Neue Studie
 
Deutschland ist elternunfreundlich

5. Eltern haben keine Lobby

Trotz Kita-Ausbau und Elterngeld: Familien fühlen sich im Stich gelassen

"Eltern unter Druck" hat die Konrad-Adenauer-Stiftung ihre Studie betitelt - und scheint damit das vorherrschende Gefühl von Vätern und Müttern wiederzugeben. Eltern und erst Recht Alleinerziehende erleben die Gesellschaft offenbar nicht nur als kinder-, sondern auch als ziemlich elternunfreundlich. Sie haben das Gefühl, den von Schule, Arbeitgeber, anderen Eltern und vor allem auch sich selbst gestellten Erwartungen nicht gerecht werden zu können. Viele plagen Zukunfts- und Abstiegsängste: Sie sehen sich als Familie von ständigen Preiserhöhungen sowie zusätzlichen Abgaben besonders betroffen und erhalten ihrer Einschätzung nach keinerlei Ausgleich.

Von der Politik fühlen sie sich dabei, trotz Elterngeld und geplantem Kita-Ausbau, allein gelassen - und beklagen die fehlende Anerkennung für ihre Leistung vom Rest der Gesellschaft. Dieser hohe Leidensdruck beschäftigte offenbar auch die Verfasser der Studie: Explizit weisen sie darauf hin, wie erleichtert die befragten Eltern schienen, dass ihnen endlich einmal jemand zuhört und ihre Probleme ernst nimmt. Ursula von der Leyen: "Unsere Gesellschaft hat die Wünsche der Familien und vor allem der Mütter lange nicht ernst genommen. Doch nun tut sich endlich etwas."

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