Unterwegs
 
So fahren Familien sicher

Schnell rein ins Auto und ab geht die Fahrt? Besser nicht! Schließlich wollen Sie Ihre Familie sicher ans Ziel bringen. Mit diesen Infos können Sie sich mit einem guten Gefühl auf den Weg machen.

Sicher unterwegs: die Basics

Unterwegs: So fahren Familien sicher
  • Kinder brauchen einen Autokindersitz: Egal, ob es gerade ganz schnell gehen muss oder sie in einem anderen Auto mitfahren. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, den Kindersitz notfalls von dem einen ins andere Auto zu tragen.

  • Auch Erwachsene müssen sich anschnallen: Und auch hier gilt: bitte immer! So kurz die Fahrt auch sein sollte. Auch Schwangere sollten den Gurt anlegen. Der übers Becken verlaufende Teil sollte dann so tief wie möglich unterhalb des Bauches geführt werden, damit die Fruchtblase möglichst wenig belastet wird. In den letzten Monaten sollten schwangere Frauen das Autofahren möglichst reduzieren.

  • Wer helfen kann, fährt sicherer: Wissen Sie noch, wie die stabile Seitenlage funktioniert? Der Erste-Hilfe-Kurs liegt bei den meisten Autofahrern leider schon Jahre zurück. Wenn Sie sich nicht mehr an die wichtigsten Handgriffe und Anweisungen erinnern können, sollten Sie Ihr Wissen lieber bald auffrischen. Außerdem: Darauf achten, dass der Verbandskasten immer griffbereit und einsatzfähig ist.

  • Der sicherste Platz für ein Kind im Auto ist auf den Rücksitzen. Damit Ihr Kind immer zum Fußweg ein- und aussteigen kann, sollten Sie den Platz hinten rechts oder hinten in der Mitte auswählen.

  • Keine dicke Kleidung im Kindersitz: Mit dickem Pullover und Winterjacke wird es schnell eng im Kindersitz. Die Gurte liegen nicht straff und nahe genug am Körper an. Insbesondere wenn die Schultergurte von der Schulter abrutschen oder der Beckengurt über den Bauch verläuft, kann es bei einem Crash zu gefährlich hohen Belastungen kommen. Dicke Kleidung daher möglichst ausziehen und Ihr Kind mit einer Decke oder Jacke zudecken.

  • An Blendschutz denken: Farbenfrohe Sonnen-Rollos oder ein ins Fenster geklemmte Tuch helfen gegen stechende Sonnenstrahlen.

Auf längeren Fahrten nicht vergessen!

  • Pausen einplanen: Die Faustregel: Nach maximal zwei Stunden Fahrt mindestens 15 Minuten anhalten, aussteigen, herumtoben oder Gymnastik machen.

  • Rücksicht auf den Magen nehmen: Kinder, denen es im Auto schnell schlecht wird, sollten vor und während der Fahrt nichts Fettes, sondern lieber kleine Portionen Obst essen und viel trinken, dabei Sprudelgetränke und Orangensaft meiden. Was bei Reisekrankheit sonst noch hilft: während der Fahrt nicht lesen oder malen, vorn aus dem Fenster gucken, homöopathische Mittel (z.B. Cocculus oder Tabacum in D6-Potenz), ein Akupressurband am Handgelenk (gibt's in der Apotheke), Sonnenschutz am Fenster und schlafen. Deshalb am besten dann reisen, wenn die Kinder müde sind.

  • Auf Wechselklleidung achten: Der Temperatur angepasst kleiden, nicht zu warm und nicht zu kalt. Ebenso sollten Sie Wechselkleidung bei der Hand haben, falls sich Ihr Kind vollspuckt.

  • Es gemütlich machen: An heißen Tagen ein Frotteetuch auf den Kindersitz legen, das saugt den Schweiß auf und Ihr Kind fühlt sich dadurch wohler. Nackenkissen und eine Kuscheldecke einpacken, damit Ihr Kind gemütlich sitzt.

  • Bei Hitze für Erfrischung sorgen: Ab und zu Wasser aus einer Plastikflasche auf Arme und Beine tropfen lassen und verreiben - kühlt und macht Spaß.

  • Zugluft vermeiden: Sie sollten nicht mit offenem Fenster fahren oder die Klimaanlage zu kühl einstellen - das führt schnell zu Erkältungen.

  • Für Beschäftigung sorgen: Nicht vergessen: Feuchttücher, Servietten und Abfalltüten, Hörspiele - neue sind natürlich besonders spannend -, Bücher, Malstifte und Schmusetier. Denn je besser sich die Kinder beschäftigen, umso schneller vergeht für sie die Zeit.