Familie
 
Besser leben ohne Kinder?

"Mir wäre es lieber, ich hätte keine Kinder" - das sagt eine zweifache Mutter. Und schreibt mit "NO KID - 40 Gründe, keine Kinder zu haben", auch noch ein Buch darüber. Hier präsentieren wir einige Auszüge aus Corinne Maiers Pamphlet. Werden Sie Kritiker und schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Warum Corinne Maier lieber keine Kinder hätte

Familie: Besser leben ohne Kinder?

Familienfreundliches Steuersystem, gute Betreuungsmöglichkeiten - Frankreich scheint für Eltern das gelobte Land zu sein. Und die Franzosen danken es dem Staat und bekommen gerne viele Kinder. Alle Franzosen?

Nein! Corinne Maier, Politologin, Volkswirtin, Psychoanalytikerin und zweifache Mutter, genießt ihre Elternschaft offensichtlich nicht besonders. Sonst hätte die Autorin sicher nicht die Polemik "NO KID - 40 Gründe, keine Kinder zu haben" verfasst. Danach besteht vor allem die Mutterschaft aus üblen Schmerzen bei der Geburt, dem Verzicht auf sämtliche Lebensfreude, der Dauerbelastung durch Job, Haushalt und das Erziehen kleiner Egoisten sowie dem geradezu zwangsläufigen Verdummen und Verfetten.

Wie gesagt, die Autorin hat selber zwei Kinder! Deshalb möchten wir von Ihnen wissen: Ist das Leben mit Kindern wirklich so schlimm? Hier präsentieren wir Ihnen einige Auszüge aus "NO KID" (entnommen aus: NO KID von Corinne Maier. Copyright (C) 2007 by ditions Michalon, Paris; Copyright (C) 2008 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg) - betätigen Sie sich als Buchkritiker und schreiben Sie in Ihrem Kommentar, was Sie von Corinne Maiers Äußerungen halten.

Einige Leseproben:

Die Entbindung als Foltermethode

"Die Darstellung der Entbindung als überaus freudiges Ereignis ist ziemlicher Humbug. Für einige wenige Frauen, deren Körper dem Vorbild einer Tube nachempfunden ist, mag das vielleicht zutreffen, doch allen anderen Frauen bereitet eine Geburt Schmerzen. Ganz entsetzliche Schmerzen sogar. Es ist völlig richtig, dass eine PDA die Schmerzen beträchtlich lindert, doch selbst dadurch ist so eine Entbindung ganz gewiss kein Spaziergang. Ich persönlich habe in meinem ganzen Leben nichts erlebt, das mir so weh getan hätte. Frauen, die daherkommen und behaupten: "Die Geburt meines Kindes war der schönste Moment meines Lebens", sind mir überaus suspekt, denn seit ich selbst entbunden habe, weiß ich, dass sie lügen. Andere wiederum sind da vorsichtiger und sagen bloß: "Ich kann mich an nichts mehr erinnern", was oft bedeutet: "Ich möchte darüber nicht sprechen."

In Wahrheit dauert eine Entbindung mehrere Stunden, manchmal gar einen ganzen Tag; man wird wie ein dicker Käfer fixiert und bekommt zu diesem Zweck eine Röhre in den Rücken gebohrt; bei den Wehen hat man das Gefühl, der Bauch würde gleich von innen her aufreißen ... Eine Entbindung bedeutet Schmerz, Blut und Müdigkeit (und auch Kacke, aber das ist dann ein ganz besonderes Geschenk für die Hebamme oder den Arzt). Haben Sie im Film Alien die Szene gesehen, in der sich aus dem Körper einer der Darsteller ein Monster herauszwängt und ihm dabei den Bauch zerfetzt? Wissen Sie, weshalb diese Szene weltberühmt ist? Weil sie den Umständen einer Geburt erschreckend nahe kommt, natürlich (...)"

Auf der folgenden Seite lesen Sie, wie Corinne Maier über das Stillen denkt und wie ein Kind ihrer Meinung nach das Leben seiner Mutter verändert.

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