Kristina Schröder
 
"Ich möchte keiner Familie vorschreiben, wie sie leben soll!"

Sie sind 32, haben gerade geheiratet und wünschen sich Kinder, wie man in einem Interview nachlesen konnte - Sie sind also nah dran am Lebensgefühl junger Paare. In einem Satz: Was möchten Sie mit Ihrer Familienpolitik erreichen?
Mein Ziel ist, dass Paare ihre Wünsche nach Kindern verwirklichen können und dass jede Familie so leben kann, wie sie es sich vorstellt.

Damit spielen Sie auf die unterschiedlichen Lebensentwürfe an, die heute unter dem Begriff Familie verwirklicht werden. Das klingt nicht unbedingt nach Ihrer Partei. Immerhin hat deren konservatives Familienmodell über Jahrzehnte die deutsche Politik bestimmt.
Gerade meine Partei meint es sehr ernst mit der Wahlfreiheit. Ich will das alte Leitbild nicht durch ein neues ersetzen. Entscheidend ist, dass wir gute Rahmenbedingungen für die verschiedenen Familienmodelle schaffen. Aber eine Mutter, die wieder arbeiten möchte und keinen Betreuungsplatz für ihr Kind findet, hat keine Wahlfreiheit.

Das hat schon die ehemalige Familienministerin Renate Schmidt (SPD) gesagt.
Und sie hat recht damit! Deshalb wird an dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab 2013 auch nicht gerüttelt.