Familienpolitik
 
"Kinder sind keine preiswerten Erwachsenen"

Mehr Hilfe für sozial Schwächere

Zwar ist das Wahlprogramm der Linken noch nicht verabschiedet, doch zeigen die von Diana Golze vorgestellten familienpolitischen Ziele deutlich, wo die Partei ihre Klientel verordnet: in den unteren Einkommensschichten. So findet sich neben der Forderung nach der Erhöhung von Elterngeld, Kindergeld und Kinderzuschlag in den Entwürfen auch der Plan, zu versteuernde Einkommen ab 60.000 Euro mit einem Spitzensteuersatz von 50 Prozent zu belegen. Das aber würde auch viele Familien hart treffen, die eher einem mittelständischen Umfeld zuzurechnen sind.

Diana Golze mag diesen Plan auch nicht so recht unterstützen, sie hält eine "Millionärsabgabe" für sinnvoller. Allerdings haben mittelständische Familien ihrer Meinung nach durchaus stärker von der Politik der Großen Koalition profitiert als Eltern mit niedrigem Einkommen. Als Beispiele nennt sie neben dem Ausbau der Kinderbetreuung und der Förderung von familienfreundlichen Unternehmen auch das Elterngeld: "Für gut verdienende Paare ist das Elterngeld ein Gewinn, doch für Geringverdiener war es besser, zwei Jahre lang das Erziehungsgeld zu erhalten." Generell hätte auch die Linke das Elterngeld begrüßt, allerdings sei es auf Kosten der Geringverdiener finanziert worden.