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Fotos besser machen Schlechte Bilder? Gibt's nicht!

Bevor Sie Digitalfotos ins Labor schicken, können Sie am Computer mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen viele Fehler beheben. Es lohnt sich!

"Nichts geworden" - wie oft waren Sie früher enttäuscht, wenn Sie Ihre Bilder im Fotogeschäft in Empfang nahmen. Und häufig waren die einmaligen Aufnahmen vom Kindergeburtstag und der Taufe für immer verloren. Mit der Digitalfotografie sind sie heute weniger vom Zufall abhängig. Nicht nur, weil Sie das Ergebnis sofort prüfen und Aufnahmen so oft wiederholen können, bis Sie zufrieden sind. Sie haben auch die Chance, ein verpatztes Bild in ein gutes Foto zu verwandeln.

Und das ist nicht - wie früher - nur Retuschekünstlern vorbehalten. Nein, auch Amateurfotografen können solche Tricks leicht lernen.

Was Sie dazu brauchen? Nur einen Computer und ein Softwareprogramm zur Bildbearbeitung. Mittlerweile bietet der Markt eine ganze Reihe davon. Es gibt Profiprogramme, die etwas mehr Können erfordern, aber auch ganz einfache Versionen. Die schlankeren Programme sind auch für Laien leicht anwendbar, selbst wenn man sie nur gelegentlich benutzt, und sie kosten viel weniger. Trotzdem bieten sie eine Menge an Funktionen:

Ausschnitt gefällig?

Kein Problem, wenn zu viel "Drumherum" auf dem Bild ist. Sie legen ein Fenster fest und löschen das Übrige weg. Wenn nötig, wird der Rest wieder entsprechend vergrößert.

Rote Augen vom direkten Blitzen?

Da ist keine fummelige Retusche nötig: Den entsprechenden Programmpunkt aktivieren, den Cursor in die Nähe des Auges bringen, ein Mausklick - und fertig ist die natürliche Pupille.

Bild verkantet?

Das passiert oft in der Eile: Der Horizont verläuft schräg durchs Bild. In diesem Fall drehen Sie mit Hilfe des Programmes das Bild in kleinen Schritten, oder Sie kennzeichnen einfach die Linie, die Sie gern als Waagrechte hätten, der Rest erfolgt automatisch.

Verzerrte Ansichten?

Wer an einem Haus entlang nach oben fotografiert oder ein Kind von oben aufnimmt, bekommt perspektivische Verzerrungen, so genannte "stürzende Linien". Der Trick: einfach ein Trapez zeichnen, und entlang seiner Kanten richtet das Programm das Bild gerade aus.

Zu hell, zu dunkel?

Die "automatische Bildverbesserung" macht rasch aus einer scheinbar nicht verwertbaren Aufnahme ein schönes Bild: zu dunkle Partien werden aufgehellt, Kontrast- und Farbwerte angepasst. Viele Programme bieten engagierten Amateuren auch an, diese Funktionen einzeln auszuführen.

Stört was im Bild?

Für eine gute Software kein Problem: Die Ränder des Objektes markieren, und schon verschwindet zum Beispiel der Ellbogen des Schwagers oder die vergessene Fototasche aus dem Bild – als wären sie nie da gewesen. Die freien Flächen werden automatisch durch den passenden Hintergrund ersetzt.

Schokoflecken oder Pickel im Gesicht, Risse in einem alten, zuvor eingescannten Bild?

Kein Problem für den "Reparatur-Pinsel", ein elektronisches Werkzeug, das in umfangreicheren Programmen enthalten ist: Einfach mit dem Cursor drüberwischen, und schon ist der Fleck verschwunden.

Bild ohne Hintergrund?

Für eine Collage, eine Postkarte, eine Grafik braucht man manchmal "freigestellte" Motive. Auch das können gute Programme. Das gewählte Objekt sieht dann aus wie mit der Schere ausgeschnitten, der Hintergrund ist weiß.

Die Panorama-Aufnahmen passen nicht genau zusammen?

Die Software setzt Ihre Bilder, die sich überschneiden, nahtlos zusammen. Selbst was in der Höhe verrutscht ist, steht dann auf einer Ebene.

Weitere Service-Funktionen

  • Sie können Ihre Bilder übersichtlich archivieren und sogar mit verschiedenen Stichworten versehen. Damit finden Sie zum Beispiel blitzschnell alle Bilder, die "Meer" zeigen, die "vor Oktober 2006" aufgenommen wurden oder "von Freunden" stammen.
  • Einige Softwareanbieter stellen Speicherplatz auf eigenen Servern zur Verfügung.
  • Stehen Sie auf Dia-Shows? Manche Programme bieten die Möglichkeit, die Bilder mit den verrücktesten Überblendungstechniken zu bearbeiten oder mit Video-Clips und Musik zu kombinieren.
  • Oft sind Vorlagen enthalten, mit denen Sie Grußkarten oder Kalender ganz einfach selbst gestalten können.

Die Programme

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme erhalten Sie für knapp 100 Euro, einfache gibt es sogar unter 50 (Beispiele siehe Kasten unten). Manchmal bekommen Sie die Software sogar umsonst. Denn einige Kamerahersteller bieten ihre Produkte mit vereinfachten Programmen an. Vielleicht haben Sie die CD beim Auspacken nicht beachtet? Wenn ja, gleich mal nachschauen und ausprobieren!

Allerdings - das darf nicht verschwiegen werden: Es gibt auch Dinge, die die Programme nicht können. Aus unscharfen Bildern können sie beispielsweise keine scharfen machen - auch wenn manche Anbieter das versprechen: Wenn Sie die Entfernung nicht richtig eingestellt oder die Aufnahme verwackelt haben, dann ist kaum noch etwas zu retten. In diesen Fällen heißt es weiterhin: "Nichts geworden!"

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