche können auf dem Bild den Arm um einen anderen legen.

Neugeborene: Bitte ganz zart!

Technik: Hellen Untergrund (Bettwäsche) wählen, damit die Haut nicht blass wirkt. Zartes, diffuses Licht ist optimal, auf den Blitz möglichst verzichten (wenn nicht zu vermeiden, an die Decke blitzen).

Regie: Lieber nicht gleich nach der Geburt, sondern ein paar Tage warten, bis die Haut ganz rein ist. Babykleidung nicht zu weit wählen ("Kartoffelsack"- Effekt), Halsausschnitt aber nicht zu eng. Kurze Ärmel, kurze Höschen zeigen mehr von der zarten Babyhaut.

Tipp: Mit dem Zoom Details wie Fingerchen oder Füßchen formatfüllend "heranholen".

Ihr Kind und seine Freunde: Warten auf den richtigen Moment

Technik: Am besten Tele oder Zoom wählen, damit sich die Kinder unbeobachtet fühlen. Auf das Licht achten, damit keine Schatten in die Gesichter fallen und kein Gegenlicht stört.

Regie: Am besten keine - die Kinder nur unbefangen miteinander spielen lassen.

Tipp: Eine lustige Gruppenaufnahme mit allen Freunden entsteht, wenn Sie eine weitwinklige Optik wählen und die Kinder in Richtung Kamera "Quatsch machen" lassen.

Baby und Mutter (oder Vater): Nähe wirkt

Technik: Damit das Kind nicht zu blass erscheint, sollten die Eltern keine dunkle Kleidung tragen. Möglichst weiches, natürliches Licht nutzen. Blitzen vermeiden oder wenigstens indirekt blitzen (Zimmerdecke als Reflektor nutzen).

Regie: Acht geben, dass die Mutter keinen Schatten aufs Kind wirft. Sie soll das Kind auf dem Arm ziemlich hoch halten, damit beide Gesichter nahe zueinander kommen. Oder: Die Mutter legt das Kind über die Schulter und wendet ihm ihr Gesicht zu, Sie foto-rafieren die Szene von hinten.

Extra-Idee: Die Mutter hält das Baby auf dem Arm, beide schauen in den Spiegel. Darauf achten, dass Fotograf und Kamera nicht zu sehen sind.

Diese drei Ratschläge gelten für jedes gute Foto

  • möglichst keine klein gemusterte Kleidung tragen
  • nicht ins Gegenlicht fotografieren, aber auch nicht direkt ins Licht schauen lassen
  • immer auf die Augenpartie scharf stellen

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