Typisch deutsch
 
Wie denkt man im Ausland über deutsche Eltern?

Das ist "typisch deutsch" für italienische Eltern

In Italien gibt es tatsächlich das Klischee der typisch "deutschen Mutter", weiß Sarah Pozzoli, Redakteurin unserer italienischen Partner-Site www.nostrofiglio.it. Damit sei gemeint: Die Mutter ist zwar ein wenig streng mit ihren Kindern, legt im Großen und Ganzen aber viel Wert auf Gerechtigkeit und eine freie Entfaltung des Nachwuchses. Wichtig ist ihr allerdings, dass die schulischen Leistungen stimmen. "Manche Leute benutzen das Klischee jedoch auch in einem eher negativen Sinn", warnt Sarah Pozzoli: "Sie wollen damit sagen, dass man zu streng und zu kühl mit seinen Kindern umgeht - als wäre die Mutter ein Offizier und die Kinder kleine Rekruten."

Das entgegengesetzte Stereotyp sei in Italien übrigens die "mediterrane Mutter": Die gehe extrem liebevoll mit ihren Kindern um und benehme sich wie die sprichwörtliche Glucke. Die Kehrseite davon sei jedoch ihre Unfähigkeit zu aktzeptieren, dass die Kinder erwachsen werden und das heimische Nest verlassen. Für die Söhne und Töchter solcher Mütter, die mit 30 oder gar 40 Jahren noch im Elternhaus leben würden, gäbe es im Italienischen sogar mittlerweile ein neues Wort: "Bamboccioni"!