Raus bei jedem Wetter?

Ein ausgedehnter Spaziergang an den Feiertagen gehört für viele Eltern dazu. Und ist gut für die Gesundheit.

: Raus bei jedem Wetter?

Die beste Vorbeugung gegen Schnupfen und Grippe ist ein starkes Immunsystem. Damit es in Hochform bleibt, gehört auch im Winter viel frische Luft dazu - Erwachsene und Kinder profitieren davon, wenn sie jeden Tag raus können. Abgehärtete Kinder bekommen sogar 33 Mal seltener eine Infektion der oberen Luftwege als solche, die immer in Watte gepackt werden, wie Untersuchungen gezeigt haben. Zum Training für die Abwehr gehören unterschiedliche Reize: Durch den Wechsel von Kälte und Wärme lernen die Gefäße, sich anzupassen, Krankheitserreger rufen die Abwehrzellen auf den Plan. Was zu beachten ist, damit feuchtes und kaltes Wetter nicht schadet und wie Sie das Immunsystem sonst noch ankurbeln können.

Auch bei Nebel ins Freie?

Bei Nebel und Smog sind kleine Kinder im Haus besser aufgehoben als draußen. Dann ist die Konzentration an Schadstoffen in der Luft besonders groß. Das ist aber die einzige Ausnahme. Sonst können und sollen schon Kleinkinder bei jeder Wetterlage mindestens einmal am Tag für eine halbe bis eine Stunde raus und ausreichend Möglichkeit haben, sich zu bewegen und zu toben. Das fördert die Durchblutung und stärkt so Widerstandskraft und Schleimhäute.

Wie warm einpacken?

Ziehen Sie Ihr Kind nicht zu warm an. Viele Mütter neigen dazu, ihrem Kleinen zu viel überzuziehen. Nehmen Sie ein Teil weniger als Sie eigentlich vorhaben. Denn Ihr Kind sollte nicht schwitzen, sonst kann es sich erkälten. Eine Mütze ist besonders bei kleineren Kindern wichtig, weil sie über den Kopf rasch auskühlen. Auch Handschuhe und Schal gehören bei winterlichen Temperaturen dazu. Falls Sie länger mit dem Kind unterwegs sind, eignet sich der Zwiebellook: Gehen Sie in ein Gebäude, etwa zum Einkaufen, können Sie die äußere Schicht ausziehen. Weiterer Vorteil: Zwischen den einzelnen Kleidungsstücken entstehen Luftpolster, die zusätzlich isolieren und vor dem Auskühlen schützen. Sitzt das Kind im Kinderwagen, braucht es etwas wärmere Kleidung, weil es sich nicht bewegt. Ein Schneeanzug und dann in einen gefütterten Fußsack gesteckt, ist optimal.

Kuschelwärme für Babys

    Gut eingepackt und Körperwärme von der Mutter, da fühlt sich Ihr Kleines beim Spaziergang bestimmt wohl. Für Babys gelten besondere Regeln:
  • Bei mildem, klarem Winterwetter können Sie mit Ihrem Baby sofort nach draußen, vorausgesetzt es ist gesund.
  • Unter minus fünf Grad, bei Nebel, starkem Wind daheim bleiben.
  • Sinnvoll sind kleine Ausflüge; mit zehn Minuten beginnen, langsam auf eine halbe bis ganze Stunde steigern. Warm eingepackt im Kinderwagen am offenen Fenster oder auf dem Balkon tut es auch.
  • Den Kinderwagen winterfest machen - mit einer Styroporplatte oder Zeitungspapier unter der Matratze wird Kälte von unten abgeblockt; ein Lammfell obendrauf wärmt zusätzlich.
  • Gesichtshaut und Lippen unbedingt mit einer Fettcreme schützen.
  • In der Wohnung nicht zu sehr heizen. Tagsüber reichen 20 bis 22 Grad, nachts 15 bis 18.
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