Kinder und Religion
 
Wie viel Glauben brauchen Kinder heute?

Viele Eltern glauben nicht an Gott und besuchen die Kirche nur noch bei Hochzeiten oder Taufe. Aber was ist mit den Kindern? Brauchen Kinder Gott? Kann man sie christlich erziehen, wenn man selber nicht glaubt. Hier finden Sie keine Lösungen, aber Anregungen.

Kinder und Religion : Wie viel Glauben brauchen Kinder heute?
Marcel Mooij - Fotolia

Früher war alles klar: Man war katholisch oder evangelisch, besuchte an den hohen Fest- und Feiertagen den Gottesdienst, ging nachmittags zum Religionsunterricht und irgendwann zur Konfirmation oder Firmung. Heute sitzen Eltern in der Küche und zerbrechen sich den Kopf darüber, was in Sachen Glauben für ihr Kind wichtig ist. Soll man abends beten? Wie über Gott reden, wenn man selbst nicht an ihn glaubt? Soll Boris in den katholischen Unterricht gehen oder doch lieber in den Ethikunterricht? Zu dem netten, aber konservativen Pfarrer oder zu dem jungen, modernen?

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Oft hapert es schon an Grundkenntnissen

Zumindest in einem Punkt sind sich die meisten Eltern einig: Ihrem Kind sollte der kulturgeschichtliche Hintergrund des jüdisch-christlichen Abendlandes vertraut sein. Sonst wird es schwierig, eine gotische Kathedrale zu verstehen. Aber Heranwachsenden hapert es heute schon an Grundkenntnissen.

Einen ethischen Leitfaden vorgeben

Auch wenn manche Eltern der Institution Kirche skeptisch gegenüberstehen und keine Religionszugehörigkeit für ihr Kind wünschen, so wollen sie es doch dazu befähigen, ethisch geleitete Entscheidungen zu treffen. Der Lehrer und Rabbiner Steven Carr Reuben hat Lebensregeln erstellt, die ihre Wurzeln in unserer Kultur und in den Zehn Geboten haben und ein Leitfaden sein können, egal, welcher oder ob man einer Konfession angehört:

  • "Erkenne die Freiheit als ein menschliches Grundrecht an."
  • "Richte dich nicht nach Werten, die deiner Würde als Mensch schaden."
  • "Sei verlässlich."
  • "Nimm dein Leben in die Hand und erfülle es mit Sinn."
  • "Respektiere deine Familie."
  • "Achte das Leben."
  • "Bemühe dich um liebevolle, vertrauensvolle Beziehungen zu anderen."
  • "Stiehl nicht."
  • "Lüge nicht."
  • "Sei dankbar für das, was du hast."

Die wichtigsten Geschichten und Rituale vermitteln

Neben diesen ethischen Lebensregeln sollten Kinder die wichtigsten Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament kennen: die Schöpfungsgeschichte, die Zehn Gebote, das Leben von Abraham, Moses und Jesus und die Auferstehung. Auch die wichtigsten Feiertage und Riten der anderen Weltreligionen – Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus – sollten ihnen vertraut sein.

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