Spielzeug-Rückrufe
 
Mattel: "Wir brauchen strengere Standards"

Bei Jungen in Deutschland beliebt: die "Hot Wheels"-Reihe von Mattel.
Bei Jungen in Deutschland beliebt: die "Hot Wheels"-Reihe von Mattel.

Sind die deutschen Eltern eigentlich besonders sensibel in Hinsicht auf die Sicherheit des Spielzeugs? Und was sind generell die Besonderheiten des deutschen Spielzeugmarktes?
Eckert: Die Märkte ähneln sich eigentlich überwiegend. Deutschland ist ein sehr traditioneller Markt, Produkte, die hier gut laufen, tun das teilweise schon seit langer Zeit. Die deutschen Konsumenten haben sehr hohe Ansprüche an die Qualität des Spielzeugs - aber das ist in den USA, in Frankreich oder Italien ebenso der Fall.

Was verkauft sich denn besonders gut in Deutschland?
Eckert: Barbie ist weiterhin die beliebteste Modepuppe weltweit - und auch in Deutschland läuft Barbie weiterhin sehr gut. Wir haben daneben einen sehr starken Zuwachs in Deutschland bei Fisher Price-Produkten für jüngere Kinder und bei der "Hot Wheels"-Reihe für Jungen.

Was sind die neuen Trends?
Eckert: Die Verbindung von traditionellem Spielzeug mit den neuen Technologien ist der wichtigste Trend. Ein Beispiel ist Barbie - dort haben wir mit "I-design" ein neues Angebot, das eine Mischung aus Mode-Sammelkarten und Online-Spiel darstellt. Die Mädchen können mit diesen Karten Outfits entwerfen - sie können sie aber auch einscannen und auf ihrem Computer hochladen. Dann trägt eine Online-Barbie die Kleider, die das Kind für sie ausgesucht hat, und führt sie auf einem virtuellen Laufsteg vor.

Bedauern Sie die sinkende Bedeutung von traditionellem Spielzeug?
Eckert: Nein, denn traditionelles Spielzeug hat immer noch eine große Bedeutung – vor allem auf dem deutschen Markt. Aber wir müssen dennoch die sich ändernden Interessen der Kinder nachvollziehen und wir tun das, indem wir unser traditionelles Spielzeug mit den neuen Technologien verbinden.