Auf an's Meer!
 
Wasser, Sand und Strandgut: Warum Familienurlaub in Holland allen Spaß macht

„Wo sind die Kinder, Jens?“, ruft Sabine. „Ich glaube, sie lassen gerade hinterm Haus die Drachen steigen oder sind mit dem Hund nochmal schnell zum Strand gelaufen. Und später wollen sie sich die Räder schnappen und zum Leuchtturm fahren.“ – „ Ok, dann steig ich auch mal in meine Gummistiefel und mache einen Strandspaziergang. Lies du ruhig dein Buch zu Ende Schatz! Bis später!“

Auf an's Meer!: Wasser, Sand und Strandgut: Warum Familienurlaub in Holland allen Spaß macht

Dieser Traum vieler Eltern lässt sich bei einem Familienurlaub an der holländischen Küste sicher verwirklichen. Von über drei Millionen Deutschen, die laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2012 den Nachbarn im Norden besuchten, waren über die Hälfte Familien mit Kindern. Und das hat viele gute Gründe: Zeit für sich, Freiheit für die Kinder und unzählige Naturerlebnisse, an die sich der Nachwuchs noch Jahre später begeistert erinnern wird.

Strandläufer auf Schatzsuche

Und das Tolle ist: Das Wetter ist gar nicht so wichtig. An den breiten Stränden der holländischen Nordseeküste und den Watteninseln kann man bei jeder Witterung einen Strandspaziergang machen und auf Schatzsuche gehen. Muscheln, vom Meer glattgewaschene Holzstücke, Bernstein oder ein Stück Tau. Wer die Augen offenhält, kann interessantes Strandgut finden. Einen kleinen Eimer sollten Strandläufer jeden Alters also unbedingt dabei haben.

Natürliche Badewannen

Scheint die Sonne im Juli und August auch mal kräftiger, kann es Holland mit jedem mallorquinischen Strand aufnehmen. Selbst die Temperaturen der Nordsee klettern dann auf 18 Grad. Durch Ebbe und Flut bilden sich an vielen Stränden so genannte Priele. In diesen etwas tiefer liegenden natürlichen Badewannen läuft das Wasser bei Ebbe nicht so schnell ab und erwärmt sich dann sehr schnell. Der Priel wird so zu einem tollen Wasserspielplatz für die ganz kleinen Wasserratten.

Im Team gegen die Flut

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Die größeren geben sich damit natürlich nicht zufrieden. Sie finden schnell heraus, dass es zu einem tollen Erlebnis wird, mit mehreren Kindern oder der ganzen Familie ein Bollwerk gegen die nächste Flut zu bauen. Dazu braucht man nur eine wirklich stabile Schaufel, um den nasser Sand zu einer Burg aufzutürmen. Kommt dann das Wasser zurück, lernen die Kinder ganz nebenbei etwas über dessen Kraft kennen. Wie lange schaffen wir es, die Burg zu halten, bevor die nächste Welle sie gnadenlos unterspült und auch Papas heldenhafter Einsatz an der Schaufel nichts mehr ausrichten kann?

"Fietsen" in allen Variationen

Wer dann mal genug hat vom Sand zwischen den Zehen, schwingt sich am besten auf ein Fahrrad – in Holland Fietse genannt. Wer kein eigenes mitgebracht hat, leiht sich eins beim „Fietsenverhuur“. Fahrradverleihe gibt es in jedem holländischen Urlaubsort. Neben den klassischen Hollandrädern, können Familien auch diverse Gefährte ausprobieren, auf denen mehrere Fahrer oder Beifahrer Platz finden; zum Beispiel ein Bakfiet. Ursprünglich ein Bäckerfahrrad, mit dem Backwaren ausgefahren wurden, werden in der modernen Variante in einer Sitzschale zwischen Lenkung und Vorderrad kleine Kinder transportiert. Der Vorteil zu der bekannten Anhängervariante ist, dass man die Kleinen stets im Blick hat und diese außerdem die unverstellte Sicht nach vorne genießen können. Für größere Kinder gibt es Kinder-Tandems mit zwei oder drei Sitzen. Damit durch die Dünen oder über den Deich zu heizen, ist auch für kleine Fahrradmuffel ein großer Spaß.

Hier findet jeder die passende Urlaubs-Location

Mit ganz kleinen Kindern ist eine Reise auf eine der Watteninseln sicher eine gute Wahl. Hier geht es etwas ruhiger zu. Natur pur mit allem, was Camper oder Ferienhausurlauber brauchen. Leuchttürme, kleinere Sehenswürdigkeiten und nette Restaurants und Läden. Wer mit älteren Kindern verreist und etwas mehr Action braucht, sollte sich besser einen Ort an der nord- oder südholländischen Nordseeküste aussuchen. Hier ist deutlich mehr los. Grundschüler können mit ihrer Familie Ausflüge zu Robbenstationen oder Naturkundemuseen machen. Teenager finden in Orten wie Zandvoort oder Scheveningen zahlreiche Angebote zum Surfen, Kiten oder Beachvolleyball-Spielen. Und im Binnenland locken die alten holländischen Orte Alkmaar, Delft oder Leiden zum Kulturgenießen, Sightseeing und Shoppen.

Abstecher in die Metropole

Fast jeder Bade- und Strandurlaub lässt sich gut mit einem Besuch der Metropole Amsterdam verbinden. Während Mama auf einem der großen Trödel- oder Blumenmärkte stöbert, darf Papa mit den Kindern eine Grachtenfahrt machen oder besucht mit älteren Kindern das Anne-Frank-Haus oder das Van-Gogh-Museum.

Auto packen und los geht's

Für die meisten deutschen Touristen lässt sich ein Holland-Urlaub am besten mit dem Auto machen. Der Vorteil ist klar: Kofferraum auf, Koffer und Strandutensilien rein und die Räder auf’s Dach. Besonders für die Urlauber aus Nordrhein-Westfahlen ist die Anreise ein Katzensprung. Und für alle, die etwas länger im Auto unterwegs sind, haben wir witzige Spiele-Tipps zusammengestellt, die den kleinen Mitreisenden auf der Rückbank die Fahrt ans Meer versüßen.