Umwelt schützen
 
Wohnen Sie schon öko?

Gesund leben, für die Kinder eine lebenswerte Umwelt erhalten - das liegt allen jungen Eltern am Herzen. Wie leicht das im täglichen Leben umzusetzen ist, zeigen unsere Tipps. Und das Beste: Sie können dabei auch noch viel Geld sparen.

Thema: Gut Wohnen

Umwelt schützen: Wohnen Sie schon öko?

Wie Sie zu Hause Ihre Ökobilanz verbessern können? Eigentlich ganz einfach: Kaufen Sie moderne, "energieeffiziente" Haushaltsgeräte, drehen Sie den Heizungsthermostat in jedem Zimmer um um zwei bis drei Grad herunter und ersetzen Sie das Vollbad durch die Dusche. Ihr Gas-, Öl-, Strom-, Wasserverbrauch wird spürbar sinken, und Ihre Mülltonne quillt nicht mehr über.
Tja, aber...wenn der alte Kühlschrank doch noch läuft? Wenn 800 Euro für die Effizienzklasse-A-Waschmaschine das Haushaltsbudget sprengen? Wenn mein Baby im Bad 24 Grad braucht? Wenn ein heißes Bad für mich die schönste Art der Enstpannung bedeutet?
Fangen Sie einfach mal an. Probieren Sie aus, wo es Ihnen am wenigsten weh tut.

Beginnen Sie hiermit:

Clever heizen:

  • In wenig genutzten Zimmern Temperatur senken und Türen möglichst geschlossen halten.

  • Im Winter nachts die Fensterläden herunterlassen - hält die Wärme drinnen.

  • Heizung nicht komplett ausmachen, wenn man die Wohnung für mehrere Stunden verlässt, sondern nur etwas herunterdrehen. Die ausgekühlte Wohnung aufzuheizen, verbraucht mehr Energie, als durchs Abstellen gespart wird.

  • Stoßlüften: Fenster lieber ab und zu für fünf Minuten ganz aufmachen als stundenlang gekippt lassen.

  • Temperatur des Warmwasserspeichers reduzieren. Selbst Warmduschern reichen in der Regel 50 Grad.

  • Heizkörper nicht mit Möbeln zustellen. Maueraussparungen hinterm Heizkörper abdämmen - dort geht besonders viel Wärme nach draußen verloren. Reflektierendes Dämmmaterial (aus dem Baumarkt, ca. 10 Euro/qm) wird einfach hinter den Heizkörper geklebt.

Wasserverbrauch senken:

  • Fünf Minuten duschen verbraucht etwa nur ein Drittel der für ein Vollbad benötigten Wassermenge (160 Liter). Falls Sie für Ihr Leben gern in der Wanne liegen, können Sie die Kinder nach Ihrem Enspannungsbad durchs Badewasser ziehen.
  • Duschköpfe mit Durchflussbegrenzer (ab 20 Euro) und Spardüsen an Wasserhähnen (ab 2 Euro) senken den Wasserverbrauch drastisch.

Strom sparen:

  • Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauschen. Bevor sie jetzt die Augen verdrehen: Sparlampen sind in den vergangenen Jahren erheblich besser geworden: Sie leiden nicht mehr unter häufigem Ein- und Ausschalten. Es gibt sie auch mit wärmeren Licht und in Glühbirnen Form oder als Spot. Nur die billigen flackern beim Einschalten noch und brauchen Minuten, bis sie richtig hell sind. Investition für eine gute Energiesparlampe: ab zehn Euro. Am besten erst mal die meistgenutzen Lampen in der Wohnung austauschen.

  • Regelmäßig abschalten: Fernseher, Hifi-Anlage, PC, DVD-Spieler - die meisten dieser Geräte ziehen auch ausgeschaltet viel Strom aus der Dose. Deutschlands Geräte verbrauchen im Standby-Betrieb übers Jahr gesehen mehr Strom als die Drei-Millionen-Stadt Berlin. Deshalb: Geräte richtig ausschalten bzw. bei fehlendem Knopf Stecker ziehen. Oder, komfortabler: eine abschaltbare Steckerleiste kaufen (ab fünf Euro).

  • Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Geschirrspüler nur voll beladen laufen lassen.

Müll vermeiden:

Nur kurz ein Wort zur Frage: "Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln?" Wer sein Kind mit Stoff wickelt, produziert deutlich weniger Müll, braucht allerdings viel Energie zum Waschen und Trocknen der Windel. Verschiedene Öko-Bilanzen legen nahe, dass die Stoff- den Plastikwindeln nur unter optimalen Bedingungen leicht überlegen sind (z.B. wohnortnaher Windeldienst, modernste Waschmaschinen, möglichst kein Trocknereinsatz).

Öko- und Familien-Plus:

"Wer richtig heizt, spart zwischen 50 und 200 Euro im Jahr."

Durch die oben genannten Heiztipps sparen Sie mindestens zehn Prozent Öl, Gas, Kohle oder Strom (allein ein Grad weniger Raumtemperatur macht schon sechs Prozent aus), das heißt: je nach Wohnung zwischen 50 und 200 Euro im Jahr. Mit aufwendigeren Dämm-Maßnahmen ist deutlich mehr drin.
Wer den Wasserkonsum zurückfährt, spart dreifach: bei Trinkwasser, Abwasser und Energie für Warmwasser.

Die Umrüstung auf Energiesparlampen amortisiert sich in der Regel bereits nach ein bis zwei Jahren, nach weiteren acht Jahren haben Sie bei Austausch von zehn Glühbirnen bis zu 1000 Euro an Stromkosten gespart.
Und: Sie entlassen damit für die Beleuchtung auf einen Schlag 80 Prozent weniger von dem Klimakiller-Gas CO2 in die Atmosphäre.