Aktion "Mütter fahren sicherer!"
 
Knappe Parklücke? Kein Problem!

Frauen können nicht einparken? Von wegen! Sie brauchen nur mehr Mut, Übung und die richtigen Tipps, meint Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied. Davon gab es reichlich für die zehn Gewinnerinnen beim 3. Fahrsicherheitstraining von Toyota und ELTERN in Lüneburg.

Wie viele Menschen passen in den toten Winkel?

Aktion "Mütter fahren sicherer!": Knappe Parklücke? Kein Problem!
Ehe es an die praktischen Übungen geht, machen die Mütter sich mit ihren Übungswagen vertraut, zwei Toyota Verso und drei Toyota RAV4. Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied und ADAC-Trainerin Anja Urban helfen beim perfekten Einrichten der Rückspiegel und bringen dann die Teilnehmerinnen mit einer kniffligen Frage ins Schwitzen: Wie viele Menschen passen in den toten Winkel?
Da hilft nur Ausprobieren: Eine Mutter setzt sich hinters Steuer und beobachtet abwechselnd den Innen- und den Außenspiegel. Die übrigen stellen sich eine nach der anderen so links neben das Auto, dass die Frau hinterm Steuer sie in keinem der beiden Spiegel sehen kann. Erst als alle verschwunden sind, darf sie sich umdrehen. Sie staunt: Die ganze Gruppe hat locker reingepasst. Also: nie wieder Spurwechsel ohne Schulterblick!

Mütterfahrtraining: Perfekt einparken

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Nichts geht ohne üben, üben, üben

Dann gehts ans Einparken. Sind Frauen da wirklich von Natur aus schlechter als Männer? „Nein, natürlich nicht“, sagt Isolde Holderied. „Aber ich erlebe immer wieder, dass Frauen unsicherer sind. Die häufigste Ursache: Sie haben einfach nicht so viel Übung wie die Männer. Zudem lassen sie sich schneller reinreden und entmutigen. Und dann kommt womöglich noch dazu, dass sie die nagelneue Familienkutsche fahren, der natürlich nichts passieren darf.“ Was also tun? Vier Schritte empfiehlt die Motorsportlerin:

- Stellen Sie alle Spiegel passend für sich ein. Im rechten Außenspiegel sollten Sie den rechten hinteren Reifen sehen, so können Sie den Abstand zum Bordstein kontrollieren.

- Nehmen Sie sich Zeit zum Üben, zum Beispiel am Sonntagnachmittag auf einem leeren Supermarkt-Parkplatz. Oder fahren Sie auf einen Verkehrsübungsplatz. (Wo Sie einen in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie hier.) Nehmen Sie nur jemanden mit, der Sie ganz bestimmt ermutigt. Noch besser: eine Freundin, die auch üben will!

- Packen Sie zwei Pylonen, Pappkartons oder andere Markierungen ein, die Sie ohne Schaden mit dem Auto berühren können. Und jetzt: Die Hindernisse erst weiter, dann enger stellen und üben, üben, üben, bis Sie sich sicher fühlen!

- Ihre neu erworbenen Fähigkeiten können Sie dann auch im Alltag einsetzen. Dabei ganz wichtig: Nehmen Sie sich zum Einparken immer die Zeit, die Sie brauchen, auch, wenn jemand hupen sollte. Nur so bekommen Sie die Sicherheit, mit der Sie eines Tages schnell und akkurat einparken können.

Bremsen, rutschen, schleudern: Nach dem Einparken gibt's Action

Nach so viel Millimeterarbeit wartet auch noch Action auf die Mütterrunde. Vollbremsungen, Kurvenfahren, Schleuderübungen: Alle Teilnehmerinnen zeigen, was fahrerisch in ihnen steckt und setzen die Tipps der Trainerin Anja Urban gekonnt um. Am Ende sitzen alle wieder in der Runde beisammen. Und sind sich einig: „Toll, wie viel man an einem Tag mit dem Auto lernen kann!“