Kristina Schröder
 
"Ich möchte keiner Familie vorschreiben, wie sie leben soll!"

Der Druck ist enorm, auch weil die Maßstäbe sich nach oben verschieben. Abitur? Es muss schon eine 1 vor dem Komma stehen. Studium? Ohne Auslandssemester nichts Besonderes. An diesem Punkt wird auch deutlich, wie verzahnt Familienpolitik mit vielen anderen Ressorts ist.
Das Familienministerium ist das größte Querschnittsministerium. Ich bin für Familien, für Senioren, für Frauen zuständig, für Kinder und Jugendliche - also eigentlich für alle Bürgerinnen und Bürger, außer dem Namen nach vielleicht für mittelalte, ledige Männer ohne Kinder ... Und vieles, was für diese Gruppen relevant ist, besonders auch für Familien, wird von anderen Ressorts mitentschieden.

Wie kann man sich Ihre Arbeit unter diesen Voraussetzungen vorstellen?
Es gibt auf der Fachebene einen intensiven Austausch mit den anderen Ministerien in übergreifenden Arbeitsgruppen. Zum Beispiel arbeiten wir beim Kinderschutz eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen, weil es sinnvoll ist, die Erfahrungen von Hebammen und Kinderärzten einzubinden, wenn wir das neue Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen wollen.