Vermisste Kinder
 
Wenn Kinder verschwinden

Ungefähr 1000 Kinder gelten derzeit in Deutschland als vermisst -von der Schule nicht nach Hause gekommen, beim Spaziergang verschwunden, entführt. Hilfsverbände und Unternehmen bieten den Eltern Trost und helfen bei der Suche.

Vermisste Kinder: Wenn Kinder verschwinden
GerMan - Fotolia.com

Wer Kinder hat, kennt diesen Alptraum: Sie sind in einem belebten Kaufhaus, lassen an der Kasse für eine Minute das kleine Kind aus den Augen und als Sie wieder hinschauen, ist es weg. Sofort spüren Sie Panik aufsteigen. Gut, wenn in diesem Moment der Wecker klingelt und Sie merken: Alles nur geträumt. Was als Urangst in allen Eltern schlummert, wird für einige Wirklichkeit. Das Kind verschwindet. Es kommt von der Schule nicht nach Hause. Es wollte nur kurz eine Freundin besuchen und kommt nie dort an. Für die Eltern bricht damit die ganze Welt zusammen. Neben der Polizei gibt es auch Initiativen, die bei der Suche helfen und den Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und viele Kinder werden tatsächlich wieder gefunden.

Die allermeisten Fälle der pro Jahr 50.000 gemeldeten verschwundenen Kinder in Deutschland werden innerhalb der ersten zwei Wochen aufgeklärt. Darunter sind etwa 700 Kinder, die von einem Elternteil unrechtmäßig dem anderen Elternteil weggenommen und verschleppt werden - der sogenannte Kindesentzug. Als dauerhaft vermisst gelten in Deutschland derzeit etwa 1000 Kinder und Jugendliche, einige sind schon seit mehreren Jahren verschwunden. Sie sind entweder abgehauen, weil sie daheim Streit hatten, weil sie ein Abenteuer gesucht haben oder an die falschen Freunde geraten sind. Monika Bruhns, die Vorsitzende von Vermisste Kinder e.V., weiß, dass es eigentlich mehr Kinder sind, die verschwunden sind: "Manche Kinder, die dann in der Obdachlosenszene auftauchen, werden gar nicht erst gesucht." Von den Eltern nicht vermisst und daher nicht gemeldet.

GerMan - Fotolia.com
zurück 12