Hochzeit
 
Das sollten Sie lieber lassen ...

Die Vorbereitungen für den "schönsten" Tag im Leben werden garantiert dazu führen, dass Sie mit Ihrem Liebsten über die Tischdeko streiten, mit den Eltern über die Frage Menü oder Büffet und mit allen Gästen über die Tischordnung. Die fünf gefährlichsten Hochzeits-Hürden.

Experimentelle Tischordnung

Hochzeit : Das sollten Sie lieber lassen ...

Ob Sie sich für 16,99 Euro eine Software für die virtuelle Konzeption der Tischerordnung zugelegt haben, "Mensch-ärgere-dich-nicht"-Figuren einsetzen, nächtelang an einer perfekten 3-D-Pappmache-Wiedergabe des Festsaals gebastelt haben oder einfach hunderte Seiten Papier mit möglichen Tischordnungen voll kritzeln - sparen Sie sich Ihren Experimentierdrang lieber für andere Dinge auf. Denn wie lange Sie auch an Ihrer ausgefallenen, total überraschenden Tischordnung feilen - die meisten Gäste werden es nervig finden, dass sie nicht neben ihren Freunden, Geschwistern, Verwandten sitzen, sondern neben einer völlig unbekannten Person, in deren Leben sich aber angeblich wahnsinnig viele Parallelen zu ihrem Tischnachbarn entdecken lassen. Wenn Sie sich also - nicht wirklich im Flüsterton vorgebrachte - Kommentare wie "Och schade, wir sitzen ja gar nicht mit Bernd und Renate zusammen" ersparen wollen, dann setzen sie verdammt noch mal Bernd und Renate mit Saskia und Nico zusammen - und sammeln Sie Kraft für die

Diskussion über Menü oder Buffet

"Also, Tante Sieglinde meint auch, dass ein Menü viel festlicher ist." Spätestens wenn Sie diesen Satz aus dem Mund der Brautmutter/Bräutigamsmutter hören, sollten Sie die Handbremse ziehen. Denn wahrscheinlich haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Monate lang über die Vor- und Nachteile von Büffet und Menü nachgedacht, mit diversen Bekannten gesprochen und sich in den einschlägigen Foren erkundigt, um sich nach durchwachten Nächten für das Büffet zu entscheiden. Und dann kommt Tante Sieglinde. Wie bei allen Vorbereitungen gilt auch hier: Das Einholen von mehr als drei Meinungen ist nicht unbedingt zielführend. Und, vielleicht kommen Sie ja auch gar nicht zum Essen. Warum? Weil Sie bei folgendem Punkt nicht aufgepasst haben, nämlich dem

Sektempfang in der prallen Sonne

Nehmen wir mal an, Sie haben Glück und es regnet nicht. Es ist Mittag, die Sonne knallt vom Himmel, es herrschen 27 Grad im Schatten - nur leider gibt es hier vor der Kirche keinen Schatten. Sie nehmen also in der prallen Sonne die Glückwünsche der Gäste entgegen, stoßen mit einem Glas Sekt an, stoßen noch mal an, noch mal und noch mal - Stopp, haben Sie eigentlich in den letzten Stunden etwas gegessen? Wie die meisten Bräute wahrscheinlich nicht. Das Ergebnis: Bald sehen Sie Tante Sieglinde doppelt, dann fragen Sie sich, ob sie sich für Büffet oder Menü entschieden haben und am Ende steht die Frage "Wo bin ich?" Lassen Sie es nicht so weit kommen, nippen Sie höchstens am Sekt oder trinken Sie Orangensaft. Denn Sie brauchen für die nächsten Stunden Kraft. Vor allem, wenn Sie Opfer der folgenden Hochzeitssünde werden:

Der minutiös geplante Ablauf

Seien wir ehrlich: Meistens ist es eine Frau, die die Rolle der Zeremonienmeisterin übernimmt. Die sich aufopfert, das große Ganze im Blick zu behalten und doch die einzelnen kleinen Schritt nicht zu vergessen. Ihre Arbeit hat unschätzbaren Wert - und ihr Schicksal ist leider, dass die wenigsten ihr diese Leistung danken werden. Denn die überkorrekte Zeremonienmeisterin erinnert einen irgendwie an Wandertage in der siebten Klasse, an denen man mit Sätzen wie "So, jetzt nicht den Anschluss verpassen" gegängelt wurde oder sich - "voll peinlich" - plötzlich in Reihe aufstellen musste, am besten noch nach Geschlechtern sortiert. Damals musste man aber immerhin nur von der Schule in den Bus und aus dem Bus zum See. An Hochzeiten gibt es da ganz andere Wege und vor allem andere Aufgaben zu bewältigen. Und je nach Temperament und Penetranz der Zeremonienmeisterin kann das unbedingte Festhalten am Protokoll eine gemütlich gestartete Hochzeitsfeier schnell ins Verderben führen. Also prüfen Sie Ihre Wahl sorgfältig!
Sie waren selber schon einmal Zeremonienmeisterin? Dann gilt für Sie folgende Warnung:

Mehr wissen als die Gäste

Sie haben selber schon viele Spiele und Überraschungen für befreundete Brautpaare vorbereitet? Dann haben Sie jetzt ein Problem. Denn, Hand aufs Herz, auf diesem Markt gibt es nicht so viele Neuerfindungen. Überrascht werden Sie dann vielleicht höchstens von der Reihenfolge der Aktionen sein. Oder davon, wer sie vorträgt. Vielleicht werden Sie auch denken: "Och, das haben wir aber bei Lina und Stefan schöner gemacht." Oder: "Das war aber mit der heißen Nadeln gestrickt.W Denken dürfen Sie das - falls Ihnen Ihre Freundschaften aber am Herzen liegen, sollte Sie die Lippen lieber versiegeln …

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