Kristina Schröder
 
"Ich möchte keiner Familie vorschreiben, wie sie leben soll!"

Solange Männer die besser bezahlten Jobs haben, kann ein junges Paar sich nicht frei entscheiden.
Da muss man genau hinschauen und fragen: Warum ist das so?

Ein Tierpfleger verdient mehr als eine Kinderpflegerin - das kann man mit nichts erklären, nur mit der Missachtung von Arbeit, die vorwiegend von Frauen gemacht wird.
Da ist leider etwas dran. Berufe die früher meist von Männern ausgeübt wurden, waren angesehener und oft auch besser bezahlt. In dem Maße, wie Frauen diese Berufe übernehmen, sinkt die Anerkennung - und die Bezahlung. Ein Beispiel sind Grundschullehrer.

Wie wollen Sie die Themen "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und "Berufstätigkeit von Mann und Frau" angehen?
Wir stellen Unternehmen ein spezielles Computerprogramm zur Verfügung (LOGIB-D; kann kostenlos von der Seite des Familienministeriums geladen werden), das bei der Analyse des Gehaltsgefüges hilft. Es sorgt für Transparenz und dadurch hoffentlich auch für positive Veränderungen, was die Bezahlung von Frauen und Männern betrifft. Außerdem möchte ich über neue Teilzeitmodelle diskutieren, besonders die 30-Stunden-Variante. 20 Stunden sind finanziell für viele schwer verkraftbar und können beruflich Stillstand bedeuten. 40 Stunden sind Vollzeit, und das wollen viele Frauen nicht. 30 Stunden sind ein guter Kompromiss für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, und zudem ein Modell, das sich auch Männer eher vorstellen können.