Kinder im Straßenverkehr
 
Mit dem Fahrrad sicher ans Ziel

Das erste Fahrrad - der ganze Stolz der kleinen Nachwuchsbiker. Vor Freude am Strampeln darf die Sicherheit natürlich nicht vergessen werden! Unsere Tipps lassen Sie sicher ans Ziel kommen.

Große Sicherheit für kleine Radler

Kinder im Straßenverkehr: Mit dem Fahrrad sicher ans Ziel
Monkey Business - Fotolia.com

Fahrradfahren ist nicht nur ein großer Spaß für die Kleinen, es hilft ihnen auch spielerisch, den Gleichgewichtssinn zu schulen, das Auf- und Absteigen, Anhalten, Fortbewegen und Lenken zu lernen. Und die Eltern freut's. Ist doch die Bewegung an der frischen Luft auch noch richtig gesund. Mama und Papa sollten jedoch wissen, dass die kleinen Radfahrer meist noch nicht in der Lage sind, den Straßenverkehr richtig zu beurteilen. Kinder lassen sich sehr stark ablenken, so dass sie im Verkehr schnell in Gefahr geraten können. Erst mit etwa acht Jahren sind Kinder fähig, sich über eine längere Zeit zu konzentrieren. Was deshalb nie fehlen darf, ist die richtige Schutzausrüstung. Das A und O: dass die kleinen Radler im Straßenverkehr gut gesehen werden. Und bei einer - hoffentlich harmlosen - Bruchlandung sollten sie bestens geschützt sein.

Hier unsere Tipps:

Monkey Business - Fotolia.com

Sicher auf die Straße

Auf die Straße erst ab acht Jahren
Kinder unter acht Jahren müssen auf dem Gehweg fahren. Bis zum zehnten Geburtstag dürfen sie weiterhin den Gehweg benutzen.

Fit für den Verkehr
Das sind Kinder erst so richtig nach Ende der Radfahrausbildung in der vierten Klasse. Wichtig: Es geht nicht nur darum, das Gleichgewicht halten zu können und die Verkehrsregeln zu kennen, sondern auch darum Gefahren, einschätzen zu können und Erfahrungen zu sammeln.

Typisches Verhalten von Kindern im Straßenverkehr

  • Kinder haben ein engeres Blickfeld als Erwachsene, es ist nach links und rechts eingeschränkt; seitlich nahende Fahrzeuge bemerken sie daher erst spät.
  • Kinder können Geräusche noch nicht so gut orten wie Erwachsene. Sie erkennen oft nicht rechtzeitig, aus welcher Richtung zum Beispiel ein Hupen oder Motorengeräusche kommen.
  • Kinder können Geschwindigkeiten und Bremswege erst in fortgeschrittenem Grundschulalter einigermaßen richtig abschätzen.

So banal es klingt: beim Fahrradfahren müssen die Eltern ein Vorbild sein und mit Ihrem Kind die Verkehrssicherheit trainieren!

Achten Sie auf die Sicherheit des Fahrrads

Worauf beim Kauf eines Fahrrads achten? Bitte kein Rad kaufen, ohne dass sich Ihr Kind vorher draufgesetzt hätte.

  • Beide Beine müssen den Boden berühren können, möglichst mit dem ganzen Fuß.
  • Abstand zwischen Lenker und Sattel: Die Kinderknie dürfen nicht an den Lenker anstoßen.
  • Achten Sie auf rutschfeste Sicherheitsgriffe.
  • Eine laute, leichtgängige Klingel ist wichtig.
  • Die Vorderbremse sollte leichtgängig sein, so dass auch eine schwache Kinderhand sie drücken kann, während der Daumen am Lenker bleibt.
  • Der Lenker muss verstellbar sein, so dass das Kind im Sitzen eine aufrechte Position einnehmen kann.
  • Leuchten: ein nach vorn wirkender, dynamobetriebener Scheinwerfer mit weißem Licht; je zwei gelbe Speichenrückstrahler an Vorder- und Hinterrad.

Sorgen Sie immer für ein technisch einwandfreies Fahrrad und überprüfen sie dessen Zustand - insbesondere die Bremsen - regelmäßig, in der Fahrrad-Saison am besten wöchentlich!

Tipps für die Straße

  • Zum Straßenrand einen Sicherheitsabstand von einem halben bis zu einem Meter einhalten.
  • Rechtzeitig den Wechsel der Fahrtrichtung mit Handzeichen anzeigen.
  • Besonders vorsichtig beim Vorbeifahren an Autos sein, mit plötzlich aufschlagenden Autotüren rechnen.
  • Ganz besonders beim Abbiegen aufpassen und den Verkehr vorher gut beobachten.
  • Immer mit der Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen!

Die richtige Schutzausrüstung

  • Nie "oben ohne", also nie ohne Fahrradhelm aufs Rad.
  • Immer mit Beleuchtung fahren, vor allem bei schlechter Sicht.
  • Auffällige Kleidung tragen, am besten in Leuchtfarben oder aus reflektierendem Material, z.B. als Weste oder Hosenbänder.
  • Reflektoren am Fahrrad anbringen (gibt es bunt und z.B. in verschiedenen lustigen Tierformen).
  • Sicherheitswimpel helfen, kleine Radfahrer rechtzeitig zu erkennen.
  • Keine Taschen an den Lenker hängen, Gepäck immer auf Gepäckträger, in Fahrradtasche oder Fahrradkorb verstauen.

Der Helm:
Er sollte genau passen, ohne zu drücken oder zu wackeln. Er muss die Stirn, die Schläfen und den Hinterkopf sicher abdecken.
Der Kinnriemen darf weder auf die Ohren noch auf die Halsschlagader drücken. Er sollte verstellbar sein und seitlich - nicht unten - sitzen. Er darf nicht am Kinnknochen aufliegen und sollte fest sitzen, ohne zu drücken (das ist der Fall, wenn noch ein Finger zwischen Riemen und Kinn passt).
Der Helm sollte die einschlägigen Sicherheitsnormen erfüllen und ein anerkanntes Prüfzeichen haben. Und - ganz wichtig! - er sollte dem Kind gefallen, damit ihn der kleine Radler auch gerne aufsetzt.